Der ganze normale Umweltwahnsinn!

MCS – multiple chemical sensitivity – wie Umweltschadstoffe Betroffenen das Leben nehmen

Ich habe in meiner Beratungstätigkeit für MCS-Betroffene und im Austausch mit anderen Erkrankten, aufgrund deren Erfahrungswerte und meiner eigenen, so viele Geschichten erlebt und gehört, die an Tragik kaum zu überbieten sind. Oft bleibt mir nur noch ein Gedanke: „WAHNSINN!!!“

Wahnsinn was da mit Betroffenen passiert! Ein Wahnsinn wie hartnäckig sich die Meinung hält, die Krankheit sei psychisch oder Simulation; ein Wahnsinn wie Politik und Medizin sich weiter in Ignoranz üben; und ein Wahnsinn, wie Betroffene sowohl im sozialen, privaten und beruflichen Bereich oft sich selbst überlassen werden: sie leiden unter mangelndem Verständnis, folglich entsprechender Rücksichtslosigkeit und unterlassener Hilfeleistung aufgrund von Ignoranz und Stigmatisierung.

Es ist ein Wahnsinn, dass der Mensch z.B. immer noch glaubt, sich in eine Hülle von künstlichen Duftstoffen (Parfüm, Weichspüler, Duftperlen), hergestellt aus einer Vielzahl von toxischen Chemikalien, verpacken zu müssen und somit zu wandelnden Duftschleudern im Freien zu werden, wodurch die mit anderen Schadstoffen angereicherte Atemluft zu einem unerträglichen und krank machenden Chemiecocktail wird, was nicht nur für MCS-Betroffene, sondern auch für viele andere längst schon zur Belästigung, zur alltäglichen Qual geworden ist.
Es ist ein Wahnsinn, dass über Umweltschadstoffe seit Jahren berichtet, informiert und diskutiert wird, die Zahl der Ignoranten aber immer noch die Anzahl derer mundtot machen will, die davor warnen.

Es ist ein Wahnsinn, beobachten zu müssen, wie alles was dieser Planet an Natürlichem zu bieten hat, in einem beängstigenden Tempo den Bach runter geht, weil der Mensch offensichtlich mit all den künstlichen Annehmlichkeiten die die Moderne zu bieten hat, gut und gerne an seiner eigenen Zerstörung weiterhin arbeiten  und wohl nur gut duftend und schadstoffbelastet an Leib und Leben untergehen will.
Null Bock auf Umdenken und Ziehen der Notbremse! Denn solange die Politik nicht Bahnbrechendes bestimmt, wiegt sich der normale Mensch in trügerischer Sicherheit.

Die Ursachen der körperlichen Schädigung durch die eine MCS-Erkrankung ausbrechen kann sind vielfältig. Diese können sein: Impfungen (Wirkstoffverstärker), Zahnbehandlungen (Amalgam), übermässige Chemikalienexpositionen am Arbeitsplatz und zu Hause (Schadstoffe aus Möbeln, Bodenbelägen, Einrichtungsgegenständen), Medikamente (z.B. Fluorchinolone oder Paracetamol), Schadstoffe im Haus (Schimmel, Formaldehyd usw.) Insgesamt geht man dabei von Umweltschadstoffen aus, die selten Sofortschäden und eine akute Vergiftung auslösen, sondern langfristig den Körper in einem schleichenden Prozess nachhaltig schädigen bzw. vergiften, so dass er irgendwann nicht mehr in der Lage ist, nur geringste Konzentrationen von diesen Stoffen zu tolerieren.
 
Um nur ein Beispiel dafür zu nennen: Es ist mittlerweile bekannt, dass Schadstoffe wie z.B. Stickoxide die Schleimhäute durchlässiger machen:

In der Fernsehsendung Maybrit Illner, im Oktober 2018,
Der Polit-Talk im ZDF „Politische Geisterfahrt – Wer zahlt für den Diesel-Skandal?“ kommt die Umweltmedizinerin Prof. Dr. Traidl Hoffmann zu Wort. Sie erklärt welche Auswirkungen Stickoxide und andere Umweltschadstoffe auf unsere Gesundheit haben.
Auszug aus dem Gespräch (48:08 – 54:05)/Frau Prof. Dr. Traidl Hoffmann:
Stickoxide sind verantwortlich für Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien, Diabetes, die in den letzten Jahrzehnten massiv zunehmen. Wir haben heute 40% Allergiker! Stickoxide und Umweltschadstoffe machen die Schleimhäute und die Haut UNDICHT! Sie werden wie ein Sieb, durch die wiederum alle anderen Umweltschadstoffe durch dringen können
(ungefiltert!!!). Es sind Langzeiteffekte. Man entwickelt langfristig Schäden, Zitat: „vor 20 Jahren wurde ich mit Stickoxiden exponiert und ich entwickle jetzt mein Asthma oder ich entwickle jetzt mein Diabetes … das sind langfristige Effekte …“ und weiter … „… mit den Grenzwerten, das ist so eine Geschichte … jeder reagiert da unterschiedlich … bei dem anderen hälts, beim anderen nicht … jede toxische Substanz in jeder toxischen Konzentration ist schädlich, je weniger desto besser. Hinzu kommt, dass wir auch unterschiedlich empfänglich sind … wir brauchen niedrige toxische Konzentrationen … um auch unterschiedliche empfängliche Menschen, d.h. alle gleich zu schützen … es ist nicht gut, dass wir uns nur auf eine toxische Substanz konzentrieren, weil am Ende sind wir natürlich mit ganz ganz viel Substanzen exponiert … die machen alle zusammen was, die Suppe der ganzen Dinge … wir müssen die Suppe reduzieren … Diese Schadstoffe führen zu frühzeitigem Tod …
Link zur Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=Y2FkuFiN6nk&t=3267s

Anmerkung: Alle reden vom Leaky Gut Syndrom, durchlässiger Darm! Woher das wohl kommt? Es gibt noch andere Stoffe die die Schleimhäute und Haut schädigen und durchlässiger machen, wie z.B. Triclosan, Weichmacher in Zahncremen, in Plastik, und, und, und …

Dr. Rhomberg, einer der führenden Umweltmediziner in Österreich, sagt es in einem Interview so:
„die Unverträglichkeiten nehmen massiv zu. In den 70er Jahren waren diese Unverträglichkeiten extrem selten (einer von Tausend) … Die Kranken haben jetzt massiv zugenommen, also die Menschen mit manifesten Unverträglichkeiten … Hauptangriffspunkt für Umweltschadstoffe sind: Das Immunsystem, das Fortpflanzungssystem und das zentrale Nervensystem … man geht davon aus, dass die psychiatrischen Erkrankungen wie z.B. Burnout (Zitat: „erschreckend wie die behandlungsbedürftigen seelischen Störungen zugenommen haben“) auf die Umweltschadstoffe zurück zu führen sind … mit anderen Worten, der Input von Schadstoffen, über die Luft, Hautkontakt, Nahrung
führt zu diesen Krankheiten … wir führen uns die Stoffe zu, die dem Leben nicht dienlich sind … wir entfernen uns immer mehr vom Natürlichen zum Ungesunden …
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Hu8q09MVCBs&t=1555s

Das Problem ist bei Umwelterkrankungen, egal welche Therapie oder Vorsichtsmassnahme wir anwenden oder treffen (Darmsanierung, Nahrungsergänzungsmittel in uns rein stopfen, gesunde Ernährung, Giftstoffe aus dem Haushalt entfernen, Wohnung sanieren und verträglich machen, Entgiftungskuren usw. ): Es ist reine Sisyphusarbeit und nur Schadensbegrenzung, solange wir in einer Umwelt leben, die nicht gesund ist, denn mittlerweile gibt es mehr Schadstoffe um uns herum, als gesundes Leben. Leider kann wohl kaum jemand der in einem westlichen Industrieland lebt von sich behaupten, dass er in einer schadstofffreien Umgebung lebt. Diese machen auch vor Grenzen nicht halt, das Ergebnis der Umweltkatastrophen- und sünden überall auf der Welt verteilt sich mit der Luft rund um den Globus und landet mit dem Regenwasser in unseren Böden, wo wir es dann durch die Lebensmittel in uns aufnehmen, wenngleich  diese auch nicht überall in der selben Konzentration „landen“. Die Belastungen sind unsichtbar, sie sind geruchlos, sie sind die stillen Killer, die wir täglich als Chemiecocktail aufnehmen. Als die ersten Zeichen der Krankheit MCS bei mir vor 25 Jahren begonnen haben, fühlte ich mich noch wie eine mit einer äusserst seltenen Krankheit und keiner wusste Bescheid. Mittlerweile sind so viele Menschen davon betroffen und so viele, bereits auch Junge und Kinder, zeigen die ersten Anzeichen der multiplen Chemikaliensensitivität.

Die Krankheit wurde 1948 entdeckt, also vor 70 Jahren. Mittlerweile haben sich die Ursachen zum ganz normalen Umweltwahnsinn entwickelt, der offensichtlich einfach nur noch hingenommen wird. Gut möglich, dass man sich bewusst ist, dass es ohnehin bereits zu spät ist und deshalb nichts mehr unternimmt.

Die Krankheit MCS – allergisch auf das Leben, das der Mensch künstlich gemacht hat
https://www.youtube.com/watch?v=8bVdjIt72F0&fbclid=IwAR1R3LXQ_vWQZiAGJOTzHpN37jwcyfV9ASQXW2bP-Ec7jwRvB2fn4mfyhmc

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Wer hat’s erfunden?

„Bschisse“ … schweizerisch, umgangsprachlich und derb für „betrügen“ (gemäss Fachliteratur)

Wenn sich in der Schweiz jemand betrogen fühlt, dann fühlt er sich „bschisse“.
Im alltäglichen Sprachgebrauch ist dieses derbe Wort nicht wegzudenken, weshalb ich es schon lange nicht mehr als derb empfinde sondern als völlig normal.

Für mich als jemand, der nicht mit dem Schweizer Dialekt im Blut auf die Welt gekommen ist, mit diesem jedoch in sehr jungen Jahren konfrontiert wurde, habe ich mich anfänglich, damals als ich als heranwachsendes Kind bestrebt war der Schweizer Sprache „mächtig“ zu werden, überlegt, wie denn wohl so ein Wort, das mir zu diesem Zeitpunkt völlig fremd war, zustande kommt. Ich übersetzte zum besseren Verständnis für mich ins Hochdeutsche und dachte: jemand anderen „bschisse“, also Hochdeutsch be-scheissen, würde doch heissen, auf jemandem seine Notdurft zu verrichten – oder?

Dieses „Bschisse“ ist allgegenwärtig. Es zieht sich durch die ganze Bevölkerung und zwar dermassen konsequent, dass es dem Schweizer wohl schon in die Wiege gelegt wurde. Nur so kann ich mir erklären, warum sich dieser Begriff mit der dazugehörigen Gesinnung die auf einem tiefen Misstrauen beruht, so hartnäckig hält.
Wohl in keinem anderen Land der Welt, schlägt einem, egal was man wo wie tut oder wo man grad ist und sich benimmt, primär in diesem Sinne zuerst einmal ein grosses Misstrauen entgegen. Eigentlich ist jeder zuerst einmal ein „Bschisser“ (Bescheisser-Betrüger). Es beginnt beim System und endet beim Letzten im Volk. Jeder fühlt sich vordergründig „bschisse“, will heissen betrogen, oft nur schon durch die Gegenwart des anderen. Das habe ich in keinem anderen Land der Welt so erlebt, wo man doch normalerweise mit einem Vorschuss an Vertrauen zuerst einmal herzlich freundlich und wohlwollend aufgenommen wird. In der Schweiz aber, muss man sich das Vertrauen hart und gewissenhaft erarbeiten. Das kann Jahre dauern, aber man schafft es. Kann man das aber einmal nicht mehr, hat man schlechte Karten, sehr schlechte Karten.

Die Schweiz, während dem zweiten Weltkrieg die Insel der unkontrollierten Narrenfreiheit, hatte keinen wirklichen Krieg zu vermelden und kein anderer Staat der Welt wäre auf die Idee gekommen, die Machenschaften der Schweiz vor, während und nach dem Krieg, und die Grundgesinnung des Systems, einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen und allenfalls zu rügen, wäre denn da was zum Vorschein gekommen. Dieses Land hat den Ruf sauber und rein zu sein (wie anders käme man auch zu so einem Erfolg?). Niemand käme auf die Idee diese Reinheit zu hinterfragen: „was so gut funktioniert kann nicht schlecht sein“, und wohl niemand würde diesem Image schaden wollen.
Nein, an der schönen Fassade der Schweiz wollte sich keiner die Finger verbrennen und auch niemand den Teppich „lupfen“, um einmal darunter zu schauen oder in den Abgrund der Seelen zu steigen, um dort die durch Misstrauen zermürbten Leichen zu finden.
Zu sehr musste man sich auf dieses Land als Finanzdrehscheibe in Krisenzeiten und auch sonst verlassen können. Warum wohl hat die WHO und andere wichtige Institutionen ihren Sitz in der Schweiz?

So hat man denn mitten in Europa zwischen Boden- und Genfersee hinter den „sicheren“ Schlagbäumen der Abgrenzung immer schön brav sein eidgenössisches eigenes Süppchen gekocht. Ein paar Skandälchen von irgendwelchen „rotzfrechen“ Journalisten wurden irgendwann einmal aufgedeckt, aber ganz schnell auch wieder unter den Teppich gekehrt. Und die grossen Skandale, wie z.B. der Fichenskandal Ende der 80er Jahre, in dem es darum ging, dass Bürger jahrelang überwacht und über sie geheime Akten angelegt wurden, wurden kurz heftig hochgespielt, mit Entsetzen bedauert und Empörung bekundet, um dann diese Unverschämtheit in der Schublade des Vergessens versenken zu lassen, dort drin, wo niemand auf die Idee gekommen wäre, nochmals danach zu suchen. Die Schweiz hat den Ruf rein und über allem Unrecht erhaben zu sein. Ihr Misstrauen entgegenzubringen ist tabu und schlicht und einfach eine Frechheit. Die Würde der Schweiz an sich ist unantastbar. Das gilt aber so nicht für einzelne Menschen, die in diesem Land leben.

Trotz Fichenskandal, das Misstrauen selbst ging nicht vergessen, wanderte nicht in eine Schublade und man gelobte keine Besserung. Zu sehr liebt dieses Land sein Geld, von dem es nicht genug bekommen kann. Das so wichtig ist, wie das tägliche Brot auf dem Tisch, das „Chrampfen“ bis zum Umfallen und der Rütlischwur. Deshalb hasst das Land jene so sehr, die diesem Image schaden könnten und genau deshalb, fast 30 Jahre nach dem Fichenskandal, ist die Schweiz drauf und dran, wieder etwas auf die Beine zu stellen, das wahrscheinlich ein weit grösserer Skandal ist, als alles andere davor, wenn man von Menschenrechten und der Würde des Menschen ausgeht.

Das Misstrauen ist eben nicht wegzudenken. Wer in diesem Land leben will, der soll gefälligst auch zu was nutze sein. Eine Daseinsberechtigung per se gibt es nicht! Ist er zu nichts nutze, hat er ein Problem und zwar ein verdammt grosses, denn er kann sich das Vertrauen nicht mehr erarbeiten, also wird er fortan nur noch mit Misstrauen konfrontiert. Schlimmer noch, man fühlt sich im anfänglichen Misstrauen sofort bestätigt, was ihn doppelt verdächtig macht.

Wer krank, alt, Ausländer oder sozial schwach ist, will heissen durch Krankheit oder besonders gravierende Umstände Renten, Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe bezieht, wird denn auch primär als hoch verdächtig angesehen, bzw. auf gut Schweizerdeutsch ausgedrückt: als ein potentieller Bschisser, wobei bei der Aussprache darauf zu achten ist, dass das „i“ ein bisschen „gezogen“ werden sollte, also „Bschiiisser“, wohingegen das „ss“ nicht zu kurz und hart klingen sollte. Hörprobe hier: https://de.wiktionary.org/wiki/bescheißen

Nun will sich die Schweiz also anschicken, die potentiellen Bschisser (Krankentaggeld-, IV-Renten- und Sozialhilfebezüger) – die sowieso immer schon verbal mit Dreck beworfen wurden (beschmutzen = bescheissen?), weil sie seit jeher in der Bevölkerung als Schmarotzer betrachtet wurden – generell rigoros überwachen zu lassen, so dass diese nicht bescheissen können bzw. sie des „Beschisses“ überführt werden können, dessen sie generalverdächtigt werden. Dies soll durch Observationen geschehen, was durch dafür eigens angestellte Personen durchgeführt werden soll, ergänzt durch Drohnen, Peilsender oder Privatpersonen (jeder wird dazu eingeladen, seinen Nachbarn, Freund, Partner, Verwandten, Bekannten zu denunzieren).
Jeder Hinweis zählt! Jeder kann zum Detektiv werden! Jeder kann mithelfen die Schweiz sauber und rein zu halten, so dass Bschisser in der Schweiz keine Chance haben. Denn Bschiss darf in der Schweiz nicht sein. Vor allem nicht dort, wo das Geld am Wenigsten vorhanden ist und am Nötigsten gebraucht wird.

Und so dürfen wir uns wahrscheinlich darauf verlassen, dass der potentiell mit Misstrauen genährte Schweizer (stetes Misstrauen höhlt das Sozialverhalten) bei der Abstimmung im Herbst dieses Jahres seinem System treu ergeben ist, und natürlich dafür stimmen wird, dass die Bschisser endlich überwacht werden. Denn es gibt für Schweizer kaum was anderes als Bschisser und daraus entsteht sogar noch ein lukratives Geschäft, mit dem man Geld verdienen kann. Typisch schweizerisch eben.

Ein anderes Ergebnis bei dieser Abstimmung käme einem völligen Gesinnungswandel der Eidgenossen gleich. Dieser Gesinnungswandel aber wird nie und nimmer stattfinden, solange die Schweiz noch ein reiches angesehenes Land ist, in dem es der Mehrheit besser geht als anderswo (die schlechter Gestellten werden nur ungern geduldet – Reichtum macht halt nun mal arm im Herzen), das den Fünfer und Weggli will und auch bekommt (man ist nicht in der EU und doch drin), und das sich weiterhin mit schönen Landschaften, Banken, Schoggi, Käse, einer profitablen Wirtschaft und Uhren schmücken will und in dem alles andere schlecht fürs Image, folglich ein BSCHISS ist, der im Keim erstickt werden soll!

Und nein, ich, die diesen Text verfasst hat, habe nichts gegen Schweizer oder gegen dieses Land. Im Gegenteil!
Aber nach 45 Jahren Erfahrung muss ich leider diese Bilanz ziehen, denn ich wurde in einem Land geboren, in dem man trotz widrigster Umstände und zwei Weltkriegen auf dem Buckel mit einem Vorschuss an Vertrauen gegenüber den Mitmenschen auf die Welt kommt und wahrscheinlich grad wegen der widrigen Umstände in der Vergangenheit ein ganz anderes Sozialverhalten an den Tag legt, als es in der Schweiz der Fall ist.

***

Nachtrag: Der Mangel an Sozialkompetenz ist mittlerweile nicht nur ein schweizerisches Phänomen, sondern in allen westlichen Ländern spürbar. Besonders befremdlich ist er aber in einem Land, das sich gerne damit rühmt, eines der reichsten Ländern der Welt zu sein.

Lieber tot als in Not? – Brief an Christine

Liebe Christine

Ich kenne Deine Geschichte, aber ich kenne Dich nicht. Trotzdem bist Du mir in diesem Jahr nach so vielen Jahren „begegnet“, denn ich habe dank Dir ein bisschen Verständnis erfahren. Ich bin an eine mir bis dahin fremde Person in einer Behörde gelangt, die mir sagte: „Doch, ich kenne die Krankheit – ich weiss was sie durchmachen“, denn sie kannte Dich und sie hat mich deshalb ernst genommen. Was für ein Lichtblick in meinem Leben voll Unverständnis.

16 Jahre nach Deinem Tod erschüttert mich Deine Geschichte immer noch, denn mir ging/geht es so wie Dir, nur mit dem Unterschied vielleicht, dass ich das Glück habe, mit diesem unerschütterlichen Kämpfergen geboren zu sein, dass mich auffordert, den Mut nicht zu verlieren und weiterzumachen. Immer und immer wieder.
Zwischendrin kommt da ja auch mal ein kleiner Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben. Aber der Duftstoffwahnsinn nimmt kein Ende. Im Gegenteil. Er nimmt zu und ich habe einmal mehr den Zug verpasst, der mich da raus gebracht hätte. Weil ich gehofft habe mir würde HIER geholfen. Was für eine verschwendete Zeit, einem System zu vertrauen, dass mich glaubhaft hat machen lassen, damals, als ich noch gesund war und funktioniert habe, dass ich irgendwann einmal abgesichert wäre, wenn ich nicht mehr kann.

Du wärst heute so alt wie ich und vielleicht, wenn wir uns damals schon gekannt hätten, hätten wir uns gegenseitig stützen können, so wie es viele Betroffene heute versuchen. Wir helfen uns. Wir versuchen es, auch wenn es meist nur übers Telefon oder Internet ist und nicht über das Mutmachen hinaus geht, denn wie sollen wir uns sonst helfen? Die meisten von uns sind auf sich alleine gestellt und haben mit sich selbst zu tun. Und das tun sie oft mit letzter Kraft.
Damals als es Dich noch gab, waren wir noch nicht so vernetzt. Damals wusste ich auch noch nicht was ich heute weiss, nämlich dass der Ärztemarathon und die unsinnigen Bemühugen mit Entgiftungskuren und Nahrungsergänzungsmittel, Therapien von der Schulmedizin bis zum Wunderheiler, nichts nützen oder nur wenig, oft sogar noch schaden und unser Leiden verschlimmern. Das einzige was wirklich hilft ist, Auslöser meiden!

Der Körper muss zur Ruhe kommen. Ruhe und frische Luft, im besten Fall noch Zuspruch von lieben Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern, die einem das Gefühl geben „da ist jemand“. Damit man sich mit dieser Krankheit nicht allein gelassen fühlt. Liebe! Getragen und virtuell gehalten werden, wenn nichts mehr geht. Nur das hilft dann noch und ja, Gottvertrauen, immer wieder Gottvertrauen …


Aber ich habe es auch erlebt, sie werden immer weniger, die Freunde und ihr Verständnis, und die Verzweiflung wird bei uns grösser. Man geht vergessen, bevor man gestorben ist, und manchmal geht auch das Gottvertrauen verloren. Denn wenn wir die Liebe am Nötigsten hätten, dann bekommen wir sie nicht. Und wenn die ganze Welt Dich verlässt, dann bleibt da halt nur noch die andere, wo wir hoffen, geliebt und angenommen zu werden, so wie wir sind.
Die Welt wo Du jetzt bist.

Die Gesellschaft will keine kranken Menschen, keine die nicht mehr mithalten können, nicht mehr funktionieren. Die Gesellschaft ist selbst krank, krank wie die Umwelt und beides braucht dringend Hilfe. Sie können nicht helfen. Sie sind im Hamsterrad. Sie haben Angst ihre Arbeit zu verlieren. Mitgefühl/Empathie kann man sich nicht leisten, davon können sie sich nichts kaufen und es hindert sie am Treten im Hamsterrad, und in den Ferien MÜSSEN Sie ihr Programm abarbeiten. Sie müssen unbedingt etwas erleben, was sie glauben lässt, sich erholt zu haben. Man kann halt mit uns auch kein Halli-Galli mehr machen und sie brauchen die Ablenkung, weil sie am normalen Leben verzweifeln. An dem Leben, das wir nicht mehr haben.

Und sie brauchen die Droge Duft. Niemand will auf sein Parfüm oder Waschmittel/Weichspüler so ganz verzichten, damit es einem von MCS betroffenen Menschen möglich wäre, einer Arbeit nachzugehen. Es ist viel zu kompliziert für die anderen, mit uns noch etwas zu unternehmen, mit uns zusammen zu arbeiten, mit uns zu wohnen, mit uns zu verreisen, mit uns zu feiern. Sie bemühen sich zu verstehen, aber die ganze Tragweite der Krankheit erfassen sie nicht. Leider hören sie oft auch nicht wirklich zu. Man kann es noch so oft erklären. Sie können es oft nicht glauben. Wen wunderts, ich will es ja oft auch nicht wahrhaben, dass es ist wie es ist und bei uns Betroffenen hat es ja auch lange gedauert, bis wir begriffen haben, was mit uns los ist.

Aber das Interesse ist halt auch nicht da. Es geht ihnen noch zu gut. Ich frage mich oft: „Würde ich mich für die Krankheit interessieren, wenn ich sie nicht hätte?“ Wohl kaum. Sicher nicht in dem Ausmass. Aber zuhören würde ich, weil zuhören kann ich … wenigstens das, und versuchen, es zu verstehen, und das Gefühl geben, dass ich da bin, wenn nichts mehr geht und im Notfall würde ich es schaffen, solch einer Person beizustehen und sie nicht noch mit Duftstoffen einnebeln. Soviel Empathie gehört doch zur Grundausstattung eines Menschen oder nicht?

MCS wird immer noch kontrovers diskutiert, Christine. Uns wird immer noch nicht adäquat geholfen. Zu wenige Ärzte, die es interessiert. Ein paar wenige die sich für uns einsetzen, aber auch viele die aufgeben und froh sind, dass sie nicht mehr müssen.
Ich lasse nicht locker, recherchiere und hinterfrage. Ich will wissen, warum ich wie reagiere. Ich sehe mittlerweile viele Zusammenhänge, zwischen den bestehenden Allergien, chronischen Belastungen und der MCS. Es gibt Tage, wo ich Panik habe, einen körperlichen Beschwerdeschub, ausgelöst durch einen Duftstoff, einer Chemikalie oder ein falsches Lebensmittel, nicht zu überleben. Doch ich nutze die guten Tage, um den Schlüssel für unser Problem zu finden. Es sind wenige gute Tage, aber ich bemühe mich.

Nein, ich habe ihn noch nicht gefunden, den Schlüssel, die Lösung, aber ich weiss, wenn ich mich völlig isoliere und alle Auslöser meide, dass es mir dann ziemlich gut geht. Ich fühle mich so wunderbar normal. Ich glaube plötzlich völlig gesund zu sein und dann werde ich übermütig, ich glaube an ein Wunder und denke: „Hey, du bist geheilt“.
… Und dann Christine, dann, wenn ich übermütig werde und mir fest einbilde, dass ich geheilt bin, dann werde ich unvorsichtig, und dann gehe ich raus ins normale Leben, unter Leute und bekomme es wie eine Ohrfeige ins Gesicht geschleudert. Es legt mich wieder zusammen. Dann weiss ich, auch wenn ich es selbst immer wieder angezweifelt habe. Mit dieser Krankheit ist kein nur annähernd normales Leben mehr möglich.
Das ist schlimm, wirklich sehr schlimm. Es ist wie wenn man ein Auto fahren möchte, das man nicht fahren darf. Wohin mit all den Energien, wenn man sie nicht ausleben kann? Nicht in dieser Gesellschaft. Es beruhigt mich dann aber doch ein bisschen, dass ich weiss, dass ich solche Anfälle vermeiden kann, indem ich mein Immunsystem einfach nicht gegen die Wand fahre. Vielleicht nur ein bisschen, aber nie so viel, dass es für immer aus ist. Ich versuche es zu dosieren. Ich muss ja noch einkaufen gehen oder mit dem Hund raus. Aber das ist weitab von einem normalen Leben. Es ist kein Leben. Es ist grösste Not und dazu kommt, dass man für andere schon gestorben ist, obwohl man noch lebt.

Doch stell Dir vor. Es gab seit Deinem Tod auch kleine Erfolge, die für uns gross sind. Die MCS-Liga in Zürich hat ein Wohnbauprojekt realisiert. Dort gibt es jetzt Wohnungen für Betroffene. Es wäre für Dich DIE Chance gewesen!
Aber die Krankheit ist immer noch nicht anerkannt. Wir werden immer noch belächelt, nicht ernst genommen. Ich werde es wahrscheinlich auch nicht mehr erleben, dass sich das ändert. Es sind noch zu wenige davon betroffen, auch wenn es schon so viele sind, und es immer mehr werden. Unsere Erfahrungswerte interessieren nicht. Sie stehen nicht in medizinischen Lehrbüchern, und was dort nicht drin ist, das gibt es nicht, und wenn doch, dann wird die Krankheit im Bereich Psychosomatik aufgeführt oder psychiatrisiert. Um unsere Erfahrungen ernst zu nehmen müsste man uns ernsthaft zuhören.

Schade Christine, dass wir uns damals noch nicht gekannt haben. Ich habe in den letzten Jahren so vielen Mut gemacht, die nicht mehr konnten. Vielleicht wärst Du noch da, wenn wir uns „gehalten“ hätten. Klar, auch ich bin oft verzweifelt und ja, ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, dem ganzen ein Ende zu setzen. Aber ich habe einen Hund, dem ich versprochen habe, für ihn da zu sein, solange er lebt. Ich muss stark sein, für ihn …
Er hat kein schönes Leben mit mir, zu wenig von dem, was so ein Hundeherz erfreuen würde. Er liebt Menschen und geht auf sie zu, und ich muss ihn meist von ihnen fern halten, denn wenn sie ihn streicheln, dann riecht er nach Parfüm oder ich muss ihnen ausweichen, weil ich, egal wie ich mich drehe und wende, der Duftwolke nicht ausweichen kann. Er ist jetzt 10 Jahre alt und er hat eigentlich kein wirklich mega tolles Hundeleben gehabt, aber immer noch besser als jene armen Hunde, die in irgend einer Tötungsstation sind. Damit tröste ich mich, und so geht es ihm wohl besser als vielen anderen Hunden und es geht ihm besser als mir, weil er nicht weiss, dass das kein normales Leben ist. Er lebt mit mir das „Kein-Leben“ und doch haben wir unser gemeinsames Leben, und wenn wir dann irgendwo in der Natur sind und einfach nur die gute Luft geniessen , dann leben wir ein bisschen „normal“ und freuen uns, bis jemand durch den Wald joggt, der eine künstliche Duftwolke hinter sich herzieht, die minutenlang anhält und ihre volle Wirkung entfaltet.

Ach Christine … vielleicht habe ich mich schon so daran gewöhnt, dass ich kein normales Leben mehr habe, dass ich die Stufe „lieber tot als in Not“ gar nicht mehr schaffe. Du bist gegangen, weil Du mitten im Leben warst und so nicht mehr konntest. Ich bin geblieben, weil ich schon lange nicht mehr mitten im Leben bin und halt so weitermache.

Du hast alles versucht. Ich weiss was es heisst, alles zu probieren und immer wieder die Hoffnung aufgeben zu müssen und ständig auf der Flucht zu sein. Schlussendlich ist jede Geschichte von MCS-Betroffenen die, vom Spiessrutenlauf ins totale Vermeidungsverhalten, und von aller Welt verlassen zu werden. Da bin ich jetzt auch …

Du warst eine Getriebene, eine Vertriebene, ständig auf der Flucht. Du warst Flüchtling im eigenen Land und bist aus der Not in den Tod geflüchtet. Ich kann Dich verstehen … ich kann Dich so gut verstehen …

***

An dieser Stelle stand ein Link, der zu einem Artikel aus dem Jahr 2002 führt, in dem der Tod, die Gründe und die letzten Stunden von Christine beschrieben sind. Aus Datenschutzgründen habe ich diesen entfernt, weil darin der volle Name von Christine ersichtlich war. Der Link einer konsumkritischen Zeitung in der Schweiz ist zwar heute noch zu finden, wenn man den Titel kennt, trotzdem habe ich mich nicht getraut in hier direkt zu verlinken. Wen es interessiert, der kann ihn suchen unter „Flucht in den Tod“ vom Ktipp (Zeitschrift).

MCS-Betroffene sind die Rosen unter den Reben

Schon mal durch einen Weingarten spaziert? Die Rosenstöcke beachtet, die dort zwischen die Reben oder am Ende einer Reihe von Reben gepflanzt wurden? Sie sind nicht nur schön anzusehen, sie haben auch eine Funktion.
Rosen reagieren um Einiges empfindlicher als Reben und sind deshalb anfälliger für Krankheiten. Sie dienen dem Winzer als Frühwarnsystem. Sind sie gesund, ist alles in Ordnung. Sind sie krank und haben z.B. Mehltau, wird den Reben vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt.
„Man“ ist in Alarmbereitschaft um präventiv handeln zu können. Der Winzer weiss die Überempfindlichkeit der Rosen zu schätzen und daraus einen Vorteil zu ziehen.
http://grüneliebe.de/rosen-und-weinreben-die-perfekte-kombination/

Ein anderes Beispiel.
Früher wurden Kanarienvögel in Käfigen mit unter Tage genommen. Sie dienten als Gradmesser für die Luftqualität im Stollen. Auch hier hat sich der Mensch die Empfindlichkeit von Lebewesen zu Nutze gemacht, und die Befindlichkeit der kleinen gelben Vögel unter extremen Bedingungen sehr ernst genommen. Kippten diese von der Stange, wussten die Arbeiter, dass die Luft so schlecht ist, dass es Zeit war, den Stollen zu verlassen. Ignoranz oder das Verhalten der Tiere zu missachten, wäre tödlich gewesen.

Was haben die Rosen in den Reben und die Kanarienvögel unter Tage mit MCS zu tun?

MCS heisst multiple chemical sensitivity. Menschen, die an dieser Umweltkrankheit leiden, reagieren früher als andere auf geringste Spuren von Chemikalien oder Schadstoffen mit schweren körperlichen Symptomen. Man könnte auch sagen, das empfindliche Gleichgewicht in ihrem Körper reagiert bei geringster Belastung, dies vor allem oft auch deshalb, weil die Bedingungen in der Umwelt schon ziemlich prekär sind. Handelt der von dieser MCS, auch Umwelterkrankung genannt, Betroffene nicht umgehend auf die ersten Symptome, kann es schwerwiegende Folgen haben.

Weltweit gibt es mittlerweile Millionen die mit zunehmender Intensität unter solchen Symptomen leiden. Es werden immer mehr und doch sind es offensichtlich noch viel zu wenige, um dem Thema endlich die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Die Menschen erkranken, neben ihren etwas robusteren Zeitgenossen, bekommen von Umweltgiften schwere körperliche Beschwerden und kippen oft förmlich von der Stange und, ja, und das ist leider eine traurige Tatsache, kann die Überbelastung des Körpers schon Mal zu einem multiplen Organversagen führen.
Doch kaum jemanden scheint das zu interessieren. Im Gegenteil. Oft werden solche Menschen mitleidig als „überempfindlich“ bezeichnet.
In den westlichen Ländern werden hochsensible Menschen als minderwertig gesehen, geringschätzig betrachtet und als „zu schwach“ bezeichnet. In anderen vor allem in den östlichen Kulturen, wie z.B. in China werden sie hoch geschätzt. Auszug aus nachfolgendem Link:
„In den meisten Kulturen, so die Psychologin Elaine Aron, hatten sensible Menschen ihren angestammten Platz, waren sie die eine von zwei Führungsklassen. In alten Zeiten waren sie Priester oder königliche Berater, während die anderen sich als Herrscher und Krieger hervortaten. Heute aber, so Aaron weiter, „erobern in den westlichen Kulturen die Nichtsensiblen immer mehr Terrain.“ In China etwa wird den Hochsensiblen Schülern höchste Achtung entgegengebracht, während sie in Kanada ganz unten in der Hierarchie der Schulklasse stehen. Für das Verdrängen der Hochsensiblen bezahlt jede Gesellschaft früher oder später einen hohen Preis.“
https://www.visionsschmiede.ch/images/coaching/hochsensibilitaet-hsp.pdf

In Amerika und den englischsprechenden Ländern werden Umwelterkrankte sehr oft auch Canaries genannt, weil sie als Frühwarnsystem gesehen werden. Sie sagen allen anderen Menschen etwas ganz Wichtiges.

Der Winzer inspiziert die Rosen, reagiert auf deren Symptome und handelt. Er kann es sich nicht leisten, so lange zu warten, bis alle Rosenstöcke mit Mehltau befallen sind.
Der Stollenarbeiter achtet auf den Kanarienvogel und seine Befindlichkeit, und handelt, um sein Leben nicht aufs Spiel zu setzen.
Wann handelt die Politik und die Medizin ernsthaft auf die Umweltkrankheit MCS?
Wie lange müssen wir darauf noch warten?

Jedes Jahr im Mai, melden sich MCS-Betroffene, also die Rosen und Kanarienvögel unter den Menschen, wieder vermehrt, um über die Krankheit MCS aufzuklären. Denn die Erfahrungen von Umwelterkrankten mit Umweltgiften nicht ernst zu nehmen, zu belächeln oder zu missachten, kann die Gesundheit aller gefährden. Das weiss man schon seit 1948, als Dr. Theron Randolph entdeckt hat, dass nicht die Lebensmittel „Allergien“ auslösen oder nicht vertragen werden, sondern die Chemie, mit denen diese behandelt werden.
http://www.blog.dr-merz.com/?p=218

Wenn das empfindliche Gleichgewicht in der Umwelt und im Menschen gestört ist, dann sollte das alle anderen Menschen in Alarmbereitschaft setzen.

MCS-Betroffene haben ein Frühwarnsystem

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. aus Gülle/Jauche.
https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/dahlem/gesundheitsgefahr-durch-duengung-haeufig-probleme-mit-magen-und-darm-2176640

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. auf Duftstoffe.
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-02/schadstoffbelastung-feinstaub-gase-chemieprodukte?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.facebook.ref.zeitde.share.link.x&utm_medium=sm&utm_source=facebook_zonaudev_ext&utm_campaign=ref&utm_content=zeitde_share_link_x
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/allergie/oeko-test-untersucht-parfums-diese-parfums-koennen-allergien-ausloesen-und-die-leber-schaedigen_id_5121308.html
https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/welche-duftstoffe-stehen-im-verdacht-allergien

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. in Zahnfüllungen.
http://www.mensch-und-zahn.de/40857/41637.html
http://www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/zahnmedizin/allergien-und-unvertraeglichkeiten/lymphozytentransformationstest-ltt.html

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Inhaltsstoffe, z.B. in Waschmitteln/Weichspülern.
http://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_81806742/gesundheitsrisiko-finger-weg-von-weichspuelern.html

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. auf Ausgasungen
aus Laserdruckern.
https://www.ktipp.ch/artikel/d/filter-gegen-feinstaub-im-buero/?fbclid=IwAR2ndNXatlheunCFQGgu9I1CA9-zR1pW48MvI1yqNb40JdQY0wHRey26Z0o
https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/blauer-engel-giftige-drucker-100.html
http://www.mdr.de/mediathek/video-147002_zc-89922dc9_zs-df360c07.html

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. Konservierungsstoffe/
Aromastoffe/Farbstoffe in Lebensmitteln.
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/e-nummern-ueberblick-bei-diesen-zusatzstoffen-ist-vorsicht-geboten-a-1039053.html
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77148/Titandioxid-Nanopartikel-Wie-gefaehrlich-ist-E-171-fuer-Darmpatienten

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. in Kosmetika.
https://www.heise.de/tp/features/Putzmittel-oder-Kosmetikartikel-tragen-zur-Luftverschmutzung-bei-3971873.html
https://www.test.de/Mineraloele-in-Kosmetika-Kritische-Stoffe-in-Cremes-Lippenpflegeprodukten-und-Vaseline-4853357-0/

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. in Wohnmaterialien.
https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article117785027/Diese-Schadstoffe-lauern-in-Wohnungen-und-Haeusern.html

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. aus Verpackungen.
https://www.nzz.ch/schweiz/gesundheit-dutzende-schaedliche-substanzen-in-lebensmittel-verpackungen-erlaubt-1.18353133

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf schädliche Weichmacher, die fast überall drin sind!
https://www.global2000.at/pvc-gesundheitsschaedliche-weichmacher

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. in Medikamenten.
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Gefaehrliche-Schmerzmittel,paracetamol104.html

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. auf
Pestizide/Insektizide/Biozide in unseren Lebensmitteln
http://hmjaag.de/pestizide/
https://www.global2000.at/publikationen/pestizidabdrift-vom-winde-verweht
https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/mehr-nervengift-in-spargel-milch-und-fleisch/

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Strahlen, z.B. aus
Handys/PC/Sendeanlagen.
https://swissharmony.ch/elektrosmog-ist-schaedlich/

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auch auf natürliche Allergene, z.B. auf Terpene.
Sie sind Allergieauslöser.
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/Bicycl_Terpene.pdf

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere auf Giftstoffe,
z.B. Arsen in Reis.
https://www.nzz.ch/wissenschaft/medizin/mit-arsen-belastete-lebensmittel-experten-warnen-vor-zu-viel-reis-ld.87832

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe in der Atemluft,
z.B. aus Feuerwerkskörpern.
http://www.gerstel.ch/de/GA41-Feuerwerk.htm

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. Glyphosat.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77358/Landesaerztekammer-Baden-Wuerttemberg-warnt-vor-Glyphosat

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. in Desinfektionsmitteln.
http://www.stern.de/gesundheit/allergie/erkrankungen/berufsbedingte-allergie-wenn-die-arbeit-krank-macht-3360976.html
http://www.spektrum.de/alias/dachzeile/sauber-sauberer-krank/1019981

MCS-Betroffene
reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. auf Feinstaub.
https://www.svlw.ch/499-feinstaub-in-innenraeumen
https://www.heise.de/tp/features/Putzmittel-oder-Kosmetikartikel-tragen-zur-Luftverschmutzung-bei-3971873.html
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=66704
https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/warum-ist-feinstaub-schaedlich-fuer-den-menschen

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. auf Lösungsmittel.
http://www.stern.de/gesundheit/allergie/erkrankungen/msc—oeko–und-sick-building-syndrom-wenn-die-umwelt-krank-macht-3862774.html

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf schädliche Pilze/Sporen, z.B. aus Schimmel.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76547/Schimmelpilze-Nicht-nur-im-Essen-eine-Gefahr?utm_source=dlvr.it&utm_medium=gplus

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, z.B. in Textilien,
z.B. Formaldehyd.
https://www.welt.de/gesundheit/article13673320/Gefaehrlicher-Chemikalien-Cocktail-in-Textilien.html
https://www.saldo.ch/artikel/d/wenn-kleider-krank-machen/

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe in Lebensmitteln, wie z.B. Acrylamid.
https://www.rtl.de/cms/reiswaffeln-enthalten-arsen-cadmium-und-acrylamid-anbieter-reagieren-auf-kritik-2053549.html

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe in Antihaftbeschichtungen wie z.B. Teflon PTFE/PFOA:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/teflon-ia.html?fbclid=IwAR0-1qeT2TIvR3ZS8h4BqcZScJ2SW5p1LL3URXmIG7KdbeinQUl6eqBNeFo

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf schädliche Stoffe, die beim Grillen entstehen,
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe.
https://www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/gesundessen/5434354/SCHADSTOFFE-GEHEN-UNTER-HAUT_Forscher-entdecken-gefaehrliche?xtor=CS1-15

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf flüchtige organische Verbindungen.
https://www.lungenliga.ch/de/die-lungen-schuetzen/luft-gesundheit/voc.html

MCS-Betroffene reagieren früher als andere
auf die schädlichen Auswirkungen von Ozon
https://www.apotheken-umschau.de/Umwelt/Wie-Ozon-der-Gesundheit-schadet-228999.html

MCS-Betroffene reagieren mit schweren körperlichen Symptomen auf geringste Spuren
von Umweltschadstoffen. FLUCH oder SEGEN? Mittlerweile darf man davon ausgehen,
dass diese Krankheit doch auch ein Segen ist, denn ich bin gezwungen all diese Stoffe so gut wie
möglich zu meiden, denn sie sind … leider giftig!
https://www.focus.de/magazin/archiv/wissen-leider-giftig_id_9591514.html?fbc=fb-shares&fbclid=IwAR0P9vWbRR9BTsINPG7omWP_XsJ3aOM-tcLzrqcMW38JdzTk1qdcBkmVI4M

Weitere Links zu diesen Themen:

https://www.swr.de/abgasalarm/luftschadstoffe-stickoxide-welchen-anteil-hat-der-verkehr/-/id=18988100/did=20682692/nid=18988100/ai23qt/index.html

https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/714778.html

Flüchtige organische Verbindungen verschmutzen die Luft

https://www.sciencedaily.com/releases/2018/02/180216084912.htm

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=74362

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fluechtige-organische-verbindungen-deos-und-parfuems-verschmutzen-die-luft-a-1193760.html

https://www.focus.de/wissen/klima/gefahren-durch-haushaltsprodukte-fluechtige-organische-verbindungen-alltaegliche-sprays-verschmutzen-die-luft_id_8478418.html?fbc=fb-shares

https://www.uibk.ac.at/newsroom/der-geruch-der-stadt.html.de

Chemiecocktail Kosmetikprodukte:
https://www.global2000.at/publikationen/kosmetik-check-2013

ZUGUTERLETZT
Humor ist wenn man trotzdem lacht, heisst es.
Auch wenn uns MCS-Betroffenen des Öfteren einmal das Lachen vergeht, so sind wir denn doch nicht humorlos.
Ja, wir stänkern oft, wenn es uns stinkt auch wenn wir uns bewusst sind, dass wir niemandem verbieten können, Parfüm zu tragen. Aber vielleicht, in vielen Jahren, wenn allen klar ist, dass nicht nur Zigarettenrauch schädlich ist, sondern auch die Duftwolken von denen wir überall umgeben sind, dann gibt es vielleicht auch einmal ein Duftstoffverbot, sowie es Rauchverbote gibt; denn Duftstoffe benebeln im wahrsten Sinne des Wortes, und was der Wirtschaft längerfristig durch solch benebelte Mitarbeiter verloren geht, das lässt sich heute nur erahnen.
In nachfolgendem Artikel hat jemand, der sicher nicht von MCS betroffen ist, das Stänkern auf Hochglanz gebracht und ich habe mich köstlich amüsiert.
So hoffe ich denn, dass es dem einen oder anderen MCS-Betroffenen doch auch einen Lacher entlockt. 🙂
https://bellevue.nzz.ch/mode-beauty/bildstrecke/parfums-zum-davonrennen-die-scheusslichsten-maennerduefte-ld.1326085

Umwelterkrankte sind körperlich schwer kranke Menschen und nicht psychisch krank!

Die Missachtung der Anerkennung dieser Krankheit ist eine schwere Belastung für die Betroffenen, wird aber weiterhin erfolgreich betrieben.

Fakt ist: Der Körper von MCS-Betroffenen kann mit den unzähligen Schadstoffen in der Umwelt nicht mehr umgehen. Betroffene müssen strikte die für sie unverträglichen Stoffe meiden, damit sie einigermassen beschwerdefrei sind. MCS-Erkrankte haben sich diese Krankheit nicht ausgesucht. Sie verzweifeln oft genug daran, dass sie von gewissen Stoffen krank werden.
Keinem der Betroffenen macht es Spass, sein Dasein weitab vom normalen Leben zu fristen.
Eine Umkehr gibt es schlicht und einfach nicht. Einmal von etwas zu viel abbekommen und nichts geht mehr. Man kann, wenn überhaupt, nur noch die Symptome lindern.

Wie ein Querschnittgelähmter nicht psychisch krank ist, sondern „nur“ auf einen Rollstuhl und eine barrierefreie Umgebung angewiesen, damit eine gewisse Teilhabe an der Gesellschaft noch möglich ist, so sind MCS-Betroffene „nur“ Menschen mit Einschränkungen und besonderen Bedürfnissen, damit es im Kontakt mit anderen klappt.

Die Abwehrhaltung und Beschwichtigungstaktiken gegenüber dieser Krankheit, die man bei Ärzten, Psychiatern, Politikern und im persönlichen Umfeld erfährt, wo meist in dem Sinne argumentiert wird, dass es zu einer Schuldzuweisung führt:
„sind die Schadstoffe zu stark, bist du zu schwach“, womit die Beschwerden ins Lächerliche gezogen werden, man den Vorwurf hört, man bilde sich alles nur ein oder es sei alles nur psychisch, verstossen meines Erachtens gegen ein wesentliches Recht des Menschen, nämlich, dass man ihm zuhört, in ernst nimmt und in gutem Treu und Glauben darauf vertraut, dass er die Wahrheit sagt.
Ernsthafte Abklärungen sind von Nöten. Die kategorische Ablehnung und Ignoranz der Krankheit hilft jedoch nicht! Denn niemand ist aus Spass so krank und wohl niemand ist so blöd, dass er sich eine Krankheit selbst aussucht, die ihn so massiv einschränkt und ihm alles verwehrt, was ein unbeschwertes Leben ausmacht.

Es wäre einfach, MCS-Betroffenen bzw. Umwelt- und Multisystemerkrankten adäquat zu helfen:

Ärzte müssten die Problematik endlich ernst nehmen.
Sie müssten den Betroffenen zuhören, die diversen Berichte und Erfahrungswerte von Umweltmedizinern lesen und begreifen lernen, dass es diese Krankheit gibt, in der gewisse für den Einzelnen unverträgliche Auslöser ihn krank machen. Ohne diesen Rückhalt, sind Betroffene sich selbst überlassen. Die Symptome sind oft sehr massiv, fühlen sich lebensbedrohlich an, sind es manchmal auch und sie machen Angst.
Die gesundheitlichen Probleme kommen nach den Expositionen.
Ohne Expositionen sind die Betroffenen beschwerdefrei.

Psychiater müssten endlich eingestehen, dass MCS KEINE psychische Erkrankung ist;
Das wäre ein wichtiger Rückhalt für die Patienten, wodurch die Massenpsychiatrisierung einer gewissen Gruppe von Erkrankten und dadurch die Stigmatisierung in der Gesellschaft vermieden werden kann.
Sie müssten anerkennen,
dass wissenschaftlich erwiesen ist, dass Allergene und Schadstoffe entzündliche Prozesse im Körper auslösen und diese dauerhafte Belastung zu Depressionen führt, nebst all den anderen Symptomen, unter denen MCS-Betroffene leiden, die zudem fälschlicherweise oft als somatoforme Störung bezeichnet werden.
Es liegt keine somatoforme Störung vor, wenn man ohne Auslöser beschwerdefrei ist.
Das ständige Hinterfragen, was denn zuerst da war, das Huhn oder das Ei (die Depression oder MCS und umgekehrt), ist mühsam und kann im Fall von MCS eindeutig belegt werden.
Ohne Auslöser keine depressiven Verstimmungen. (Veränderung der Psyche durch Gifte die auf die Nerven gehen)
Ein Rückhalt durch wahr nehmen, ernst nehmen und anerkennen der Krankheit MCS,  würde die Patienten stärken und man könnte zusammen etwas verändern oder nach Lösungen suchen.

Politik und Medizin sollten diese Krankheit endlich als Tatsache ansehen und Ärzte, Psychiater, Rentenanstalten, Arbeitsämter, Behörden und die Verantwortlichen in der Wirtschaft informieren.
So könnten sowohl im medizinischen Bereich durch gezielte Abklärungen und Aufklärungen, wie auch bei den Psychiatern durch unnötige Behandlungen, Kosten gespart werden. Die Wirtschaft könnte angehalten werden, Arbeitsplätze zu schaffen, wo Betroffene trotz ihrer Einschränkung arbeiten können. Die Rentenanstalten sollten so souverän sein, den Ärzten zu vertrauen, die ihre Patienten schon über viele Jahre begleiten. Dazu gehört, dass sie die Arztberichte der Antragssteller ernst nehmen und nicht alles in Frage stellen, was der Patient schon an Ärzten aufgesucht und an Behandlungen absolviert hat und den jahrelangen freiwilligen Ärztemarathon der Patienten zwangsweise fortsetzen.
Niemand ist zum Spass krank! Rentenanstalten sollten hinter den Betroffenen (ihren Versicherten) stehen, sie ernst nehmen, unterstützen, und im Wissen über MCS und die damit verbundenen Einschränkungen mit der Wirtschaft zusammen arbeiten, so könnten Arbeitsplätze oder Bedingungen „geschaffen“ werden, die für Betroffene zumutbar sind, wodurch Eingliederungsmassnahmen zumindest eine Chance hätten, auch wenn ein Restrisiko bestehen bleibt.
Es müssten weniger aufwendige Abklärungen durchgeführt und allenfalls auch weniger Renten ausbezahlt werden.

***

MCS ist eine Krankheit die seit 1948 bekannt ist.

Das Nicht-ernst-nehmen von MCS, dass es belächelt wird, dass es auf die Psyche geschoben wird, zermürbt die Patienten, macht sie zusätzlich zur Perspektivlosigkeit die diese Krankheit früher oder später mit sich bringt krank und führt sie oft in die totale Erschöpfung, woraus dann eine richtige Depression und Arbeitsunfähigkeit entsteht. Wen wundert’s!
Diese Depression ist dann aber „hausgemacht“ und hätte vermieden werden können, denn sie ist die Erschöpfung in der Summe von Unverständnis, Stigmatisierungen und Kränkungen, für die viele im Umfeld von Betroffenen mitverantwortlich zeichnen, weil sie die Erkrankten oft über Jahre, in welcher Form auch immer, nicht ernst genommen und an den Pranger gestellt haben.

Niemand hält es psychisch auf Dauer durch, als Simulant und folglich als „Lügner“ bezeichnet zu werden.
Rufmord ist eben auch Mord. Um davor geschützt zu sein, müssen Betroffene sich zusätzlich zum Vermeiden der Auslöser auch noch sozial isolieren.

Es ist schlicht und einfach eine Schande, was mit MCS-Erkrankten (immer noch) passiert und ich weiss, es ist gewagt diesen Vergleich zu ziehen, aber die Stigmatisierung von Menschen mit Umwelt- bzw. Multisystem-erkrankungen ist für die Betroffenen gefühlt der Holocaust des 21. Jahrhunderts, denn das führt sie in einen unmenschlichen Kampf ums Überleben!

zu alt, zu krank, zu anstrengend = wertlos?

Allen die glauben, über Sozialhilfeempfänger und Invalidenrentenbezüger herziehen zu müssen sei Folgendes gesagt:

Die Wirtschaftslage hat sich verändert.
Menschlichkeit kann man sich nicht mehr leisten!
Wertvorstellungen haben sich verschoben.

Ich habe in einer Zeit gearbeitet, in der Dienstleistungsbereitschaft, Ehrlichkeit, Pflichtbewusstsein, hohe Einsatzbereitschaft, Loyalität gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten und Freundlichkeit gegenüber den Kunden sehr geschätzt wurde. Das war meine Einstellung zur Arbeit und daran hat sich nichts geändert.
Einzig meine gesundheitlichen Einschränkungen machen mich zum „Risikofaktor“ und uninteressant für den Arbeitsmarkt.

Wenn ich heute so erlebe, was da alles „einen Job hat“ und mit welcher Einstellung dieser oft ausgeführt wird, dann ärgere ich mich darüber, dass ich all meine guten Eigenschaften nun auf dem Sozialamt und bei der Rentenanstalt verschwenden muss, weil ich für die Wirtschaft zu alt, zu anstrengend und zu krank bin, und kein Arbeitgeber bereit war, mir im Hinblick auf meine Fähigkeiten, einen Arbeitsplatz einzurichten, der geeignet gewesen wäre, trotz der körperlichen Einschränkungen einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Jetzt muss ich mich mit Versicherungen und Ämtern herumschlagen, deren Mitarbeiter oft nichts anderes tun, als mich in meiner Glaubwürdigkeit prüfen und dabei die vielen Diagnosen von diversen Fachärzten in Frage stellen, weil sie angehalten sind, Renten- oder Unterstützungszahlungen möglichst zu vermeiden.
Versicherungen und Sozialämter sind keine Wohltäter, sondern Kostenträger, die alles daran setzen müssen, die Unkosten so niedrig wie möglich zu halten. Wer glaubt, dass einem dort irgend etwas geschenkt wird, der irrt gewaltig. Bis eine Rente von der Invalidenversicherung gutgesprochen wird, geht man durch diverse Schikanen und Gutachten (es ist kräftezehrend, nervenaufreibend, zermürbend und macht noch kränker) und alles was man vom Sozialamt an Unterstützung bekommt, muss irgendwann zurück bezahlt werden. Man macht dort „nur“ zinsfrei Schulden. Wer glaubt das macht Spass, der war wohl selbst noch nie in einer Situation in der er auf Hilfe angewiesen war.

Wie viel einfacher wäre es, einen Arbeitsplatz zu haben, wo man seine Talente und Fähigkeiten einbringen und sein Wissen anwenden kann, eventuell wohlwollendes Feedback und Anerkennung für seine Leistung bekommt, und dafür noch bezahlt wird.

Wo ein Wille ist, ist nicht immer ein Weg des Arbeitnehmers, wenn man in diesem Willen, auf die Bereitschaft
und den Willen des Arbeitgebers angewiesen ist.

Denkt bitte daran, bevor ihr ein Urteil fällt!