Duftstoffe können krank machen!

Solltet Ihr ständig unter diffusen Beschwerden leiden, wie z.B. Muskel- und Gelenkschmerzen, Migräne, Magen- Darmbeschwerden, Probleme mit den Atemwegen, Juckreiz auf der Haut, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, grippeähnliche Symptome, ständig belegte Stimme, Schlafstörungen usw. dann solltet Ihr Euer Leben überdenken.
Duftstoffe bzw. die Chemikalien mit denen sie hergestellt werden (Benzyl Alkohol, Toluol, Terpentinöl, Moschus-Keton, Diethylphthalat, p-Cymol, 4-Vinylphenol usw.) können schwere gesundheitliche Schäden anrichten. Das solltet Ihr einfach wissen.

Sie hängen lange in der Luft und kleben förmlich dort wo sie sich niederlassen. Viele Hersteller von Waschmitteln, Weichspülern, Kosmetikprodukten und Parfüms werben damit, dass Düfte lange zu riechen sind. All das gelangt aber durch Eure Nase, Euren Mund und Eure Haut in Euren Körper. Sie bleiben dort haften, setzen sich auf Euren Schleimhäuten fest und dringen in Euren Körper ein. So gelangen sie,  in geringsten Spuren zwar, aber an einem Tag sammelt sich da ziemlich was zusammen, in den Verdauungstrakt und in die Blutbahn. Es ist ein schleichender Vergiftungsprozess und endet mit einem riesigen Chaos im Körper. Die Verdauungsorgane, die ja im Mund beginnen, sind empfindliche Schleimhäute, die durch solche Stoffe gereizt werden und sich entzünden können. Dazu kommt, dass viele Produkte mit Stoffen belastet sind, z.B. Zahnpasten (Emulgator Polyethylenglykol), die die Schleimhäute durchlässiger machen, dazu gehören auch die Stickoxide aus Autoabgasen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Auch der Darm leidet und wird durchlässiger für andere Schadstoffe (Leaky-Gut-Syndrom).

Duftstoffe, die in Parfüms, Lufterfrischern, Kosmetika, Waschmitteln usw. in hohen Mengen vorkommen, sind zum Teil hoch toxisch, krebserregend, sie schädigen die Nieren, das Nerven- und Immunsystem und hemmen oft wichtige Entgiftungsenzyme in der Leber. Sie wirken als Chemo-Sensibilisierer. Kurz gesagt, sie gefährden schlicht und einfach unsere Gesundheit. Ein Parfüm besteht aus einem Cocktail an giftigen Stoffen, die zum grossen Teil noch nicht einmal getestet sind. Was schert die Duftstoffindustrie Eure Gesundheit! Ein Parfüm ist nicht lebensnotwendig, also wird den Inhaltsstoffen keine grosse Beachtung geschenkt. Die „Konsumindustrie“ geht ja schon mit unseren Lebensmitteln nicht zimperlich um (Lebensmittelzusatzstoffe). Da braucht man gar nicht darüber nachdenken, was die mit Artikeln machen, die nicht der Lebensmittelverordnung unterliegen, wo wenigstens noch ein bisschen kontrolliert wird. Ihr seid also selbst Schuld, wenn Ihr das Zeug mit den Duftstoffen verwendet und es euch krank macht. Nur wird Euch das keiner sagen. Es geht ganz einfach nicht um Eure Gesundheit, sondern ums Geld.

Überlegt einmal: Würdet Ihr Eurer Parfüm trinken wollen? Nein?
Warum sprüht Ihr es dann auf Eure Haut? Die Haut ist das grösste Organ des Menschen!
Warum atmet Ihr es dann freiwillig ein? Ihr hüllt Euch in eine Duftwolke, die euch den ganzen Tag umgibt (sie wird ständig eingeatmet) und mit der Ihr sogar noch im Freien die Atemluft kontaminiert. Die Chemikalien dringen in Euren Körper, in Eure Lungen und gelangen von dort in die Blutbahn. Und weil die meisten Duftstoffe und ihre Trägerstoffe nicht wasserlöslich, sondern fettlöslich sind, gehen sie auch beim Duschen nicht komplett weg. Abgesehen davon, Ihr duscht euch Stunden nach dem Auftragen des Parfüms und das tut ihr wahrscheinlich auch noch mit einem Duschgel, das wiederum Duftstoffe und schädliche Chemikalien enthält. Ihr müsstet Euren Körper mit reinem Öl einreiben, um die Chemikalien aus der obersten Hautschicht zu lösen. Aber dann ist es zu spät, denn diese sind schon lange durch Eure Haut in die Blutbahn gewandert. Dasselbe passiert auch, wenn Ihr den Duft „nur“ auf Eure Haare oder auf Eure Kleider sprüht. Ihr atmet es ein und das stundenlang. Dass das nicht gesund ist, wissen viele schon und es gibt unzählige Warnungen. Ein paar wenige Links dazu am Schluss des Artikels.

In den USA wird seit Jahren schwangeren Frauen bereits geraten, auf Ihr Parfüm während der Schwangerschaft zu verzichten, denn in Embryos wurden Stoffe nachgewiesen, die in Parfüms enthalten sind, die von der Mutter verwendet wurden. In einigen Ländern gibt es sogar ein Verbot von Duftstoffen in öffentlichen Gebäuden. Und dies nicht ohne Grund!

Wisst Ihr wie viele Chemikalien und toxische Stoffe in solchen Düften stecken? Seid Ihr Euch bewusst, wie Eure Atemluft in Eurer Wohnung mit Düften und Chemikalien belastet wird?
Nur ein Beispiel: Ihr verwendet in Eurem Haushalt Produkte wie Waschmittel, Weichspüler, Reinigungsmittel, Geschirrspültabs, Luft“erfrischer“, Parfüm, Shampoo, Seife, Duschgel, Körperlotion, Deodorant, Möbelpolitur, Entkaltungsspray und vieles mehr, und die meisten täglich. Ihr wascht euch damit, verwendet es für die Körperpflege, putzt damit, „erfrischt“ die Luft, reinigt den Teppich, wascht Eure Wäsche usw. In all diesen Artikeln sind viele Chemikalien und Duftstoffe enthalten. Sie sind in Eurer Atemluft und setzen sich auf Eurem Körper, in Euren Kleidern, Haaren, Teppichen, Vorhängen usw. ab. Dort bleiben sie lange haften und sie sind schädlich!
Ihr glaubt, was gut riecht kann nicht schädlich sein? Irrtum!

Solltet Ihr also unter diffusen Beschwerden leiden, dann macht doch einmal den Test. Verwendet mindestens einen Monat lang Produkte ohne Duftstoffe. Lasst alles weg, was Duftstoffe enthält und achtet zudem auf verträgliche Inhaltsstoffe. Wenn es Euch dann besser geht, habt ihr eine Erkenntnis gewonnen und etwas für die Umwelt getan, denn das Zeug gefährdet nicht nur Eure Gesundheit, sondern belastet auch die Umwelt. Es gelangt jeden Tag in unglaublichen Mengen in die Luft und in die Abwässer. Das ist ein Bumerang, der immer wieder zu uns zurück kommt. Die Kläranlagen schaffen es schon lange nicht mehr, all die Chemikalien aus dem Wasser zu filtern. Nur sagt uns das niemand. Die Anlagen für Abwasserreinigung werden einfach mit Millionenbeträgen aufgerüstet (was der Steuerzahler berappt) bis zur nächsten Erkenntnis, dass nichts mehr geht; denn jährlich erfindet die Chemieindustrie Tausende von neuen Stoffen, deren Wirkung auf die Umwelt und Schädlichkeit noch niemand voraussehen kann und die wiederum speziell gefiltert werden müssen. So gehen Tonnen von giftigen Chemikalien jetzt schon alleine durch die Haushalte tagtäglich in unsere Abwässer und es werden immer mehr. Reste davon befinden sich in unserem Trinkwasser.

Wer eine feine Nase hat, hat vielleicht schon einmal beobachtet, dass es nach Waschmittel riecht, wenn er an einem Fluss spazieren geht. Das Auge sieht dann unter Umständen auch noch die Schauminseln die auf den Flüssen schwimmen oder am Ufer eines See’s hängen bleiben.

Es geht auch ohne Duft, ohne Chemie und ohne schädliche Stoffe. Es ist gar nicht so schwer. Viele Bioläden, Reformhäuser, ja sogar schon diverse Discounter verkaufen bereits duftfreie, biologische und 100% abbaubare Produkte. Aber Vorsicht! Auch hier muss man wissen, was man kauft. Wer glaubt, in Bioprodukten stecken nur natürliche Stoffe, der wird sehr oft getäuscht. So z.B. enthalten viele Shampoos, die als „bio“ verkauft werden, schädliche Inhaltsstoffe wie z.B. Sodiumlaurylsulfat und Duftstoffe die alles andere als natürlich sind. 100% reine ätherische Öle sind ebenfalls nicht unbedenklich, aufgrund ihrer Konzentration und werden zum Teil sogar als toxisch bezeichnet. Wer für sich und seine Umwelt was tun will, sollte sich informieren, die Zusammensetzungen der Produkte lesen und sich darüber informieren, was sie bedeuten.
Unter http://www.codecheck.ch könnt Ihr nachlesen, was in den Produkten enthalten ist, die Ihr verwendet. Ihr werdet staunen! Unter http://www.giftzwerg.ch kann man sich informieren, wie Gifte die Umwelt belasten.

Und hier ein paar informative Links bezüglich Duftstoffe:

http://www.allergie.de/duft-liegt-in-der-luft/
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/142648/index.html
http://www.daab.de/haut/allergie-auf-duftstoffe/

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Der ganze normale Umweltwahnsinn!

MCS – multiple chemical sensitivity – wie Umweltschadstoffe Betroffenen das Leben nehmen

Ich habe in meiner Beratungstätigkeit für MCS-Betroffene und im Austausch mit anderen Erkrankten, aufgrund deren Erfahrungswerte und meiner eigenen, so viele Geschichten erlebt und gehört, die an Tragik kaum zu überbieten sind. Oft bleibt mir nur noch ein Gedanke: „WAHNSINN!!!“

Wahnsinn was da mit Betroffenen passiert! Ein Wahnsinn wie hartnäckig sich die Meinung hält, die Krankheit sei psychisch oder Simulation; ein Wahnsinn wie Politik und Medizin sich weiter in Ignoranz üben; und ein Wahnsinn, wie Betroffene sowohl im sozialen, privaten und beruflichen Bereich oft sich selbst überlassen werden: sie leiden unter mangelndem Verständnis, folglich entsprechender Rücksichtslosigkeit und unterlassener Hilfeleistung aufgrund von Ignoranz und Stigmatisierung.

Es ist ein Wahnsinn, dass der Mensch z.B. immer noch glaubt, sich in eine Hülle von künstlichen Duftstoffen (Parfüm, Weichspüler, Duftperlen), hergestellt aus einer Vielzahl von toxischen Chemikalien, verpacken zu müssen und somit zu wandelnden Duftschleudern im Freien zu werden, wodurch die mit anderen Schadstoffen angereicherte Atemluft zu einem unerträglichen und krank machenden Chemiecocktail wird, was nicht nur für MCS-Betroffene, sondern auch für viele andere längst schon zur Belästigung, zur alltäglichen Qual geworden ist.
Es ist ein Wahnsinn, dass über Umweltschadstoffe seit Jahren berichtet, informiert und diskutiert wird, die Zahl der Ignoranten aber immer noch die Anzahl derer mundtot machen will, die davor warnen.

Es ist ein Wahnsinn, beobachten zu müssen, wie alles was dieser Planet an Natürlichem zu bieten hat, in einem beängstigenden Tempo den Bach runter geht, weil der Mensch offensichtlich mit all den künstlichen Annehmlichkeiten die die Moderne zu bieten hat, gut und gerne an seiner eigenen Zerstörung weiterhin arbeiten  und wohl nur gut duftend und schadstoffbelastet an Leib und Leben untergehen will.
Null Bock auf Umdenken und Ziehen der Notbremse! Denn solange die Politik nicht Bahnbrechendes bestimmt, wiegt sich der normale Mensch in trügerischer Sicherheit.

Die Ursachen der körperlichen Schädigung durch die eine MCS-Erkrankung ausbrechen kann sind vielfältig. Diese können sein: Impfungen (Wirkstoffverstärker), Zahnbehandlungen (Amalgam), übermässige Chemikalienexpositionen am Arbeitsplatz und zu Hause (Schadstoffe aus Möbeln, Bodenbelägen, Einrichtungsgegenständen), Medikamente (z.B. Fluorchinolone oder Paracetamol), Schadstoffe im Haus (Schimmel, Formaldehyd usw.) Insgesamt geht man dabei von Umweltschadstoffen aus, die selten Sofortschäden und eine akute Vergiftung auslösen, sondern langfristig den Körper in einem schleichenden Prozess nachhaltig schädigen bzw. vergiften, so dass er irgendwann nicht mehr in der Lage ist, nur geringste Konzentrationen von diesen Stoffen zu tolerieren.
 
Um nur ein Beispiel dafür zu nennen: Es ist mittlerweile bekannt, dass Schadstoffe wie z.B. Stickoxide die Schleimhäute durchlässiger machen:

In der Fernsehsendung Maybrit Illner, im Oktober 2018,
Der Polit-Talk im ZDF „Politische Geisterfahrt – Wer zahlt für den Diesel-Skandal?“ kommt die Umweltmedizinerin Prof. Dr. Traidl Hoffmann zu Wort. Sie erklärt welche Auswirkungen Stickoxide und andere Umweltschadstoffe auf unsere Gesundheit haben.
Auszug aus dem Gespräch (48:08 – 54:05)/Frau Prof. Dr. Traidl Hoffmann:
Stickoxide sind verantwortlich für Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien, Diabetes, die in den letzten Jahrzehnten massiv zunehmen. Wir haben heute 40% Allergiker! Stickoxide und Umweltschadstoffe machen die Schleimhäute und die Haut UNDICHT! Sie werden wie ein Sieb, durch die wiederum alle anderen Umweltschadstoffe durch dringen können
(ungefiltert!!!). Es sind Langzeiteffekte. Man entwickelt langfristig Schäden, Zitat: „vor 20 Jahren wurde ich mit Stickoxiden exponiert und ich entwickle jetzt mein Asthma oder ich entwickle jetzt mein Diabetes … das sind langfristige Effekte …“ und weiter … „… mit den Grenzwerten, das ist so eine Geschichte … jeder reagiert da unterschiedlich … bei dem anderen hälts, beim anderen nicht … jede toxische Substanz in jeder toxischen Konzentration ist schädlich, je weniger desto besser. Hinzu kommt, dass wir auch unterschiedlich empfänglich sind … wir brauchen niedrige toxische Konzentrationen … um auch unterschiedliche empfängliche Menschen, d.h. alle gleich zu schützen … es ist nicht gut, dass wir uns nur auf eine toxische Substanz konzentrieren, weil am Ende sind wir natürlich mit ganz ganz viel Substanzen exponiert … die machen alle zusammen was, die Suppe der ganzen Dinge … wir müssen die Suppe reduzieren … Diese Schadstoffe führen zu frühzeitigem Tod …
Link zur Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=Y2FkuFiN6nk&t=3267s

Anmerkung: Alle reden vom Leaky Gut Syndrom, durchlässiger Darm! Woher das wohl kommt? Es gibt noch andere Stoffe die die Schleimhäute und Haut schädigen und durchlässiger machen, wie z.B. Triclosan, Weichmacher in Zahncremen, in Plastik, und, und, und …

Dr. Rhomberg, einer der führenden Umweltmediziner in Österreich, sagt es in einem Interview so:
„die Unverträglichkeiten nehmen massiv zu. In den 70er Jahren waren diese Unverträglichkeiten extrem selten (einer von Tausend) … Die Kranken haben jetzt massiv zugenommen, also die Menschen mit manifesten Unverträglichkeiten … Hauptangriffspunkt für Umweltschadstoffe sind: Das Immunsystem, das Fortpflanzungssystem und das zentrale Nervensystem … man geht davon aus, dass die psychiatrischen Erkrankungen wie z.B. Burnout (Zitat: „erschreckend wie die behandlungsbedürftigen seelischen Störungen zugenommen haben“) auf die Umweltschadstoffe zurück zu führen sind … mit anderen Worten, der Input von Schadstoffen, über die Luft, Hautkontakt, Nahrung
führt zu diesen Krankheiten … wir führen uns die Stoffe zu, die dem Leben nicht dienlich sind … wir entfernen uns immer mehr vom Natürlichen zum Ungesunden …
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Hu8q09MVCBs&t=1555s

Das Problem ist bei Umwelterkrankungen, egal welche Therapie oder Vorsichtsmassnahme wir anwenden oder treffen (Darmsanierung, Nahrungsergänzungsmittel in uns rein stopfen, gesunde Ernährung, Giftstoffe aus dem Haushalt entfernen, Wohnung sanieren und verträglich machen, Entgiftungskuren usw. ): Es ist reine Sisyphusarbeit und nur Schadensbegrenzung, solange wir in einer Umwelt leben, die nicht gesund ist, denn mittlerweile gibt es mehr Schadstoffe um uns herum, als gesundes Leben. Leider kann wohl kaum jemand der in einem westlichen Industrieland lebt von sich behaupten, dass er in einer schadstofffreien Umgebung lebt. Diese machen auch vor Grenzen nicht halt, das Ergebnis der Umweltkatastrophen- und sünden überall auf der Welt verteilt sich mit der Luft rund um den Globus und landet mit dem Regenwasser in unseren Böden, wo wir es dann durch die Lebensmittel in uns aufnehmen, wenngleich  diese auch nicht überall in der selben Konzentration „landen“. Die Belastungen sind unsichtbar, sie sind geruchlos, sie sind die stillen Killer, die wir täglich als Chemiecocktail aufnehmen. Als die ersten Zeichen der Krankheit MCS bei mir vor 25 Jahren begonnen haben, fühlte ich mich noch wie eine mit einer äusserst seltenen Krankheit und keiner wusste Bescheid. Mittlerweile sind so viele Menschen davon betroffen und so viele, bereits auch Junge und Kinder, zeigen die ersten Anzeichen der multiplen Chemikaliensensitivität.

Die Krankheit wurde 1948 entdeckt, also vor 70 Jahren. Mittlerweile haben sich die Ursachen zum ganz normalen Umweltwahnsinn entwickelt, der offensichtlich einfach nur noch hingenommen wird. Gut möglich, dass man sich bewusst ist, dass es ohnehin bereits zu spät ist und deshalb nichts mehr unternimmt.

Die Krankheit MCS – allergisch auf das Leben, das der Mensch künstlich gemacht hat
https://www.youtube.com/watch?v=8bVdjIt72F0&fbclid=IwAR1R3LXQ_vWQZiAGJOTzHpN37jwcyfV9ASQXW2bP-Ec7jwRvB2fn4mfyhmc

MCS heisst Blue Christmas für die meisten Betroffenen

Kennst Du es aus Deiner Kindheit?
Draussen spielen die Kinder und Du musst drinnen bleiben, weil Du krank bist?
Du schaust sehnsüchtig aus dem Fenster und hoffst, dass Du bald wieder gesund bist, damit Du mit den anderen draussen spielen kannst? Hast Du Dich darüber gefreut, wenn Dich dann endlich jemand besucht hat, aber wollten Dich viele nicht besuchen, weil sie Angst hatten, dass sie sich bei Dir anstecken?

Kannst Du Dich an dieses Gefühl erinnern? Und hast Du auch so sehr gehofft, dass Du bald wieder da raus kannst, alles wieder „normal“ ist, um mit den anderen spielen zu können, und wie erleichtert und froh Du warst, als Du wieder gesund warst?

MCS ist eine Krankheit, bei der Du fast nur noch hinter dem Fenster sitzt und manchmal sehnsüchtig raus schaust, dorthin, wo das Leben sich abspielt. Es kommt kaum jemand zu Dir. Nicht sie haben Angst, dass sie sich anstecken könnten, sondern Du läufst Gefahr, dass sie eine Chemikalie in Deine Wohnung bringen, die Symptome bei Dir auslöst. Für sie ist es sehr kompliziert und oft auch sehr anstrengend, darauf Rücksicht zu nehmen.
Die Hoffnung, dass Du da wieder einmal raus kannst, ist ganz gering. Du versuchst es ab und zu, aber dann musst Du wieder viele Tage hinter dem Fenster sitzen, weil Dein Körper das da draussen nicht aushält und die da draussen haben oft keine Ahnung, wie es denen da drinnen geht, oft sind sie durchs Spielen auch zu sehr abgelenkt, um sich darüber Gedanken zu machen, solange sie selbst nicht davon betroffen sind.
Und wenn Du dann wieder raus gehst und Dich mal kurz blicken lässt, ist für sie alles in Ordnung. Da braucht man auch nicht mehr nachzufragen. Doch wenn Du immer wieder gezwungen wirst, drinnen zu bleiben, weil Du immer wieder krank bist, dann werden sie bald auch nicht mehr nachfragen. Du gehst vergessen.

MCS ist keine Krankheit die man schnell mal auskuriert und dann überstanden hat.
MCS ist immer.

Einmal mehr gibt es Dinge, die ich zu MCS erklären will, denn nach wie vor ist das Unverständnis gross, obwohl schon so viel darüber gesagt, geschrieben und berichtet wurde. Liest es vielleicht gar niemand? Will man es nicht mehr hören? Interessiert es einen nicht, wenn man nicht selbst davon betroffen ist?

MCS ist KEINE Allergie, sondern eine Umwelt- und Multisystemerkrankung. Die körperlichen Beschwerden sind ähnlich einer Allergie, aber nicht behandelbar und sie betreffen den ganzen Körper.

MCS das ist, wenn das Giftfass im Körper voll ist, weil es überlastet ist und gleichzeitig eine Entgiftungsstörung vorliegt, wodurch die Giftstoffe nicht in nützlicher Frist abgebaut werden können, weshalb ein winziger weiterer „Tropfen“ das Fass zum Überlaufen bringt und eine Kaskade von Beschwerden auslöst. Entgiftungskuren bringen oft nichts, weil bereits zu viele Umweltgifte um uns herum sind, die der Organismus der Betroffenen nicht mehr verkraften kann.

MCS ist individuell. Nicht alle Betroffenen reagieren gleich oder auf alles. Bei den einen ist es mehr, bei den anderen weniger, je nachdem welche Chemikalie oder über Jahre verwendete Stoff das Fass des Einzelnen einmal zum Überlaufen gebracht hat. Egal was der Auslöser ist, er ist aber für alle Betroffenen sehr belastend, oft auch gefährlich und manchmal sogar lebensbedrohlich.

MCS das ist, wenn der Körper auf GERINGSTE Spuren reagiert. Man stelle sich einen Tropfen Parfüm in einem kleinen See vor. So eine geringe Menge genügt oft schon, um die schweren Beschwerden auszulösen. Oft ist es nur ein Hauch von irgendwas.

MCS, das ist wenn jemand aus Rücksichtnahme auf eine betroffene Person seine Haare mit einem duftfreien Shampoo gewaschen hat und der/die Betroffene reagiert trotzdem drauf, weil darin ein Konservierungsstoff enthalten ist, der durch die Körperwärme in die Luft abgegeben wird.

MCS, das ist wenn Betroffene BIO essen und ihr Körper sagt, dass es DEMETER sein muss.

MCS Betroffene reagieren nicht NUR auf Duftstoffe in der Luft, auch wenn das für viele eines der Hauptprobleme ist, weil man dem überall ausgesetzt ist. Sie reagieren grundsätzlich auf fast alle Chemikalien oft aber auch auf natürliche Stoffe wie z.B. Terpene in Hölzern (Möbel, Spaziergang im Wald), natürliche ätherische Öle, weil diese durch ihre hohe Konzentration toxisch sind und z.B. auch auf Kakao/Schokolade, weil darin der natürliche Stoff Theobromin enthalten ist, der eigentlich giftig ist, aber von Gesunden problemlos abgebaut werden kann. Theobromin ist für Hunde übrigens tödlich, weil auch der Stoffwechsel von Hunden nicht in der Lage ist, den Stoff abzubauen.

MCS das ist, wenn eine betroffene Person ein Geschenk auspackt, und es ihm den Atem raubt, weil es nach dem Parfüm des Absenders riecht, auch wenn dieser in dem Moment als er das Geschenk eingepackt hast grad kein Parfüm getragen hat. Die Duftmoleküle von Produkten mit Duftstoffen wie Parfüm, Waschmittel, Weichspüler, Duftkerzen und all der andere Dinge die in einem normalen Haushalt verwendet werden, lagern sich überall in der Wohnung ab.

MCS das ist wie Leben in einem Gefängnis, aber nicht weil man was verbrochen hat, sondern weil man dort SICHER ist.

MCS heisst Verzicht auf ein normales Leben, Verlust von Freunden, Familie. Soziale Kontakte sind kaum mehr möglich.

MCS bedeutet schlussendlich fast immer Verlust der Arbeit und dadurch entstehen finanzielle Probleme.

MCS macht es einem fast unmöglich, irgendwo Ferien zu machen oder Freizeit zu leben, weshalb viele Betroffene seit Jahren nichts mehr ausserhalb ihrer 4 Wände erlebt haben, was die Bezeichnung Erholung verdient hätte. Auch Theater, Konzerte, Kino usw. kann man schlicht und einfach vergessen.

MCS bedeutet Einzelhaft mit kontrolliertem Freigang.

MCS das ist, wenn einen die Menschen für verrückt erklären, weil man so natürlich wie möglich leben MUSS.

MCS das ist, wenn man grad noch klar im Kopf war und durch einen Duftstoff nichts mehr auf die Reihe bekommt und sich vorkommt, als wäre man schwerst dement.

MCS, das ist wenn man ein neues Kleidungsstück kauft und es so lange waschen muss, bist alle Chemikalien restlos ausgewaschen sind. Oft gelingt das gar nicht, denn gewisse Materialien saugen diese Stoffe regelrecht auf und sie haften dort ewig. Das ganze Verfahren von neuen Produkten verträglich machen, ist sehr zeitaufwendig und kostspielig.

MCS heisst, wenn man seinen Einkauf zuerst auf dem Fensterbrett oder im Garten auslüften muss, bevor man ihn in der Küche in die Schränke räumt, weil die Verpackungen nach den Duftstoffen riechen, die im Geschäft aus den Waschpulver-, Kosmetik- und Duftkerzenregalen auf die Lebensmittel strömen.

MCS heisst, dass man gesalzene Bionüsse kauft und man sie trotzdem nicht essen kann, weil das Salz ein Antiklumpmittel enthält.

MCS heisst, dass wenn man einen Unfall hat, wo es um Leben und Tod geht, die medizinische Versorgung den Tod bedeuten könnte, wenn die Krankheit nicht 100% ernst genommen wird und man ein Medikament verabreicht bekommt, das unverträglich ist (das sind die meisten).
(Deshalb wäre es so wichtig, dass MCS endlich anerkannt ist und mehr Informationsarbeit geleistet wird, damit Arzt, Sanitäter und Pflegepersonal eine Ahnung haben, worum es geht. In vielen Ländern ist das noch nicht der Fall.)

MCS das ist, wenn man gestern noch eine betroffene Person „gesund“ beim Einkaufen gesehen hat und diese die nächsten Tage nicht mehr unter Leute kann, weil sie die Nebenwirkungen von gestern abfangen muss. Dies ist nur durch striktes Meiden aller Auslöser möglich. Alles andere würde zum körperlichen Supergau führen.

MCS, darüber sind sich Fachleute einige, ist eine der schwersten Krankheiten, die wir kennen, ja schwerer noch als Krebs, weil MCS nicht behandelbar ist, kein normales Leben mehr möglich ist, Betroffene enorm eingeschränkt sind, Kontakte auf ein Minimum reduziert sind und sie nicht mehr am Leben teilhaben können. Alles was Ablenkung bringen, Freude machen und das Immunsystem stärken würde ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Aber nicht nur, dass das alles nicht mehr möglich ist, Betroffene werden oft ausgegrenzt, gemieden, nicht ernst genommen und zusätzlich noch diffamiert.

MCS sieht man den Betroffenen nicht an, weshalb sie oft für Simulanten gehalten werden.

MCS das ist, wenn der soziale Tod lange vor dem körperlichen kommt.

MCS heisst für die meisten von uns

HAVE YOURSELF A MERRY LITTLE CHRISTMAS

und das im wahrsten Sinne des Wortes …

In diesem Sinne beende ich das Blogjahr 2017. Viel werde ich zu diesem Thema wohl nicht mehr sagen,
ich fühle mich müde, erschöpft, bin des Kämpfens müde, weil ich feststellen muss, dass man uns nicht zuhört
und eigentlich alles keinen Sinn hat.
Steter Tropfen höhlt in diesem Fall nicht den Stein, sondern geht nur noch auf die Nerven. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Wir müssen also auf die „Epidemie“ warten … will heissen, dass wir nur hoffen können, dass immer mehr Menschen davon betroffen sind.

Macht euch Weihnachten so gemütlich und schön wie möglich.

Alles Liebe für euch.

MCS – Eine Krankheit, viele Gesichter

Multiple Chemikalien Sensitivität bzw. multiple chemical sensitivity
Klassifikation: WHO-ICD-10: T78.4
Allergien, nicht näher bezeichnet;
Kapitel 19 –Verletzungen, Vergiftungen

 

Konsenskriterien seit 1987
1. Die Symptome treten nach Chemikalienexposition reproduzierbar auf.
2. Das Beschwerdebild ist chronisch.
3. Das Beschwerdebild wird bereits durch niedrige zuvor tolerierte Konzentrationen, die allgemein gut vertragen werden, hervorgerufen.
4. Die Beschwerden bessern sich bzw. verschwinden nach Elimination des Agens.
5. Reaktionen treten gegenüber zahlreichen, chemisch nicht verwandten Substanzen auf.
6. Die Symptomatik umfasst zahlreiche Organsysteme. Für die Ätiologie sind immunologische und nichtimmunologische Pathomechanismen bekannt.

Links zu Betroffenenberichten – Zeitungsartikel

Maria Frühling/Deutschland
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.multiple-chemikaliensensibilitaet-wenn-der-koerper-amok-laeuft.71537506-dbdc-4d21-8dc3-fceb325ceb2a.html

Dirk Kabel/Deutschland
http://m.abendblatt.de/region/norderstedt/article108605405/Der-Leidensweg-eines-MCS-Kranken.html

Dirk Kabel/10 Jahre später
http://m.abendblatt.de/region/norderstedt/article134267428/Koerperlich-ein-Wrack-doch-der-Lebenswille-ist-ungebrochen.html

Anne Brill/Deutschland
http://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-kranke-frau-in-koblenz-sucht-dringend-unterstuetzung-_arid,1080981.html

Lennard/Deutschland
http://www.tagblatt.de/Nachrichten/19-jaehriger-Tuebinger-leidet-unter-chronischer-Erkrankung-an-chemischen-Schadstoffen-300189.html

Anonym/Frau aus Kempten/Deutschland
http://www.all-in.de/nachrichten/rundschau/Wenn-Leuchtstifte-krank-machen;art2757,719919

Aida Infante/Deutschland
http://www.sueddeutsche.de/reise/flugverkehr-gift-in-der-luft-ex-stewardess-fliegen-nur-noch-mit-sauerstoffzelt-1.988179

Lorena Axt/Deutschland
http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Lorena-Axt-fluechtet-vor-Alltags-Giften-in-den-Rastenberger-Wald-1286357515

http://www.bild.de/bild-plus/regional/leipzig/krankheiten/ich-kann-nur-auf-dem-dachboden-leben-45796162,var=x,view=conversionToLogin.bild.html

Christian Schifferle/Schweiz
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelwissen/d-126791026.html
https://www.ktipp.ch/artikel/d/flucht-vor-plastik-und-parfuem/

Silvia Nordt/Deutschland
http://www.bild.de/news/leserreporter/seltene-krankheiten/mcs-chemikaliensensibilitaet-25591554.bild.html

Marlene Winands/Deutschland
http://www.all-in.de/nachrichten/lokales/Marlene-Winands-62-aus-Wangen-leidet-an-Multipler-Chemikaliensensibilitaet-MCS;art26090,1830111

Gerd Höht/Deutschland
http://www.aussichten-online.de/hoeht.html

Nina Trentmann/Deutschland
https://www.welt.de/gesundheit/article13735176/Wenn-Daempfe-und-Duefte-zur-Tortur-werden.html

Cindy Duehring/USA
http://www.scinexx.de/dossier-detail-47-14.html

http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=7821

Carina Steyer
http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=7821

Monika Hohlmaier/Deutschland/Vergiftung mit Quecksilber
https://www.merkur.de/politik/raetselhafte-vergiftung-bei-hohlmeier-aerztin-rettete-mir-leben-6987321.html

Astrid Falk
http://www.tagblatt.ch/altdaten/tagblatt-alt/tagblattheute/sg/region/tb-sr/art770,184729

http://www.news.ch/Ein+Leben+auf+der+Flucht/472272/detail.htm

Jochen Steinhilber/Deutschland
http://www.gea.de/region+reutlingen/tuebingen/umweltgifte+leben+im+vergifteten+koerper.4725242.htm

http://www.fussball.de/newsdetail/erkrankter-kicker-stars-helfen-steinhilber/-/article-id/138557#!/section/news-detail

Christine Schneider/März 2003/Schweiz
https://www.ktipp.ch/artikel/d/flucht-in-den-tod/

Theres Pfister/Schweiz/Dezember 2001
https://www.ktipp.ch/artikel/d/chemikalien-empfindlichkeit-ich-blickte-dem-tod-ins-auge/

Johanna Watkins/USA/Januar 2017
http://www.bild.de/news/ausland/allergie/ich-bin-allergisch-gegen-meinen-mann-49806704.bild.html

Mike Bier
http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Behandlungen-Krankheiten-Toxizitaet-Unterebersbach;art765,9390573

Links zu Videos/Fernsehbeiträgen mit Betroffenen

Nano 2010

Dr. Tereh/MCS-Wohnbaugenossenschaft
http://www.srf.ch/news/schweiz/wo-sich-umweltkranke-wohlfuehlen

Akte 06

ZDF/2011

Antje Schürmann/Frühstücksfernsehen Sat 1/2012
http://www.sat1.ch/tv/fruehstuecksfernsehen/video/chemische-hoelle-clip

2010/Top News

Lorena Axt/Frühstücksfernsehen Sat 1/2017

http://www.sat1.ch/tv/fruehstuecksfernsehen/video/1-allergie-wenn-ein-leben-nicht-mehr-moeglich-ist-clip?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_term=social_onsite&utm_campaign=sat1.de&utm_content=share_video_bottom

Britta Finstel/5.2.2017
http://rtlnord.de/nachrichten/chemikalienunvertraeglichkeit.html

Caroline Müller/Schweiz
http://www.srf.ch/play/tv/quer/video/multiple-chemikalien-sensitivitaet-krank-und-einsam?id=4646636b-4322-4eb5-9487-41f4ad526b1a

Marie Theres Stettler/Schweiz/2004
http://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/duefte-koennen-krank-machen?id=b75ba3e4-b38a-484e-a10c-fd52e19573a3

Astrid Falk/Schweiz/2008
http://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/mcs-opfer?id=d5f64452-cc8b-4517-8efe-17e4fb753f91

Von der Aussichtslosigkeit in den Tod

Gedenkseite MCS-Betroffene
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=52327

http://www.mcs-infogate.de/memory/zum-gedenken

 

März 2017

Umweltverschmutzung – Verursacher, Schadensmanager und Opfer

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Zwei Beispiele:

Im Gemeindeblatt meines Wohnortes war kürzlich zu lesen, dass Rückstände von Medikamenten, Chemikalien aus Textilien, Waschmitteln, Kosmetika, Farben usw. in unserem Trinkwasser zu finden sind und diese trotz moderner Kläranlage nicht mehr gefiltert werden können. Die geringen aber dennoch nachweisbaren Spuren im Nanobereich seien für die Natur und Umwelt „mit teils noch unbekannten Nachteilen“ (Zitat) belastend, und weiter steht: „Diese Mikroverunreinigungen entfalten ihre möglichen toxischen Effekte auf Gewässerorganismen meist langfristig, quasi schleichend …“
Später in diesem Artikel wird eine Aufrüstung der bereits sehr modernen Kläranlage vorgeschlagen, was ca. 20 Millionen Schweizer Franken kosten würde. Zur Finanzierung dieses Betrages, die zu einem grossen Teil vom Bund übernommen wird (Steuerzahler) wird eine Abwasserabgabe von 9 Franken pro Einwohner und Jahr vorgeschlagen.

In diesem Artikel, der eine ganze A4 Seite füllt, ist nirgends die Rede, dass die Bevölkerung gebeten wird, der Umwelt Sorge zu tragen und Schadstoffemissionen zu vermeiden.

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Eine Bekannte, die unter Asthmaanfällen leidet, wenn sie Duftstoffe und Feinstäube einatmet (Allergien auf Duftstoffe liegen weltweit an zweiter Stelle nach den Nickelallergien und dass Feinstäube Lungenkrankheiten auslösen ist bekannt), bekommt aufgrund dieser Vorfälle in einer Klinik die auf Allergien spezialisiert ist, von einem Allergologen, Spezialist auf diesem Gebiet und seines Zeichens Professor einer angesehenen Uniklinik, den lapidaren Vorschlag, sie solle doch einfach einen Asthmaspray verwenden, damit sie die Schadstoffe aushält.

Immer mehr Menschen leiden an Duftstoffallergien, die, wie auf einer Seite des deutschen Umweltbundesamtes zu lesen ist, über die Atmung in die Blutbahn des Körpers gelangen und dort Schaden anrichten. Ausserdem sind die Belastungen der Atemluft durch Feinstaub, verantwortlich für Millionen Kranke im Jahr. Angesichts der Tatsache, dass mindestens 90% der Menschheit Duftstoffe in irgendeiner Form verwendet und es erwiesen ist, dass diese aus schädlichen Chemikalien hergestellt werden und für Asthma, COPT-Erkrankte und Allergiker zu einer grossen Beeinträchtigung führen, mutet es seltsam an, dass in der Problematik dieser Menschengruppe nicht die gleichen Kampagnen gefahren werden, wie in der Bekämpfung der Raucher. Wurde doch nachgewiesen, dass Rauchen auch die Gesundheit der Mitmenschen gefährdet.

Wie wäre es mit einer Aufklärung über schädliche Duftstoffe und Chemikalien in Parfüms, Waschmitteln, Weichspülern, Raumbeduftern („Lufterfrischern“), Kosmetika usw., die täglich in die Atemluft gelangen? Sie sind überall und in Verbindung mit Feinstaub ein gefährlicher Chemiecocktail, der von Lungenfachärzten in Deutschland sogar als Krebsturbo bezeichnet wurde. Stattdessen werden die Leidtragenden aufgefordert, Asthmasprays und Kortison zu verwenden, damit sie die zunehmende Belastung durch Schadstoffe aushalten.

Der Mensch wird nicht mehr angehalten, die Ursachen zu bekämpfen, sondern den Schaden zu managen. Das hat natürlich enorme wirtschaftliche Vorteile, denn es werden Milliarden im Gesundheitswesen, für die Aufrüstung der Kläranlagen und im Bekämpfen der Umweltschäden ausgegeben, die aus dem rücksichtslosen Verhalten des Menschen gegenüber seiner Umwelt und Mitmenschen entstehen. Dadurch wurde der Bereich Medizin zum grössten Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Wer hat da wirklich noch ein ehrliches Interesse daran, die Ursachen zu bekämpfen?

Dies mag auch der Grund sein, wieso die Grünen, wie mir scheint, längst das Handtuch geworfen haben und ihr Hauptaugenmerk auf Frauenrechte und Flüchtlingsfragen legen. Früher einmal gingen sie noch auf die Strasse weil der Wald stirbt, die Luft verpestet ist und der Regen sauer. In dieser massiven Zerstörung der Umwelt, die wohl nicht mehr aufzuhalten ist, weil man die Geister die man gerufen hat nicht nur nicht mehr los wird, sondern von ihnen schon vereinnahmt ist, spürt man eine Form von Ohnmacht und Resignation, die lebensgefährlich ist, denn jetzt kippt der Mensch von der Stange und niemanden kümmert’s.
Die Folgen dieser Ignoranz haben wir direkt gesundheitlich zu ertragen und gleichzeitig dürfen wir auch noch tief in die Tasche greifen, um die Schäden unseres verantwortungslosen Handelns auszuräumen, die jährlich Kosten in Millionenhöhe verursachen.
Wohin geht unsere Politik in Gesundheits- und Umweltfragen?
Wollen wir weiter zerstören und Schäden bekämpfen oder darf es erlaubt sein umzudenken?

Ein Anruf beim Bundesamt für Gesundheit, aufgrund der zunehmenden Belastung durch Duftstoffe und Feinstaub in der Atemluft, hat Interessantes zum Vorschein gebracht. Zuerst einmal muss man sich gleich zu Beginn rechtfertigen, dass man als besorgter und geschädigter Bürger nicht allein ist, wird einem doch schnell klar gemacht, dass man als bedauerlicher Einzelfall gilt, der vielleicht ein wenig überempfindlich reagiert, um nicht zu sagen hysterisch. Dann hört man, man sei „nur“ die Exekutive und halte sich an die Gesetze, weshalb einem die Hände gebunden seien. Es sei Sache der Politik, die Gesetze zu ändern und da etwas zu unternehmen, dann reagiere man auch beim Bundesamt für Gesundheit. Ärzte, die aufgrund der zunehmenden Umweltkrankheiten Alarm schlagen, werden nicht ernst genommen, dort wo man solche Themen eigentlich an der Tagesordnung vermutet. Anliegen von kranken und besorgten Bürgern werden dahingehend beantwortet, dass man ihnen vorschlägt (den Geschädigten), sie sollen doch selbst quasi das Geld aufbringen, um gegen gewissen Umstände anzukämpfen; ihnen, dem BAG, würden die Mittel für solche Kampagnen fehlen.

Auch dort, so scheint es, ist man der Auffassung, dass man mit Feinstaub und Schadstoffemissionen einfach leben muss, was der heutigen Norm entspricht und jeder der darunter leidet, entspricht nicht der Norm und wird deshalb als unangenehmer Zeitgenosse behandelt. Würde man jedoch alle durch Umwelteinflüsse Geschädigten zusammenfassen, so ist keinesfalls von Einzelfällen die Rede, denn dies würde wohl mindestens 60% der Bevölkerung betreffen. Krankheiten wie Allergien, COPT, Neurodermitis, chronische Bronchitis, Herz- und Kreislauferkrankungen (Feinstaub gilt als Auslöser Nr. 1), Krebs usw. sind am Zunehmen und sind auf eine „ungesunde Lebensweise“, dazu gehört auch das Atmen, zurück zu führen. Doch wird dies offensichtlich ganz selbstverständlich in Kauf genommen, vermutlich um den gewinnträchtigen Bereich Medizin weiterhin gut zu bedienen und anderen Wirtschaftsfaktoren gerecht zu werden, die im Bereich Eliminierung von Umweltschäden lukrative Einkommen verzeichnen.

Der Mensch, jeder Mensch, muss sich vom Verursacher zum Vermeider entwickeln, um nicht als Schadensmanager oder geschädigtes Opfer zu enden. Es wird Zeit aufzuwachen, es ist in allen Belangen schon lange 5 vor 12.

MCS – eine Modekrankheit?

MCS wurde 1948 das erste Mal vom Allergologen Theron Randolph festgestellt.
Er hat beobachtet, dass Menschen die gespritztes Obst assen, auf dieses allergisch reagierten, während sie ungespritztes vertrugen.
Auszug aus Wikipedia:
In den 1950er Jahren veröffentlichte der US-amerikanische Arzt Theron Randolph (1906-1995) seine Theorie, dass eine Überempfindlichkeit gegen Nahrungsmittel viele Krankheiten auslösen könne. Die wachsende Umweltverschmutzung sei die Hauptursache vieler chronischer und seelischer Krankheiten.

Wir schreiben das Jahr 2017
Viele Mediziner, Politiker, Behörden und Leistungsträger wie z.B Versicherungen/Krankenkassen, sind immer noch der irrigen und menschenverachtenden Meinung, dass die Krankheit MCS – multiple chemical sensitivity – psychisch ist. Sie wird gar als Modekrankheit bezeichnet, was völlig an den Tatsachen vorbei argumentiert ist.
Die Krankheit ist stark am Zunehmen, immer mehr junge Menschen sind davon betroffen. Niemand tut sich so etwas freiwillig an und will sich damit „wichtig“ machen oder modisch in Erscheinung treten. Dafür gibt es weit attraktivere Angebote als eine Krankheit zu haben, die einen so stark behindert, dass man kein normales Leben mehr führen kann.
Angesichts der zunehmenden Umweltverschmutzung, der mit schädlichen Chemikalien belasteten Lebensmittel, die zwar angeblich immer besser geprüft, aber trotzdem immer schlechter werden (die Lebensmittelskandale reissen nicht ab) und schädlichen Stoffen in Dingen des alltäglichen Gebrauchs, kann es einen nur erschrecken, dass dieser Krankheit nicht MEHR Beachtung geschenkt wird. Waren es jahrelang „nur“ ältere Personen – auffallend viele sind in den Jahrgängen zwischen 1950 und 1965 zu finden – sind heute immer mehr Junge betroffen.

MCS-Erkrankte haben sich nicht zusammen gefunden, um diese Krankheit zu erfinden, sondern weil sie diese Krankheit haben, um mit anderen Betroffenen allenfalls Lösungen für ihr Problem zu finden. Aber es gibt keine. Sowohl seriöse Wissenschaftlicher, die sich mit dieser Krankheit eingehend befasst haben und wohl aufzeigen können wo die Ursachen und Zusammenhänge liegen, wie auch Umweltmediziner sind sich bewusst: Die Krankheit ist real, sie ist Fakt und in den meisten Fällen nicht heilbar, vor allem nicht bei Patienten, bei denen sie schon seit Jahren besteht. Zu weit fortgeschritten sind die Zerstörungen im Körper durch die schleichende Vergiftung und dadurch, dass Patienten jahrelang nicht geglaubt wurde und so das Problem immer weitere Ausmasse angenommen hat.

Dazu aus einer Ärzteinformation, erstellt von Umweltmedizinern in Deutschland:
„Patienten mit chronischen Multisystemerkrankungen, wie SBS, MCS, EMS, TE, FMS, CFS, werden oft von ihren Ärzten nicht ernst genommen, weil für diese Krankheiten ein Informationsdefizit besteht. Entgegen der Mehrheitsmeinung sind diese Krankheitsbilder anerkannte schwere organische Erkrankungen. Sie sind medizinisch definiert und besitzen eine ICD-10 – Klassifikation der WHO. Die ICD-10-GM ist die nach dem Sozialgesetzbuch V der Bundesrepublick Deutschland vorgeschriebene Diagnosenklassifikation.“
(*Quelle: http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf)
(Zum besseren Verständnis: Sick-Building-Syndrom (SBS), Chronic Fatigue Syndrom (CFS), Toxische Enzephalopathie (TE), Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS), Elektrosensibilität (EMS), Fibromyalgie-Syndrom (FMS))

Die Konsenskriterien zur Krankheit MCS sind seit 1987 wie folgt festgelegt:
1. Die Symptome treten nach Chemikalienexposition reproduzierbar auf.
2. Das Beschwerdebild ist chronisch.
3. Das Beschwerdebild wird bereits durch niedrige – zuvor tolerierte – Konzentrationen,
die allgemein gut vertragen werden, hervorgerufen.
4. Die Beschwerden bessern sich bzw. verschwinden nach Elimination des Agens.
5. Reaktionen treten gegenüber zahlreichen, chemisch nicht verwandten Substanzen auf.
6. Die Symptomatik umfasst zahlreiche Organsysteme.
Für die Ätiologie sind immunologische und nichtimmunologische Pathomechanismen bekannt.

Die Symptome
Erkrankte reagieren auf geringste Spuren von Chemikalien mit schweren körperlichen Symptomen:
Übelkeit mit Brechreiz, ständiges Räuspern, belegte Stimme, Heiserkeit, Zittern, Schwindel, Hustenanfälle, Kreislaufstörungen, höchste Atemnot bis zu Erstickungsanfällen, Gangstörungen, Lähmungserscheinungen, Schleimhautreizungen, ständiges Nasenlaufen, Kopfschmerzen, brennende tränende Augen, Sehstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, Schmerzen im Bewegungsapparat, Muskelschmerzen, Gefässkrämpfe, Herzrhythmusstörugen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
Druck auf den Ohren/Ohrgeräusche/Tinnitus, Schlafstörungen, innere Unruhe, Juckreiz, Ekzeme usw.
Diese Reaktionen treten beim Kontakt mit einem einzigen Auslöser einzeln, hintereinander oder in Kombination miteinander auf und haben für Betroffene oft dramatische Folgen. Bei nicht vorhandenem Expositionstop führt die Vergiftung zu neurotoxischen Schäden des zentralen Nervensystems, Organschäden, degenerativer Abbau des Bindegewebes und der Muskulatur, bis hin zu multiplem Organversagen.

Jeden Tag, überall und im Kontakt mit fast allen Dingen des täglichen Lebens und fast allen Menschen im Alltag, werden MCS-Betroffene mit Duftstoffen und schädlichen Chemikalien konfrontiert.
Duftstoffe und schädliche Chemikalien sind unter anderem enthalten in:
Parfums, Aftershaves, Seifen, Zahnpasten, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Kosmetika, Waschmitteln, Weichspülern, Reinigungsmitteln, Duftkerzen, Räucherstäbchen, Duftölen, Lufterfrischern, Lebensmitteln, Trinkwasser, Getränken, Medikamenten (Zusatz-, Farb-, Aroma-, Konservierungsstoffe), Zigarettenrauch, Autoabgasen, Wohnraumfarben, Möbeln, diversen Stäuben (Feinstaub), mit Pestiziden behandelten Nahrungsmitteln, Klebstoffen, Ausgasungen von Fotokopierern und Laserdruckern, Drucksachen, schadstoffbelasteten Textilien usw. Ausserdem reagieren Betroffene nicht selten auch auf Schimmel, Terpene (Nadelhölzer), Pollen usw.

Die Krankheit schränkt das persönliche Leben massiv ein und führt oft auch zu Folgeerkrankungen wie z.B. Autoimmunstörungen. Die Ausübung eines Berufs und eine normale Gestaltung der Freizeit ist unter diesen Umständen unmöglich! Die einzige Chance, den schwerwiegenden Folgen von MCS zu entfliehen, ist die strikte Meidung der Auslöser.

Als Auslöser für die Krankheit werden, in wissenschaftlichen Berichten und medizinischen Studien, folgende Faktoren genannt: Pestizide in Früchten und Gemüsen, Lösungsmittel (Farben, Lacke usw.), Formaldehyd (Textilien, Pressspanplatten, Baumaterialien, Möbel, Amalgam (Zahnfüllungen), Holzbehandlungsmittel, Medikamente, Antibiotika, synthetische Duftstoffe in Parfums, Haarsprays, Desinfektionsmittel und, und, und …

Heutiger Stand der Dinge
Mit unglaublicher Penetranz wird weiterhin konsequent verleugnet, dass es diese Multisystemerkrankungen gibt und die Betroffenen oft lächerlich gemacht. Da nützt es auch nichts, dass gewissenhafte Ärzte und Wissenschaftler schon seit Jahren im Sinne Randolphs Alarm schlagen. Die Folgen für die Betroffenen, die sich aus der Ignoranz und der nur allzu oft damit verbundenen unterlassenen Hilfeleistung ergeben, sind fatal.
Gesellschaftlich rutschen diese Menschen immer mehr an den Rand, finanziell führt es zum Ruin, denn sie lassen zum einen keine Therapien unversucht, die sie selbst bezahlen müssen, um am Schluss festzustellen, dass alles nichts nützt und sind zum anderen nicht mehr arbeitsfähig. Oft zehren sie an den Reserven, wenn sie nicht durch Partner oder Familie abgesichert sind, bis diese aufgebraucht sind. Auf Arbeitsämtern, Sozialämtern, bei Versicherungen und sogar in Arztpraxen schlägt ihnen ein oft menschenverachtendes Unverständnis entgegen, dass seinesgleichen sucht. Anträge auf Renten werden oft abgelehnt oder führen zu einem jahrelangen zermürbenden Kampf mit den Behörden, der zusätzlich zu der kräftezehrenden Krankheit auch noch zur totalen psychischen Erschöpfung führen.
Zudem werden die Betroffenen oft von ihren Arbeitgebern, sofern sie noch arbeiten können, vom Freundeskreis und den Familien immer mehr im Stich gelassen, denn was nicht anerkannt ist (ich verweise hier ausdrücklich auf die Klassifikation dieser Krankheiten gemäss WHO), kann doch nicht sein – oder? Zu sehr unterliegen Menschen im Umfeld von Betroffenen noch der Obrigkeitshörigkeit, die zum nicht hinterfragten Glauben führt, dass Medizin, Politik und Behörden doch wohl wissen was sie tun, und wenn diese den MCS-Betroffenen keinen Glauben schenken, wieso sollten sie es dann tun?
Und so werden Menschen mit dieser Krankheit, selbst nach jahrelanger Erklärungsarbeit und einer Beweislast, die der eines verzweifelten, zum Tode Verurteilten ähnelt, in der um Verständnis, Glauben, Vertrauen und Hilfe gebeten wird, auch noch in ihren Familien und im näheren Umfeld diffamiert und oft sogar ausgestossen, was schlicht und einfach zum sozialen Tod führt.

Betroffene müssen meist völlig isoliert und zurück gezogen leben, damit sie einigermassen beschwerdefrei sind. Sie vertragen meist nur noch wenige Lebensmittel, weil sie auf geringste Spuren von Schadstoffen reagieren, die selbst in Bio-Produkten vorhanden sind, wie z.B. Reis, der auch in Bioqualität hohe Arsenwerte aufweist. Bei MCS-Betroffenen löst das direkt Symptome aus. Das Trinkwasser aus der Leitung ist meist chemisch aufbereitet und ebenfalls mit Schadstoffen oder Chemierückständen belastet, Mineralwässer sind oft nicht von besserer Qualität, von der Atemluft ganz zu schweigen. Da Schwerstbetroffene oft auch keine künstlichen Nahrungsergänzungen und Medikamente mehr vertragen, gelten sie irgendwann einmal als „nicht therapierbar“, was zwar der Wahrheit entspräche, oft aber als „nicht therapiewillig“ abgetan wird.
Wenn ein Mediziner mit seinem erlernten Latein am Ende ist und nicht die Möglichkeit hat, Symptome mit der Chemiekeule zu bekämpfen, dann schickt er solche Patienten zum Psychiater. Dort werden sie dann meist in die psychosomatische Schublade geschoben. Im besten Fall erkennt man dort zwar, dass es nicht psychisch ist, worauf der Patient dann aber wieder zu Ärzten geschickt wird, die leider immer noch keine Ahnung haben, weshalb erneut eine Odyssee beginnt, die dann irgendwann in totaler Resignation endet. Die allgemeine Schulmedizin verweigert in ihrer Unwissenheit eine adäquate Hilfe, denn was nicht in den Lehrbüchern steht und nicht mit Medikamenten behandelt werden kann, kann es einfach nicht geben. Kaum einer macht sich die Arbeit und liest sich in das Thema ein. Wenn doch, dann steht er allein auf weiter Flur und läuft selbst Gefahr, von seinen Berufskollegen nicht mehr ernst genommen zu werden.

Man muss fast annehmen, dass die Ignoranz dieser Krankheit System hat und die Vermutung liegt nahe, dass das Dahinvegetieren der Betroffenen oder gar ihr Tod, der oft schon aus Verzweiflung als Freitod gewählt wurde, als Kollateralschaden hin genommen wird, würde doch das Anerkennen dieser Krankheit zu enormen wirtschaftlichen Einbussen führen. Denn im Bewusstsein, dass MCS-Betroffene auf das reagieren, was auch Gesunde unter Umständen längerfristig schwer krank macht, müsste zu einem radikalen Umdenken in Medizin und Politik führen. Artikel mit schädlichen Duftstoffen und Chemikalien müssten sofort verboten oder im Mindesten streng hinterfragt und aus dem Verkehr gezogen werden. Da bliebe nicht mehr viel übrig.

Es kann also fast schon von einer systematischen Vergiftung der Bevölkerung gesprochen werden, durch totschweigen der schädlichen Wirkung unserer Umwelt und Umwelteinflüsse, wie z.B. auch die schädliche und kumulierende Wirkung von Elektrosmog, oder aber, es hat sich mittlerweile eine Vogelstrauss-Politik breit gemacht, in der man den Kopf in den Sand steckt, weil man die Geister, die man einmal hoch gelobt und als Fortschritt gepriesen hat, nicht mehr los wird; deren Grenzwerte man irgendwann einmal wider besseres Wissen so zusammen gebastelt hat, das man sich auf der sicheren Seite fühlt. In diesem Fall würde man es wohl vermeiden wollen, sein Gesicht zu verlieren, indem man Grenzwerte für schädliche Chemikalien gänzlich hinterfragt; Grenzwerte die von Menschen gemacht wurden, die damit ihre Mitmenschen in eine Norm drücken, in der festgelegt wird, was ein Mensch aushalten muss und was nicht.
Und schlussendlich darf man nicht vergessen, dass sowohl die Medizin wie die damit eng verbundene Pharmaindustrie, gutes Geld mit der Symptombekämpfung verdient, solange die Menschen noch nicht an Multisystemerkrankungen leiden, Medikamente schlucken können und sich nicht bewusst sind, wo das eigentliche Problem liegt. Denn wir sind nicht krank, sondern vergiftet, bzw. wir sind krank, weil wir vergiftet sind.

Wie lange will man das noch ignorieren?
Wie lange will man Betroffene noch diffamieren?
Wie lange soll eigentlich dieses Totschweigen noch dauern?
Wie viele Betroffene muss es geben, damit endlich etwas geschieht?
Wie viele müssen noch ohne Hilfestellung, im Unverständnis und der daraus resultierenden
Verzweiflung den Freitod wählen oder qualvoll an ihrer Erkrankung sterben?

Im Andenken an all jene, die gelitten, gehofft, gekämpft, verloren und/oder resigniert haben.
In Memoriam: Christiane F., Arlette B., J. Doe, Heide N., Sigrid, Mezzadiva, Jürgen, Brigitte, Trees,
Giancarlo G., Adelheit H., Angelika, Monika Q., Gudrun, Reiner G., Georg, Rolf, Nancy, Annette, Kim P.,
Kathy D., Cindy D., Mike E., Wolfgang F., Marie-Theres R. und die vielen anderen …

Man lese bitte die kurzen Beschreibungen der MCS-Betroffenen, die durch diese Krankheit
gestorben oder in ihrer Verzweiflung den Freitod gewählt haben.
http://www.mcs-infogate.de/memory/zum-gedenken

BITTE UNTERSCHREIBT MIT UNS, FÜR UNS UND FÜR EUCH

Dieses Thema geht uns alle an

Immer mehr Gifte in unserem Alltag – Immer noch zuwenig Verständnis für Geschädigte.

Dioxin in Eiern, Mineralöl in Reis und Cerealien, Pestizide in Gemüse und Obst, Antibiotika im Fleisch, Weichmacher in Verpackungen, schädliche Substanzen in Körperpflegeprodukten, Triclosan in Zahnpasten, Sodium Lauryl Sulfate in Shampoos, Quecksilber in Amalgamfüllungen und Energiesparlampen, hochallergene Duftstoffe, Tenside und Enzyme in Waschmitteln und Weichspülern, toxische Substanzen in Parfüms und Aftershaves, Formaldehyd in Textilien, Lösungsmittel in Holzpflegemitteln oder Inneneinrichtungen, Ausgasungen aus Laserdruckern usw. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine Hiobsbotschaft in Bezug auf Schadstoffe von irgendwoher kommt.
Hätte unser Körper nur eines von den hier oben aufgezählten zu verarbeiten, so würde er das im Normalfall auch schaffen. Aber die zunehmende Flut an Schadstoffen überfordert unser Immunsystem.

Wir wurden in einer Zeit geboren, in der das Umweltbewusstsein noch nicht so ausgeprägt war wie heute. Und auch wenn wir heute vieles wissen und versuchen uns vor bekannten Schadstoffen zu schützen, wird immer wieder Neues entdeckt, das unserer Gesundheit schadet. Bei vielem was vor Jahren noch als unbedenklich angepriesen wurde, hat sich mit der Zeit herausgestellt, dass es schädlich ist. Und so haben wir denn alle vieles in gutem Glauben verwendet und angewendet.
Tatsache ist, dass es auf dieser Welt bereits Millionen Menschen gibt, die man aufgrund dessen als Geschädigte bezeichnen kann. Menschen, die durch das Zuviel von allem gar nichts mehr aushalten, weil das Fass in ihrem Körper voll ist mit Giften. Dieses läuft nur schon durch geringste Mengen mit denen der Betroffene über die Haut, die Atmung oder durch die Nahrung in Kontakt kommt über.

Diese Krankheit nennt sich MCS (multiple chemical sensitivity). Obwohl MCS 1948 entdeckt  wurde, von der WHO seit 1992 als organische Krankheit klassifiziert und in vielen Ländern anerkannt ist, kämpfen in Europa, noch viele Betroffene in Staaten wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich usw. um ihr Recht, obwohl Menschen mit dieser Erkrankung oft nur noch zum Teil oder gar nicht mehr arbeitsfähig sind. Oft handelt es sich dabei um hochqualifizierte Leute, die gerne noch eine Tätigkeit in ihrem angestammten Beruf ausführen würden, aber nicht mehr können. Sie werden durch Schad- und Duftstoffe behindert, in der Freizeit und im Beruf .
In der Schweiz ist MCS gar nicht anerkannt und deshalb haben viele nicht einmal ein Interesse daran, Betroffene ernst zu nehmen.

Daher müssen wir um etwas kämpfen, was in vielen Ländern schon selbstverständlich ist, nämlich die Anerkennung dieser von der WHO bereits seit 20 Jahren anerkannten Krankheit MCS.
Es geht dabei nicht primär um einen erleichterten Einstieg im Falle eines Rentenantrages, sondern vor allem auch darum, dass durch das Ernst nehmen von MCS, Bedingungen in Arztpraxen und Krankenhäusern geschaffen werden, die die Behandlung von MCS-Betroffenen möglich macht. Arbeitsbedingungen müssen geschaffen werden, die auch einem MCS-Erkrankten die Chance bieten, seinen Lebensunterhalt weiter zu bestreiten. Es müssen mcs-gerechte Wohnräume geschaffen werden, damit Erkrankte unbelastet wohnen können. Damit wäre einem Betroffenen schon sehr geholfen, denn es bleiben immer noch unzählige andere Hürden in der Bewältigung eines Alltags mit MCS (beduftete Einkaufszentren, öffentliche Verkehrsmittel, Behörden, Ämter usw.) Solange die Krankheit nicht anerkannt ist, fehlt auch in der Bevölkerung und überall dort wo man Bescheid wissen sollte, die so dringend nötige Information. Diese würde Verständnis und Bewusstsein schaffen und für Betroffene sehr hilfreich sein.

Geschieht nicht bald etwas in diese Richtung, kann Erkrankten nicht mehr adäquat geholfen werden, was die Situation dermassen verschlimmert, dass sie weiter geschädigt werden und zusätzlich noch durchs soziale Netz fallen. Von den Arbeitsämtern als nicht vermittelbar eingestuft, von den Rentenanstalten als nicht leistungsberechtigt abgewiesen und von den Sozialämtern mit einem Kopfschütteln empfangen, so endet meist der mühsame Überlebenskampf eines Betroffenen.

Bitte gebt uns Eure Stimme.

HIER!!!

Helft mit, dass wir in dieser Sache endlich auch von oberster Stelle Unterstützung erhalten.

Herzlichen Dank!!!