Von einem normalen Leben, meinen Träumen und MCS

Es war an einem schönen Samstag im September. Ich ging an einem alten Haus vorbei, an dem ich schon vorher so oft vorbeigegangen war. Das Haus selbst ist einigermassen in Schuss, abgesehen vom verwilderten Garten rundherum. Die Scheune daneben ist nur noch eine Hülle ihrer selbst und droht zusammen zu brechen. Lange halte ich mich unter dem Dach nie gerne auf. Wildromantisch sind die Holzbalken unter diesem und die mit grünen Ranken überwucherten Fensterrahmen allemal.

Öfter schon habe ich mich bei diesem Haus durch die Brombeeren oder Brennnesseln gekämpft und durch die Fenster ins Innere geschaut. Es sah nicht bewohnt aus, und doch stand da eine Couch, ein paar Stühle und ganz weit hinten ein Klavier. Nein, ein richtig schöner schwarzer Flügel. So kam die Vermutung, dass es sich hier um einen Proberaum für Musiker handelt, die weit abgelegen Ihrer Leidenschaft frönen, denn in dieser Gegend ist sonst nichts, ausser Wald und eine lange Zufahrt zu einem Bauernhof. Aber nie habe ich dort jemanden gesehen, egal um welche Tageszeit ich dort war und es sah nicht so aus, als dass es regelmässig benutzt würde. So blieb denn dieses alte Gebäude im Dornröschenschlaf immer ein Mysterium für mich.

Bis eben an diesem Samstag. Ich war grad auf dem Retourweg von einem ganz langen Spaziergang als ich in die Nähe kam. Und weil ich da schon fast die ganze Tour hinter mir hatte und es zudem ein Stück steil bergauf ging und ich ziemlich müde war, ging ich gemächlich, legte öfters Pausen ein, blieb stehen, drehte mein Gesicht zur Sonne und liess sie mir noch ein bisschen ins Gesicht scheinen.

Als ich näher zu besagtem Haus kam, hörte ich plötzlich Klavierklänge. Ich blieb stehen, versuchte herauszufinden woher das kam. „Es muss aus diesem Haus kommen, sonst ist da weit und breit nichts“, dachte ich. Und dann sah ich, dass vor dem Haus ein Auto stand und die Türe ins Innere weit offen war.

Zögerlich näherte ich mich. Ich sah einen älteren Herrn am Flügel sitzen. Ganz versunken spielte er. Wie es schien, ganz für sich alleine. Er bemerkte mich erst, als ich die Schwelle übertrat. Da hörte er auf, lächelte mich an, und ich fragte, ob ich kurz rein kommen dürfe. „Selbstverständlich“, sagte er.

Der alte grosse offene Raum, der den ganzen unteren Stock ausmacht, war von der Abendsonne in helles Orange gehüllt, die durch eine grosse Fensterfront gegen das Tal und zum Fluss runter, dort wo der Bauernhof steht, zu dem man hier vorbei zufahren kann, den Raum mit ihrem Licht und ihrer Wärme füllte.

Ich erklärte mich. Erzählte genau das, was ich hier auch beschreibe und so kamen wir schnell ins Gespräch. Er freute sich, dass ich Interesse zeigte, am Klavier, an dem was er hier tut und ich freute mich, dass ich jetzt endlich einmal die Möglichkeit hatte, das Geheimnis zu lüften, was es mit diesem abgelegenen Haus auf sich hat. Wie oft dachte ich, wenn ich vorbei ging, das es ideal wäre für mich. Nicht zu gross, nicht zu klein, weit weg von jeglicher Zivilisation, mitten in der Natur. Eigentlich dort wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen, nur ab und zu einmal ein paar Autos durchfahren, auch solche die nicht durchfahren dürften, weil sie keine Anrainer sind. Aber egal. Trotzdem noch weit genug weg von allem.

Doch gleich als ich den Raum betrat, bekam ich gleichzeitig zu meiner Begeisterung auch ein beklemmendes Gefühl. Ich spürte irgendwie, dass er nicht für mich geeignet ist. Nach ein paar Atemzügen, merkte ich, dass das ganze faszinierende Ambiente überdeckt wird von einem intensiven Modergeruch, und je länger ich mich aufhielt umso mehr spürte ich die Enge in meinem Brustkorb, obwohl mein Herz voll unbändiger Freude über diese Begegnung war. Nach Duftstoffen roch nichts. Auch er nicht.

Da stand ich nun, an diesem Flügel, der ziemlich verstaubt war. Ich sah mich in Gedanken, hier Staub zu wischen und erzählte ihm nebenbei von meiner Zeit als Musikerin. Wehmut kam hoch. Ich sagte, dass ich oft daran denke, wie ich mir am Flügel meines Vaters die Seele frei klimperte, ohne es je gelernt zu haben. Wir schnitten kurz das Thema an, als es da am Bodensee ein Lokal gab, in dem Talentwettbewerbe stattfanden (früher hiess das noch nicht Castingshow) und stellten fest, dass wir dort beide mitgemacht haben. Als ich ihm erzählte, dass ich damals mit meiner Band sogar gewonnen habe, war er hin und weg. Zwei Musiker unter sich.

Der Herr erzählte mir, dass sie öfter mal am Sonntag Vormittag zusammen kommen, immer wieder mal. Verschiedene Musiker, aus lauter Spass an der Freud, und hier einfach ein bisschen Musik machen, und ich solle doch einmal vorbei kommen. Er würde sich freuen. Was für eine Verlockung! Ich dachte an früher, als wir bis in die Nacht hinein unsere Musiksessions und Proben hatten, dann im Probelokal rumhingen, träumten von einer grossen Karriere und später dann, weit nach Mitternacht, noch irgendwo jenseits der Grenze einen Imbissstand aufsuchten, um unsere hungrigen Mägen zu füllen. Oft kamen wir nach solchen Ausflügen erst früh Morgens nach Hause, schliefen bis zum Mittag und trafen uns dann abends an den Wochenenden wieder, der Schlagzeuger, der Keyboarder, der Bassist und ich.

Als meine Gedanken so abschweiften, während er erzählte, läuteten in meinem Kopf immer mehr und unaufhörlich die Alarmglocken: „Du musst hier raus!“ Aber mein Herz sagte: „Komm bleib!“ Ich fühlte mich zurück versetzt in eine Zeit, wo mir alle Türen noch offen standen. Ich genoss es, über Musik zu reden. Wir lachten, als er sagte, ich solle mich doch ans Klavier setzen, und ich erwiderte, ich könne es gar nicht, ich spiele doch nur Gitarre. Er könne es auch nicht, sagte er. Es sei eigentlich Saxophonist und klimpere nur so rum. Sein Geklimpere klang aber weitaus besser, als meines je geklungen hat, was mich davon abhielt, sein Angebot anzunehmen.

Irgendwann wurde der Druck in meinem Brustkorb unerträglich. Ich begann mich immer mehr zu räuspern, konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren. Ich sagte ihm, dass ich gehen müsse, und dass ich gerne wieder einmal vorbei schauen würde. Ich bat ihn, noch etwas zu spielen. Er setzte an, ich blieb noch eine Weile stehen, lächelte ihn noch einmal zustimmend an, winkte bestätigend, dass ich jetzt gehe und kehrte dieser Szene den Rücken …

Draussen holte ich erst einmal tief Luft und entfernte mich dann langsam von diesem Ort. Noch lange hörte ich das Klavier als ich durch den herbstlichen Wald ging. Ich war selig beschwingt. „Ich werde ihn fragen, ob ich einmal für eine Stunde an diesen Flügel sitzen darf. Einfach so für mich … die Seele leerklimpern und sie baumeln lassen … träumen … einfach nur sein …“, dachte ich.

Auf dem ganzen Retourweg bis zum Auto (das sind ca. 20 Minuten), hing ich diesem Gedanken nach und war berührt von dieser Begegnung. Ich war wild entschlossen ihm zu schreiben, ihn darum zu bitten, diesen Raum benützen zu dürfen, das Klavier … dort, mitten in der Natur …

Ein paar Stunden hielt das an. Dann, nachdem die Euphorie nachgelassen hat, weil die mahnende Stimme in meinem Inneren immer heftiger wurde, fiel ich in mich zusammen: „Vergiss es! Du würdest es in diesem Raum keine halbe Stunde aushalten. Du wärst total unruhig und könntest es nicht geniessen. Du wirst das nächste Mal heftiger reagieren als dieses Mal. Du wirst es vielleicht eine Stunde durchstehen, aber dann bist Du fertig. Dann wird Dein Körper wieder tagelang verrückt spielen und Du wirst es büssen müssen. Definitiv!!!“ Es war, als wäre das Licht, die Wärme und die Freude aus meinem Gesicht gewichen.

Ich setzte den Brief an ihn trotzdem auf. Ich änderte ihn ein paar Mal. Die anfängliche Freude wich der Ernüchterung. Meine Zeilen wurden immer resignierender und unverbindlicher und irgendwann speicherte ich den Brief einfach ab und druckte ihn nie aus. Die Vernunft hatte gesiegt!

3 ganze Tage und Nächte später, ging ich mit meinem Hund spazieren und dachte an dieses Haus, an das Klavier, an die Musiksessions die dort stattfinden … und ich sagte zu mir:
„Du KANNST nicht mehr dazu gehören, da kannst Du Dich noch so freuen und begeistern. Es ist ein Traum. Es ist vorbei. Du kannst NIRGENDS MEHR dazu gehören! Du kannst Gitarre spielen, aber allein. Du kannst Dich an Dein altes Klavier in Deiner Wohnung setzen, aber allein. Du kannst durch den Wald spazieren und von draussen den Klängen zuhören, aber dort hinein kannst Du definitiv nicht … Hör auf zu träumen von etwas, das sich nicht mehr realisieren lässt, auch wenn Du noch so gerne möchtest. Mach Dir nicht den Mund wässrig, mit etwas, das Dir gesundheitlich definitiv schaden würde, auch wenn es noch so schön klingt … hör auf zu träumen! Geh in Deine duftfreie Welt zurück und geniesse das was Du dort noch geniessen kannst. Aber Finger weg von solchen Träumen. Es ist vorbei!!!“

Derart von meiner inneren Stimme, die laut mit mir sprach gemassregelt, öffnete ich zu Hause die Tastaturabdeckung meines alten Wandklaviers. Seit Jahren sass ich da zum ersten Mal wieder und begann zu spielen. 15 Jahre habe ich es nicht getan, und so schlecht klang es gar nicht, musste ich feststellen. „Ich würde doch tatsächlich noch etwas zustande bringen“, dachte ich lächelnd … aber es ist total verstimmt und lange kann ich da nicht üben, sonst habe ich Terror im Haus. Zu guter Letzt, nachdem die Tasten ein wenig warm gespielt waren, roch ich doch tatsächlich auch noch Überreste meines ehemaligen Parfüms.

Ich schloss den Deckel, stellte die Sachen drauf, die dort vorher standen, schob den Klavierhocker wieder in die Vertiefung zurück und löschte das Licht.

***

MCS heisst, man muss seine Träume begraben. Da kann das Herz noch so viel Freude empfinden, der Körper ohrfeigt einen ständig und es bleibt einem nichts anderes übrig, als die Warnsignale ernst zu nehmen. Tut man es nicht, endet es in einem kompletten körperlichen Supergau und der kann tödlich sein. Man weiss nie wo, wann, wie man in einen Auslöser gerät, ausser man streicht jegliche Spontanität aus seinem Leben. Aber das würde heissen, dass man grad so gut aufgeben kann. Die Dosis macht das Gift. Ich versuche mir nur zuzumuten, was ich dann auch bewältigen kann. Aber das ist weit weg von einem nur einigermassen normalen Leben.

Und nein, ich will kein Mitleid. Ich weiss, dass es vielen Betroffenen so geht und teils noch schlimmer. Aber all jene die glauben, sie müssten uns belächeln oder die uns nicht ernst nehmen, die sagen, wir schotten uns ab, wir seien komisch, weil wir uns zurück ziehen, die sollen einmal darüber nachdenken, was es bedeutet, all das aufgeben zu müssen, was man mit Leidenschaft und Hingabe getan hat und wofür das Herz immer noch brennt, aber nicht mehr brennen darf.

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Ein Buch zu diesem Thema:

„Vergiftet und vergessen“ von Urs Beat Schärz

Auszug daraus:

„Man stelle sich vor, dass man mit sechsundvierzig Jahren todkrank wird und dadurch alles verliert, wofür man vorher gelebt hat. Zurückgeworfen auf sich selbst, wegisoliert von der Gesellschaft durch die Art der Erkrankung. Nichts ist mehr wie früher!

Neben dem Zuhause bietet allein die Natur eine Oase der Erholung und Genesungsmöglichkeit. Mehr als zehn Jahre hat es bei mir gedauert, bis sich der durch zu viele Chemikalien belastete Körper wieder etwas erholte. Nicht alle Menschen vertragen die heutige Umwelt problemlos. Chemikaliensensible Menschen gibt es auf der ganzen Welt, zu Millionen, speziell in den Industrieländern. Sie fristen oft ein Dasein, das an Dramatik nicht zu überbieten ist.“

http://cms-verlag.ch/index.php/vergiftet-und-vergessen

MCS und der Grundbedarf des Lebens

Das Leben eines Betroffenen mit MCS (multiple chemical sensitivity) gestaltet sich äusserst schwierig. Der Grundbedarf, der für gesunde Menschen ganz normal gedeckt werden kann, ist für Erkrankte sehr eingeschränkt, denn sie reagieren auf geringste Spuren von Duft- und Schadstoffen/Chemikalien, mit schweren körperlichen Beschwerden.

Nachfolgend soll aufgezeigt werden, wie sich der Alltag in Bezug auf das Allernötigste im Leben gestaltet:

Nahrung

MCS-Betroffene benötigen Lebensmittel und Getränke ohne künstliche Zusatzstoffe in Bio- oder Demeterqualität. Die Mahlzeiten müssen frisch zubereitet werden, oftmals in speziell geeigneten Kochgeräten, wie Glas oder Email. Teflonbeschichtungen sind nicht geeignet. Ebenso muss darauf geachtet werden, dass das Kochgeschirr nickelfrei ist. Kunststoffbehälter können aufgrund der Weichmacher ebenfalls problematisch sein. Das Trinkwasser aus der Leitung wird oft chemisch behandelt, damit es geniessbar ist. Trotzdem können Spuren von Pestiziden oder anderen Schadstoffen darin enthalten sein. So kann vielerorts von Betroffenen nicht einmal das Wasser aus der Leitung getrunken werden. Man ist auf stilles, vorzugsweise, wenn man auch empfindlich auf Schwefel reagiert, mineralstoffarmes Wasser aus Glasflaschen angewiesen. Getränke aus PET-Flaschen sind meist ebenfalls nicht verträglich, aufgrund der Weichmacher im Plastik.

Leiden Betroffene an zusätzlichen Allergien oder Intoleranzen, was häufig der Fall ist, gestaltet sich die Auswahl der Lebensmittel trotz guter Qualität sehr schwierig. Solchen mehrfach belasteten Personen beiben nur noch ein paar wenige Lebensmittel die sie konsumieren können.

Kleidung

Textilien enthalten viele Schadstoffe, die selbst durch mehrmaliges Waschen nicht verschwinden.

MCS-Betroffene reagieren auf geringste Rückstände sofort. Das Selbe gilt auch für Schuhe, Jacken, Mäntel, Haushaltswäsche. Schadstofffreie fast unbelastete Kleidungsstücke werden von speziellen Versandhäusern und Geschäften angeboten. Diese sind allerdings sehr teuer.

Manchmal hat man das Glück bei Billiganbietern unbelastete Kleidung zu entdecken, die aber dann oft durch die Ausgasungen der anderen angebotenen Textilien im gleichen Geschäft stark belastet sind. Die Chancen sind jedoch gross, solche Belastungen auswaschen zu können. Schwieriger wird es bei Kleidung die zwar biologisch ist, aber beim Hersteller mit einem Waschmittel gewaschen wurde, das Duftstoffe enthält. Es gibt Duftstoffe die bekommt man kaum raus, auch nach mehrmaligem Waschen nicht

Wohnen

Die Wohnung eines MCS-Betroffenen muss schadstofffrei und ruhig sein. Er ist auf einen erholsamen Schlaf angewiesen. Übliche Bau- und Wohnmaterialien wie Bodenbeläge, Wandfarben, Geräte, Einrichtungsgegenstände enthalten unzählige Schadstoffe die permanent ausgasen. Hat ein MCS-Betroffener einmal eine Wohnung gefunden die für ihn geeignet ist, und die er sich für ihn verträglich einrichten konnte, kann er sich glücklich schätzen. Ein Wechsel in eine andere Wohnung ist schwierig, wodurch man sich oft gefangen und in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt, denn man kann nicht wohnen wo man möchte oder wie es das Herz begehrt, man muss bleiben, wo man es aushält.

Was sich ausserhalb der Wohnung abspielt, birgt trotz verträglichem Wohnraum Gefahren, so z.B. gemeinschaftlich genutzte Räume wie Treppenhäuser, Keller, Waschküchen, Tiefgaragen usw. Selbst der Aufenthalt auf dem Balkon oder Gartensitzplatz ist nie uneingeschränkt möglich, wenn angrenzende Nachbarn Wäsche aufgehängt haben oder sich dort aufhalten. Rücksichtnahme und Verständnis von den Mitbewohnern ist da von Nöten, meist aber schwierig zu bekommen und es erfordert das persönliche klärende Gespräch, was sich schwierig gestaltet. Bekommt man das Verständnis nicht, wird das Wohnen zur Belastung und zum täglichen Spiessrutenlauf. Vielfach wird die Bitte um Rücksichtnahme auch als Angriff gesehen, was zu Mobbing führt. Gut aufgehoben ist man wirklich nur dann, wenn man eine gut verträgliche Wohnung hat und Nachbarn, die Verständnis zeigen.

Strassenarbeiten, Baustellen, Neubauten in der Nähe, Grünflächen in der Umgebung auf denen Unkrautvernichtungsmittel versprüht oder Pflanzen gespritzt werden, Industriebetriebe die mit Chemikalien arbeiten usw. sind ein Problem. Wohnt man in der Stadt ist man weit entfernt von Pestiziden, dafür wird man eingenebelt von Duftstoffen, Abgasen, Rauch und Shishadämpfen. Wohnt man auf dem Land, ausser man wohnt in einer Bio-Region, wird man mehrmals im Jahr mit dem Einsatz von Pestiziden, Insektiziden oder Gülle konfrontiert.

Arbeiten

Arbeitsplätze die für MCS-Betroffene geeignet sind, sind Illusion, denn die Gefahren einer Schadstoffexposition, die sich negativ auf die Gesundheit und somit auch auf die Leistungsfähigkeit auswirken, lauern überall. Sie stecken in der Einrichtung, in Arbeitsmaterialien, in Geräten oder in den Textilien und Körperpflegeprodukten der Mitarbeiter und Vorgesetzten. Arbeiten von zu Hause aus wäre möglich, ist aber kaum durchführbar, wenn Unterlagen ausgetauscht werden oder zwischendrin Besprechungen stattfinden müssen. Eine Arbeit die man in völliger Isolation zu Hause ausführen kann, ohne mit anderen Menschen oder Materialien in Berührung zu kommen gibt es nicht. Jedenfalls keine, mit der man sich einen angemessen Lebensunterhalt verdienen kann. Ausserdem ist die Isolation ein psychische Belastung.

Soziale Teilhabe

Kontakte mit anderen Personen sind mit dieser Krankheit nur sehr eingeschränkt möglich. Wenn das Gegenüber normal lebt, normal leben heisst für MCS-Betroffene sie verwenden Parfüm, Kosmetik, Körperpflegemittel, normale Kleidung, im Grunde all das was Schad- und Duftstoffe ausgast, dann führt das bei Erkrankten zu körperlichen Beschwerden. Gemeinsame Unternehmungen sind eine logistische Herausforderung und nur möglich, wenn das Gegenüber sich an gewisse Regeln hält und auf starke Auslöser verzichtet. Das tut keiner gerne, weil man sich in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt. Wer verzichtet schon gerne auf sein Lieblingsparfüm oder seinen Weichspüler. Oftmals sind Kontakte nur noch mit ganz wenigen Menschen möglich, die bewusst Rücksicht nehmen. Man trifft sich auch vorzugsweise im Freien. Trotzdem, ein Restrisiko bleibt. Besuche erhalten ist praktisch unmöglich, weil die Gefahr besteht, dass Stoffe (vor allem Duftstoffe, die lange anhalten) in die gut verträgliche Wohnung getragen werden. Irgendwohin auf Besuch gehen, zu Menschen die normal leben, ist aussichtslos. Es funktioniert vielleicht für kurze Aufenthalte in einer solchen Wohnung, aber nicht für ein gemütliches Zusammensein.

Mobilität

Das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln mit Klimaanlagen, Beduftung und den Ausgasungen aller Mitreisenden ist eine Qual für jeden MCS-Erkrankten. In einem Bus, Zug oder Flugzeug halten Betroffene es keine 5 Minuten aus, ohne darauf zu reagieren. Auf diese Weise auf Reisen zu gehen ist nicht möglich.

Wer irgendwann einmal ein Auto gefunden hat, dass für ihn geeignet ist, wird darum kämpfen, es möglichst lange behalten zu können, selbst wenn es schon fast auseinander fällt. Reparaturen an diesem müssen mit grösster Sorgfalt, Verständnis und Rücksichtnahme ausgeführt werden, sonst wird das verträgliche Gefährt zur Gefahr.

Es gibt keine Autos, die im Innenraum so ausgestattet sind, dass sie für MCS-Betroffene geeignet wären. Neuwagen, die sich die meisten Betroffenen ohnehin nicht mehr leisten können, gasen z.B. Weichmacher, Lösungsmittel, Flammschutzmittel aus. Gebrauchtwagen, die älter als 10 Jahre sind, könnten geeignet sein, weil nur noch wenige Schadstoffe von den Materialien abgegeben werden, doch wenn der Vorbesitzer Weichspüler, Waschmittel mit Duftstoffen, Parfüm, Aftershave, Haargel oder sonstige Produkte wie z.B. Duftbäumchen verwendet hat, dann ist dieses Auto für Betroffene beim besten Willen nicht geeignet. Diese Duftstoffe dringen in die Materialien und setzen sich dort fest, wo sie weiter ausgasen. Wiederholtes Einölen der betroffenen Teile und abwaschen mit Gallseife, kann helfen. Allerdings gibt es Stellen, die man nicht reinigen kann, weil die Duft-/Schadstoffe sich fest mit dem Material verbinden, wie z.B. der Schaumgummi in den Sitzen.

Und weil jeder normale Mensch Produkte mit Duftstoffen verwendet, ist es fast unmöglich ein geeignetes Fahrzeug zu finden. Das Fahren mit Maske behindert die Sicht und die Atmung und ist nur für kurze Strecken möglich. Ausserdem ist es ein Trugschluss zu glauben, man könnte sich mit einer Maske schützen, die nur die Atemluft filtert. Diese Stoffe wirken auch über die Schleimhäute, Augen, Haut.

Medizinische Versorgung

Auch wenn den MCS-Betroffenen von „normalen“ Ärzten (es bräuchte mehr Umweltmediziner) oft nicht geholfen werden kann, so sind doch manchmal Arztbesuche notwendig. Zahnarzt, Vorsorge, Notfälle. Viele Betroffene überlegen sich x-Male ob sie zum Arzt gehen sollen oder nicht, denn sie wissen: das Problem beginnt schon im Wartezimmer. Diese sind oft übervoll mit Patienten, die auf eine Behandlung warten. Dort müssen MCS-Betroffene in einer Duftwolke aus Parfüm, Haarshampoo, Körperpflegeprodukten, Weichspüler usw. ausharren bis sie dran kommen. Viele bitten darum, vor der Türe im Freien auf den Aufruf warten zu können, was oft nicht viel besser ist, aber doch eher auszuhalten. Zudem werden die Räumlichkeiten in den Arztpraxen nicht selten mit Duftsachen bestückt. Es soll ja möglichst nicht nach krank und nach Praxis riechen. Hinzu kommen die Duftstoffe in den Reinigungsmitteln und die vielen Desinfektionsmittel. Ein Arztbesuch ist für Betroffene eine grosse Belastung, dort wo ihnen eigentlich geholfen werden sollte. Sie suchen gesundheitlich angeschlagen Hilfe und setzen sich einer zusätzlichen Gefahrenquelle aus. Oft kommt dann noch, wenn man nicht DEN Arzt seines Vertrauens hat, dass MCS von vielen nicht ernst genommen wird. Medikamente werden meist gar keine mehr vertragen und wo nicht mit Chemie behandelt werden kann, macht sich Hilflosigkeit breit. Umweltmediziner, die für diese Krankheit kompetent wären, gibt es viel zu wenige. So werden Zahnbehandlungen und Vorsorgeuntersuchungen erst gar nicht wahr genommen oder lange hinaus geschoben. Die Betroffenen warten darauf bis es ihnen „so gut“ geht, dass sie das Abenteuer eines Arztbesuches wagen können. Um diesen Zustand zu erlangen, müssen sie sich vor einem Arztbesuch tagelang isolieren. Wenn ein Notfall eintritt, dann hilft eigentlich nur noch beten, dass der Notarzt die Notausweise berücksichtigt, die Dokumente durchliest und zuhört, wenn der Patient noch sprechen kann, denn dieser weiss am Besten was dann noch geht und was nicht mehr. Wer nicht mehr in der Lage ist, sich mitzuteilen, der hat hoffentlich jemanden an seiner Seite, der das für ihn tut. 

Freizeit

Wie soll ein Mensch, der all das berücksichtigen muss noch Ferien machen bzw. seine Freizeit normal gestalten? Theater, Ausstellungen, Stadtbummel, Museumsbesuche usw. … nichts ist mehr möglich. In Schwimmbädern z.B. ist die Atemluft belastet mit Chlordämpfen, Sonnenschutzmitteln der Badenden und Duftstoffen. Selbst das Baden in einem See kann zum Problem werden, aufgrund der Schadstoffe die dort durch die Badenden oder Boote ins Wasser gelangen.

Verkehrsmittel, Unterkunft, Verpflegung. Es kann für die Ferien nicht so organisiert werden, dass der Betroffene kein Risiko eingeht. Abgesehen davon, hat dieser zu Hause die Sicherheit, dass, wenn es ihm nicht gut geht, er sein Netzwerk und die Ärzte in der Nähe hat, die sich mit seiner Krankengeschichte auskennen. Kaum ein MCS-Betroffener kann noch Urlaub machen. Hat man das Glück sich ein Wohnmobil leisten zu können, das erst noch gut verträglich ist, kann man zumindest sein unbelastetes Zuhause mitnehmen und so ein wenig auf Reisen gehen.

Fazit:

Wie soll ein Mensch, dessen Alltag ein ständiger Spiessrutenlauf ist, einer Arbeit nachgehen können? Menschen mit dieser Krankheit sind nicht behindert, sie werden behindert und darüber sollten die Verantwortlichen einmal nachdenken. Könnten MCS-Betroffene ihren Grundbedarf ohne Schad- und Duftstoffe decken, dann wären sie oftmals noch zumindest zu einem Teil arbeitsfähig. Das ist aber nirgends gegeben und so werden Menschen mit MCS durch die Umwelt in höchstem Masse behindert und sind folglich auch als schwer Behinderte zu betrachten.
Alleine schon der Grundbedarf eines solchen Lebens wird zur täglichen Herausforderung.
Nicht der Betroffene ist nicht willig etwas zu ändern, sondern sein Umfeld, die Gesellschaft, die Umwelt um ihn herum, kann nicht geändert werden und so wird er zum Umweltkranken und folglich „behindert gemacht“.

Jeder MCS-Betroffene würde sich wünschen, dass die Verantwortlichen in Politik, Medizin und bei den Rentenanstalten das endlich erkennen.

Duftstoffe können krank machen!

Solltet Ihr ständig unter diffusen Beschwerden leiden, wie z.B. Muskel- und Gelenkschmerzen, Migräne, Magen- Darmbeschwerden, Probleme mit den Atemwegen, Juckreiz auf der Haut, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, grippeähnliche Symptome, ständig belegte Stimme, Schlafstörungen usw. dann solltet Ihr Euer Leben überdenken.
Duftstoffe bzw. die Chemikalien mit denen sie hergestellt werden (Benzyl Alkohol, Toluol, Terpentinöl, Moschus-Keton, Diethylphthalat, p-Cymol, 4-Vinylphenol usw.) können schwere gesundheitliche Schäden anrichten. Das solltet Ihr einfach wissen.

Sie hängen lange in der Luft und kleben förmlich dort wo sie sich niederlassen. Viele Hersteller von Waschmitteln, Weichspülern, Kosmetikprodukten und Parfüms werben damit, dass Düfte lange zu riechen sind. All das gelangt aber durch Eure Nase, Euren Mund und Eure Haut in Euren Körper. Sie bleiben dort haften, setzen sich auf Euren Schleimhäuten fest und dringen in Euren Körper ein. So gelangen sie,  in geringsten Spuren zwar, aber an einem Tag sammelt sich da ziemlich was zusammen, in den Verdauungstrakt und in die Blutbahn. Es ist ein schleichender Vergiftungsprozess und endet mit einem riesigen Chaos im Körper. Die Verdauungsorgane, die ja im Mund beginnen, sind empfindliche Schleimhäute, die durch solche Stoffe gereizt werden und sich entzünden können. Dazu kommt, dass viele Produkte mit Stoffen belastet sind, z.B. Zahnpasten (Emulgator Polyethylenglykol), die die Schleimhäute durchlässiger machen, dazu gehören auch die Stickoxide aus Autoabgasen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Auch der Darm leidet und wird durchlässiger für andere Schadstoffe (Leaky-Gut-Syndrom).

Duftstoffe, die in Parfüms, Lufterfrischern, Kosmetika, Waschmitteln usw. in hohen Mengen vorkommen, sind zum Teil hoch toxisch, krebserregend, sie schädigen die Nieren, das Nerven- und Immunsystem und hemmen oft wichtige Entgiftungsenzyme in der Leber. Sie wirken als Chemo-Sensibilisierer. Kurz gesagt, sie gefährden schlicht und einfach unsere Gesundheit. Ein Parfüm besteht aus einem Cocktail an giftigen Stoffen, die zum grossen Teil noch nicht einmal getestet sind. Was schert die Duftstoffindustrie Eure Gesundheit! Ein Parfüm ist nicht lebensnotwendig, also wird den Inhaltsstoffen keine grosse Beachtung geschenkt. Die „Konsumindustrie“ geht ja schon mit unseren Lebensmitteln nicht zimperlich um (Lebensmittelzusatzstoffe). Da braucht man gar nicht darüber nachdenken, was die mit Artikeln machen, die nicht der Lebensmittelverordnung unterliegen, wo wenigstens noch ein bisschen kontrolliert wird. Ihr seid also selbst Schuld, wenn Ihr das Zeug mit den Duftstoffen verwendet und es euch krank macht. Nur wird Euch das keiner sagen. Es geht ganz einfach nicht um Eure Gesundheit, sondern ums Geld.

Überlegt einmal: Würdet Ihr Eurer Parfüm trinken wollen? Nein?
Warum sprüht Ihr es dann auf Eure Haut? Die Haut ist das grösste Organ des Menschen!
Warum atmet Ihr es dann freiwillig ein? Ihr hüllt Euch in eine Duftwolke, die euch den ganzen Tag umgibt (sie wird ständig eingeatmet) und mit der Ihr sogar noch im Freien die Atemluft kontaminiert. Die Chemikalien dringen in Euren Körper, in Eure Lungen und gelangen von dort in die Blutbahn. Und weil die meisten Duftstoffe und ihre Trägerstoffe nicht wasserlöslich, sondern fettlöslich sind, gehen sie auch beim Duschen nicht komplett weg. Abgesehen davon, Ihr duscht euch Stunden nach dem Auftragen des Parfüms und das tut ihr wahrscheinlich auch noch mit einem Duschgel, das wiederum Duftstoffe und schädliche Chemikalien enthält. Ihr müsstet Euren Körper mit reinem Öl einreiben, um die Chemikalien aus der obersten Hautschicht zu lösen. Aber dann ist es zu spät, denn diese sind schon lange durch Eure Haut in die Blutbahn gewandert. Dasselbe passiert auch, wenn Ihr den Duft „nur“ auf Eure Haare oder auf Eure Kleider sprüht. Ihr atmet es ein und das stundenlang. Dass das nicht gesund ist, wissen viele schon und es gibt unzählige Warnungen. Ein paar wenige Links dazu am Schluss des Artikels.

In den USA wird seit Jahren schwangeren Frauen bereits geraten, auf Ihr Parfüm während der Schwangerschaft zu verzichten, denn in Embryos wurden Stoffe nachgewiesen, die in Parfüms enthalten sind, die von der Mutter verwendet wurden. In einigen Ländern gibt es sogar ein Verbot von Duftstoffen in öffentlichen Gebäuden. Und dies nicht ohne Grund!

Wisst Ihr wie viele Chemikalien und toxische Stoffe in solchen Düften stecken? Seid Ihr Euch bewusst, wie Eure Atemluft in Eurer Wohnung mit Düften und Chemikalien belastet wird?
Nur ein Beispiel: Ihr verwendet in Eurem Haushalt Produkte wie Waschmittel, Weichspüler, Reinigungsmittel, Geschirrspültabs, Luft“erfrischer“, Parfüm, Shampoo, Seife, Duschgel, Körperlotion, Deodorant, Möbelpolitur, Entkaltungsspray und vieles mehr, und die meisten täglich. Ihr wascht euch damit, verwendet es für die Körperpflege, putzt damit, „erfrischt“ die Luft, reinigt den Teppich, wascht Eure Wäsche usw. In all diesen Artikeln sind viele Chemikalien und Duftstoffe enthalten. Sie sind in Eurer Atemluft und setzen sich auf Eurem Körper, in Euren Kleidern, Haaren, Teppichen, Vorhängen usw. ab. Dort bleiben sie lange haften und sie sind schädlich!
Ihr glaubt, was gut riecht kann nicht schädlich sein? Irrtum!

Solltet Ihr also unter diffusen Beschwerden leiden, dann macht doch einmal den Test. Verwendet mindestens einen Monat lang Produkte ohne Duftstoffe. Lasst alles weg, was Duftstoffe enthält und achtet zudem auf verträgliche Inhaltsstoffe. Wenn es Euch dann besser geht, habt ihr eine Erkenntnis gewonnen und etwas für die Umwelt getan, denn das Zeug gefährdet nicht nur Eure Gesundheit, sondern belastet auch die Umwelt. Es gelangt jeden Tag in unglaublichen Mengen in die Luft und in die Abwässer. Das ist ein Bumerang, der immer wieder zu uns zurück kommt. Die Kläranlagen schaffen es schon lange nicht mehr, all die Chemikalien aus dem Wasser zu filtern. Nur sagt uns das niemand. Die Anlagen für Abwasserreinigung werden einfach mit Millionenbeträgen aufgerüstet (was der Steuerzahler berappt) bis zur nächsten Erkenntnis, dass nichts mehr geht; denn jährlich erfindet die Chemieindustrie Tausende von neuen Stoffen, deren Wirkung auf die Umwelt und Schädlichkeit noch niemand voraussehen kann und die wiederum speziell gefiltert werden müssen. So gehen Tonnen von giftigen Chemikalien jetzt schon alleine durch die Haushalte tagtäglich in unsere Abwässer und es werden immer mehr. Reste davon befinden sich in unserem Trinkwasser.

Wer eine feine Nase hat, hat vielleicht schon einmal beobachtet, dass es nach Waschmittel riecht, wenn er an einem Fluss spazieren geht. Das Auge sieht dann unter Umständen auch noch die Schauminseln die auf den Flüssen schwimmen oder am Ufer eines See’s hängen bleiben.

Es geht auch ohne Duft, ohne Chemie und ohne schädliche Stoffe. Es ist gar nicht so schwer. Viele Bioläden, Reformhäuser, ja sogar schon diverse Discounter verkaufen bereits duftfreie, biologische und 100% abbaubare Produkte. Aber Vorsicht! Auch hier muss man wissen, was man kauft. Wer glaubt, in Bioprodukten stecken nur natürliche Stoffe, der wird sehr oft getäuscht. So z.B. enthalten viele Shampoos, die als „bio“ verkauft werden, schädliche Inhaltsstoffe wie z.B. Sodiumlaurylsulfat und Duftstoffe die alles andere als natürlich sind. 100% reine ätherische Öle sind ebenfalls nicht unbedenklich, aufgrund ihrer Konzentration und werden zum Teil sogar als toxisch bezeichnet. Wer für sich und seine Umwelt was tun will, sollte sich informieren, die Zusammensetzungen der Produkte lesen und sich darüber informieren, was sie bedeuten.
Unter http://www.codecheck.ch könnt Ihr nachlesen, was in den Produkten enthalten ist, die Ihr verwendet. Ihr werdet staunen! Unter http://www.giftzwerg.ch kann man sich informieren, wie Gifte die Umwelt belasten.

Und hier ein paar informative Links bezüglich Duftstoffe:

http://www.allergie.de/duft-liegt-in-der-luft/
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/142648/index.html
http://www.daab.de/haut/allergie-auf-duftstoffe/

Der ganze normale Umweltwahnsinn!

MCS – multiple chemical sensitivity – wie Umweltschadstoffe Betroffenen das Leben nehmen

Ich habe in meiner Beratungstätigkeit für MCS-Betroffene und im Austausch mit anderen Erkrankten, aufgrund deren Erfahrungswerte und meiner eigenen, so viele Geschichten erlebt und gehört, die an Tragik kaum zu überbieten sind. Oft bleibt mir nur noch ein Gedanke: „WAHNSINN!!!“

Wahnsinn was da mit Betroffenen passiert! Ein Wahnsinn wie hartnäckig sich die Meinung hält, die Krankheit sei psychisch oder Simulation; ein Wahnsinn wie Politik und Medizin sich weiter in Ignoranz üben; und ein Wahnsinn, wie Betroffene sowohl im sozialen, privaten und beruflichen Bereich oft sich selbst überlassen werden: sie leiden unter mangelndem Verständnis, folglich entsprechender Rücksichtslosigkeit und unterlassener Hilfeleistung aufgrund von Ignoranz und Stigmatisierung.

Es ist ein Wahnsinn, dass der Mensch z.B. immer noch glaubt, sich in eine Hülle von künstlichen Duftstoffen (Parfüm, Weichspüler, Duftperlen), hergestellt aus einer Vielzahl von toxischen Chemikalien, verpacken zu müssen und somit zu wandelnden Duftschleudern im Freien zu werden, wodurch die mit anderen Schadstoffen angereicherte Atemluft zu einem unerträglichen und krank machenden Chemiecocktail wird, was nicht nur für MCS-Betroffene, sondern auch für viele andere längst schon zur Belästigung, zur alltäglichen Qual geworden ist.
Es ist ein Wahnsinn, dass über Umweltschadstoffe seit Jahren berichtet, informiert und diskutiert wird, die Zahl der Ignoranten aber immer noch die Anzahl derer mundtot machen will, die davor warnen.

Es ist ein Wahnsinn, beobachten zu müssen, wie alles was dieser Planet an Natürlichem zu bieten hat, in einem beängstigenden Tempo den Bach runter geht, weil der Mensch offensichtlich mit all den künstlichen Annehmlichkeiten die die Moderne zu bieten hat, gut und gerne an seiner eigenen Zerstörung weiterhin arbeiten  und wohl nur gut duftend und schadstoffbelastet an Leib und Leben untergehen will.
Null Bock auf Umdenken und Ziehen der Notbremse! Denn solange die Politik nicht Bahnbrechendes bestimmt, wiegt sich der normale Mensch in trügerischer Sicherheit.

Die Ursachen der körperlichen Schädigung durch die eine MCS-Erkrankung ausbrechen kann sind vielfältig. Diese können sein: Impfungen (Wirkstoffverstärker), Zahnbehandlungen (Amalgam), übermässige Chemikalienexpositionen am Arbeitsplatz und zu Hause (Schadstoffe aus Möbeln, Bodenbelägen, Einrichtungsgegenständen), Medikamente (z.B. Fluorchinolone oder Paracetamol), Schadstoffe im Haus (Schimmel, Formaldehyd usw.) Insgesamt geht man dabei von Umweltschadstoffen aus, die selten Sofortschäden und eine akute Vergiftung auslösen, sondern langfristig den Körper in einem schleichenden Prozess nachhaltig schädigen bzw. vergiften, so dass er irgendwann nicht mehr in der Lage ist, nur geringste Konzentrationen von diesen Stoffen zu tolerieren.
 
Um nur ein Beispiel dafür zu nennen: Es ist mittlerweile bekannt, dass Schadstoffe wie z.B. Stickoxide die Schleimhäute durchlässiger machen:

In der Fernsehsendung Maybrit Illner, im Oktober 2018,
Der Polit-Talk im ZDF „Politische Geisterfahrt – Wer zahlt für den Diesel-Skandal?“ kommt die Umweltmedizinerin Prof. Dr. Traidl Hoffmann zu Wort. Sie erklärt welche Auswirkungen Stickoxide und andere Umweltschadstoffe auf unsere Gesundheit haben.
Auszug aus dem Gespräch (48:08 – 54:05)/Frau Prof. Dr. Traidl Hoffmann:
Stickoxide sind verantwortlich für Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien, Diabetes, die in den letzten Jahrzehnten massiv zunehmen. Wir haben heute 40% Allergiker! Stickoxide und Umweltschadstoffe machen die Schleimhäute und die Haut UNDICHT! Sie werden wie ein Sieb, durch die wiederum alle anderen Umweltschadstoffe durch dringen können
(ungefiltert!!!). Es sind Langzeiteffekte. Man entwickelt langfristig Schäden, Zitat: „vor 20 Jahren wurde ich mit Stickoxiden exponiert und ich entwickle jetzt mein Asthma oder ich entwickle jetzt mein Diabetes … das sind langfristige Effekte …“ und weiter … „… mit den Grenzwerten, das ist so eine Geschichte … jeder reagiert da unterschiedlich … bei dem anderen hälts, beim anderen nicht … jede toxische Substanz in jeder toxischen Konzentration ist schädlich, je weniger desto besser. Hinzu kommt, dass wir auch unterschiedlich empfänglich sind … wir brauchen niedrige toxische Konzentrationen … um auch unterschiedliche empfängliche Menschen, d.h. alle gleich zu schützen … es ist nicht gut, dass wir uns nur auf eine toxische Substanz konzentrieren, weil am Ende sind wir natürlich mit ganz ganz viel Substanzen exponiert … die machen alle zusammen was, die Suppe der ganzen Dinge … wir müssen die Suppe reduzieren … Diese Schadstoffe führen zu frühzeitigem Tod …
Link zur Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=Y2FkuFiN6nk&t=3267s

Anmerkung: Alle reden vom Leaky Gut Syndrom, durchlässiger Darm! Woher das wohl kommt? Es gibt noch andere Stoffe die die Schleimhäute und Haut schädigen und durchlässiger machen, wie z.B. Triclosan, Weichmacher in Zahncremen, in Plastik, und, und, und …

Dr. Rhomberg, einer der führenden Umweltmediziner in Österreich, sagt es in einem Interview so:
„die Unverträglichkeiten nehmen massiv zu. In den 70er Jahren waren diese Unverträglichkeiten extrem selten (einer von Tausend) … Die Kranken haben jetzt massiv zugenommen, also die Menschen mit manifesten Unverträglichkeiten … Hauptangriffspunkt für Umweltschadstoffe sind: Das Immunsystem, das Fortpflanzungssystem und das zentrale Nervensystem … man geht davon aus, dass die psychiatrischen Erkrankungen wie z.B. Burnout (Zitat: „erschreckend wie die behandlungsbedürftigen seelischen Störungen zugenommen haben“) auf die Umweltschadstoffe zurück zu führen sind … mit anderen Worten, der Input von Schadstoffen, über die Luft, Hautkontakt, Nahrung
führt zu diesen Krankheiten … wir führen uns die Stoffe zu, die dem Leben nicht dienlich sind … wir entfernen uns immer mehr vom Natürlichen zum Ungesunden …
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Hu8q09MVCBs&t=1555s

Das Problem ist bei Umwelterkrankungen, egal welche Therapie oder Vorsichtsmassnahme wir anwenden oder treffen (Darmsanierung, Nahrungsergänzungsmittel in uns rein stopfen, gesunde Ernährung, Giftstoffe aus dem Haushalt entfernen, Wohnung sanieren und verträglich machen, Entgiftungskuren usw. ): Es ist reine Sisyphusarbeit und nur Schadensbegrenzung, solange wir in einer Umwelt leben, die nicht gesund ist, denn mittlerweile gibt es mehr Schadstoffe um uns herum, als gesundes Leben. Leider kann wohl kaum jemand der in einem westlichen Industrieland lebt von sich behaupten, dass er in einer schadstofffreien Umgebung lebt. Diese machen auch vor Grenzen nicht halt, das Ergebnis der Umweltkatastrophen- und sünden überall auf der Welt verteilt sich mit der Luft rund um den Globus und landet mit dem Regenwasser in unseren Böden, wo wir es dann durch die Lebensmittel in uns aufnehmen, wenngleich  diese auch nicht überall in der selben Konzentration „landen“. Die Belastungen sind unsichtbar, sie sind geruchlos, sie sind die stillen Killer, die wir täglich als Chemiecocktail aufnehmen. Als die ersten Zeichen der Krankheit MCS bei mir vor 25 Jahren begonnen haben, fühlte ich mich noch wie eine mit einer äusserst seltenen Krankheit und keiner wusste Bescheid. Mittlerweile sind so viele Menschen davon betroffen und so viele, bereits auch Junge und Kinder, zeigen die ersten Anzeichen der multiplen Chemikaliensensitivität.

Die Krankheit wurde 1948 entdeckt, also vor 70 Jahren. Mittlerweile haben sich die Ursachen zum ganz normalen Umweltwahnsinn entwickelt, der offensichtlich einfach nur noch hingenommen wird. Gut möglich, dass man sich bewusst ist, dass es ohnehin bereits zu spät ist und deshalb nichts mehr unternimmt.

Die Krankheit MCS – allergisch auf das Leben, das der Mensch künstlich gemacht hat
https://www.youtube.com/watch?v=8bVdjIt72F0&fbclid=IwAR1R3LXQ_vWQZiAGJOTzHpN37jwcyfV9ASQXW2bP-Ec7jwRvB2fn4mfyhmc

Lieber tot als in Not? – Brief an Christine

Liebe Christine

Ich kenne Deine Geschichte, aber ich kenne Dich nicht. Trotzdem bist Du mir in diesem Jahr nach so vielen Jahren „begegnet“, denn ich habe dank Dir ein bisschen Verständnis erfahren. Ich bin an eine mir bis dahin fremde Person in einer Behörde gelangt, die mir sagte: „Doch, ich kenne die Krankheit – ich weiss was sie durchmachen“, denn sie kannte Dich und sie hat mich deshalb ernst genommen. Was für ein Lichtblick in meinem Leben voll Unverständnis.

16 Jahre nach Deinem Tod erschüttert mich Deine Geschichte immer noch, denn mir ging/geht es so wie Dir, nur mit dem Unterschied vielleicht, dass ich das Glück habe, mit diesem unerschütterlichen Kämpfergen geboren zu sein, dass mich auffordert, den Mut nicht zu verlieren und weiterzumachen. Immer und immer wieder.
Zwischendrin kommt da ja auch mal ein kleiner Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben. Aber der Duftstoffwahnsinn nimmt kein Ende. Im Gegenteil. Er nimmt zu und ich habe einmal mehr den Zug verpasst, der mich da raus gebracht hätte. Weil ich gehofft habe mir würde HIER geholfen. Was für eine verschwendete Zeit, einem System zu vertrauen, dass mich glaubhaft hat machen lassen, damals, als ich noch gesund war und funktioniert habe, dass ich irgendwann einmal abgesichert wäre, wenn ich nicht mehr kann.

Du wärst heute so alt wie ich und vielleicht, wenn wir uns damals schon gekannt hätten, hätten wir uns gegenseitig stützen können, so wie es viele Betroffene heute versuchen. Wir helfen uns. Wir versuchen es, auch wenn es meist nur übers Telefon oder Internet ist und nicht über das Mutmachen hinaus geht, denn wie sollen wir uns sonst helfen? Die meisten von uns sind auf sich alleine gestellt und haben mit sich selbst zu tun. Und das tun sie oft mit letzter Kraft.
Damals als es Dich noch gab, waren wir noch nicht so vernetzt. Damals wusste ich auch noch nicht was ich heute weiss, nämlich dass der Ärztemarathon und die unsinnigen Bemühugen mit Entgiftungskuren und Nahrungsergänzungsmittel, Therapien von der Schulmedizin bis zum Wunderheiler, nichts nützen oder nur wenig, oft sogar noch schaden und unser Leiden verschlimmern. Das einzige was wirklich hilft ist, Auslöser meiden!

Der Körper muss zur Ruhe kommen. Ruhe und frische Luft, im besten Fall noch Zuspruch von lieben Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern, die einem das Gefühl geben „da ist jemand“. Damit man sich mit dieser Krankheit nicht allein gelassen fühlt. Liebe! Getragen und virtuell gehalten werden, wenn nichts mehr geht. Nur das hilft dann noch und ja, Gottvertrauen, immer wieder Gottvertrauen …


Aber ich habe es auch erlebt, sie werden immer weniger, die Freunde und ihr Verständnis, und die Verzweiflung wird bei uns grösser. Man geht vergessen, bevor man gestorben ist, und manchmal geht auch das Gottvertrauen verloren. Denn wenn wir die Liebe am Nötigsten hätten, dann bekommen wir sie nicht. Und wenn die ganze Welt Dich verlässt, dann bleibt da halt nur noch die andere, wo wir hoffen, geliebt und angenommen zu werden, so wie wir sind.
Die Welt wo Du jetzt bist.

Die Gesellschaft will keine kranken Menschen, keine die nicht mehr mithalten können, nicht mehr funktionieren. Die Gesellschaft ist selbst krank, krank wie die Umwelt und beides braucht dringend Hilfe. Sie können nicht helfen. Sie sind im Hamsterrad. Sie haben Angst ihre Arbeit zu verlieren. Mitgefühl/Empathie kann man sich nicht leisten, davon können sie sich nichts kaufen und es hindert sie am Treten im Hamsterrad, und in den Ferien MÜSSEN Sie ihr Programm abarbeiten. Sie müssen unbedingt etwas erleben, was sie glauben lässt, sich erholt zu haben. Man kann halt mit uns auch kein Halli-Galli mehr machen und sie brauchen die Ablenkung, weil sie am normalen Leben verzweifeln. An dem Leben, das wir nicht mehr haben.

Und sie brauchen die Droge Duft. Niemand will auf sein Parfüm oder Waschmittel/Weichspüler so ganz verzichten, damit es einem von MCS betroffenen Menschen möglich wäre, einer Arbeit nachzugehen. Es ist viel zu kompliziert für die anderen, mit uns noch etwas zu unternehmen, mit uns zusammen zu arbeiten, mit uns zu wohnen, mit uns zu verreisen, mit uns zu feiern. Sie bemühen sich zu verstehen, aber die ganze Tragweite der Krankheit erfassen sie nicht. Leider hören sie oft auch nicht wirklich zu. Man kann es noch so oft erklären. Sie können es oft nicht glauben. Wen wunderts, ich will es ja oft auch nicht wahrhaben, dass es ist wie es ist und bei uns Betroffenen hat es ja auch lange gedauert, bis wir begriffen haben, was mit uns los ist.

Aber das Interesse ist halt auch nicht da. Es geht ihnen noch zu gut. Ich frage mich oft: „Würde ich mich für die Krankheit interessieren, wenn ich sie nicht hätte?“ Wohl kaum. Sicher nicht in dem Ausmass. Aber zuhören würde ich, weil zuhören kann ich … wenigstens das, und versuchen, es zu verstehen, und das Gefühl geben, dass ich da bin, wenn nichts mehr geht und im Notfall würde ich es schaffen, solch einer Person beizustehen und sie nicht noch mit Duftstoffen einnebeln. Soviel Empathie gehört doch zur Grundausstattung eines Menschen oder nicht?

MCS wird immer noch kontrovers diskutiert, Christine. Uns wird immer noch nicht adäquat geholfen. Zu wenige Ärzte, die es interessiert. Ein paar wenige die sich für uns einsetzen, aber auch viele die aufgeben und froh sind, dass sie nicht mehr müssen.
Ich lasse nicht locker, recherchiere und hinterfrage. Ich will wissen, warum ich wie reagiere. Ich sehe mittlerweile viele Zusammenhänge, zwischen den bestehenden Allergien, chronischen Belastungen und der MCS. Es gibt Tage, wo ich Panik habe, einen körperlichen Beschwerdeschub, ausgelöst durch einen Duftstoff, einer Chemikalie oder ein falsches Lebensmittel, nicht zu überleben. Doch ich nutze die guten Tage, um den Schlüssel für unser Problem zu finden. Es sind wenige gute Tage, aber ich bemühe mich.

Nein, ich habe ihn noch nicht gefunden, den Schlüssel, die Lösung, aber ich weiss, wenn ich mich völlig isoliere und alle Auslöser meide, dass es mir dann ziemlich gut geht. Ich fühle mich so wunderbar normal. Ich glaube plötzlich völlig gesund zu sein und dann werde ich übermütig, ich glaube an ein Wunder und denke: „Hey, du bist geheilt“.
… Und dann Christine, dann, wenn ich übermütig werde und mir fest einbilde, dass ich geheilt bin, dann werde ich unvorsichtig, und dann gehe ich raus ins normale Leben, unter Leute und bekomme es wie eine Ohrfeige ins Gesicht geschleudert. Es legt mich wieder zusammen. Dann weiss ich, auch wenn ich es selbst immer wieder angezweifelt habe. Mit dieser Krankheit ist kein nur annähernd normales Leben mehr möglich.
Das ist schlimm, wirklich sehr schlimm. Es ist wie wenn man ein Auto fahren möchte, das man nicht fahren darf. Wohin mit all den Energien, wenn man sie nicht ausleben kann? Nicht in dieser Gesellschaft. Es beruhigt mich dann aber doch ein bisschen, dass ich weiss, dass ich solche Anfälle vermeiden kann, indem ich mein Immunsystem einfach nicht gegen die Wand fahre. Vielleicht nur ein bisschen, aber nie so viel, dass es für immer aus ist. Ich versuche es zu dosieren. Ich muss ja noch einkaufen gehen oder mit dem Hund raus. Aber das ist weitab von einem normalen Leben. Es ist kein Leben. Es ist grösste Not und dazu kommt, dass man für andere schon gestorben ist, obwohl man noch lebt.

Doch stell Dir vor. Es gab seit Deinem Tod auch kleine Erfolge, die für uns gross sind. Die MCS-Liga in Zürich hat ein Wohnbauprojekt realisiert. Dort gibt es jetzt Wohnungen für Betroffene. Es wäre für Dich DIE Chance gewesen!
Aber die Krankheit ist immer noch nicht anerkannt. Wir werden immer noch belächelt, nicht ernst genommen. Ich werde es wahrscheinlich auch nicht mehr erleben, dass sich das ändert. Es sind noch zu wenige davon betroffen, auch wenn es schon so viele sind, und es immer mehr werden. Unsere Erfahrungswerte interessieren nicht. Sie stehen nicht in medizinischen Lehrbüchern, und was dort nicht drin ist, das gibt es nicht, und wenn doch, dann wird die Krankheit im Bereich Psychosomatik aufgeführt oder psychiatrisiert. Um unsere Erfahrungen ernst zu nehmen müsste man uns ernsthaft zuhören.

Schade Christine, dass wir uns damals noch nicht gekannt haben. Ich habe in den letzten Jahren so vielen Mut gemacht, die nicht mehr konnten. Vielleicht wärst Du noch da, wenn wir uns „gehalten“ hätten. Klar, auch ich bin oft verzweifelt und ja, ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, dem ganzen ein Ende zu setzen. Aber ich habe einen Hund, dem ich versprochen habe, für ihn da zu sein, solange er lebt. Ich muss stark sein, für ihn …
Er hat kein schönes Leben mit mir, zu wenig von dem, was so ein Hundeherz erfreuen würde. Er liebt Menschen und geht auf sie zu, und ich muss ihn meist von ihnen fern halten, denn wenn sie ihn streicheln, dann riecht er nach Parfüm oder ich muss ihnen ausweichen, weil ich, egal wie ich mich drehe und wende, der Duftwolke nicht ausweichen kann. Er ist jetzt 10 Jahre alt und er hat eigentlich kein wirklich mega tolles Hundeleben gehabt, aber immer noch besser als jene armen Hunde, die in irgend einer Tötungsstation sind. Damit tröste ich mich, und so geht es ihm wohl besser als vielen anderen Hunden und es geht ihm besser als mir, weil er nicht weiss, dass das kein normales Leben ist. Er lebt mit mir das „Kein-Leben“ und doch haben wir unser gemeinsames Leben, und wenn wir dann irgendwo in der Natur sind und einfach nur die gute Luft geniessen , dann leben wir ein bisschen „normal“ und freuen uns, bis jemand durch den Wald joggt, der eine künstliche Duftwolke hinter sich herzieht, die minutenlang anhält und ihre volle Wirkung entfaltet.

Ach Christine … vielleicht habe ich mich schon so daran gewöhnt, dass ich kein normales Leben mehr habe, dass ich die Stufe „lieber tot als in Not“ gar nicht mehr schaffe. Du bist gegangen, weil Du mitten im Leben warst und so nicht mehr konntest. Ich bin geblieben, weil ich schon lange nicht mehr mitten im Leben bin und halt so weitermache.

Du hast alles versucht. Ich weiss was es heisst, alles zu probieren und immer wieder die Hoffnung aufgeben zu müssen und ständig auf der Flucht zu sein. Schlussendlich ist jede Geschichte von MCS-Betroffenen die, vom Spiessrutenlauf ins totale Vermeidungsverhalten, und von aller Welt verlassen zu werden. Da bin ich jetzt auch …

Du warst eine Getriebene, eine Vertriebene, ständig auf der Flucht. Du warst Flüchtling im eigenen Land und bist aus der Not in den Tod geflüchtet. Ich kann Dich verstehen … ich kann Dich so gut verstehen …

***

An dieser Stelle stand ein Link, der zu einem Artikel aus dem Jahr 2002 führt, in dem der Tod, die Gründe und die letzten Stunden von Christine beschrieben sind. Aus Datenschutzgründen habe ich diesen entfernt, weil darin der volle Name von Christine ersichtlich war. Der Link einer konsumkritischen Zeitung in der Schweiz ist zwar heute noch zu finden, wenn man den Titel kennt, trotzdem habe ich mich nicht getraut in hier direkt zu verlinken. Wen es interessiert, der kann ihn suchen unter „Flucht in den Tod“ vom Ktipp (Zeitschrift).

MCS heisst Blue Christmas für die meisten Betroffenen

Kennst Du es aus Deiner Kindheit?
Draussen spielen die Kinder und Du musst drinnen bleiben, weil Du krank bist?
Du schaust sehnsüchtig aus dem Fenster und hoffst, dass Du bald wieder gesund bist, damit Du mit den anderen draussen spielen kannst? Hast Du Dich darüber gefreut, wenn Dich dann endlich jemand besucht hat, aber wollten Dich viele nicht besuchen, weil sie Angst hatten, dass sie sich bei Dir anstecken?

Kannst Du Dich an dieses Gefühl erinnern? Und hast Du auch so sehr gehofft, dass Du bald wieder da raus kannst, alles wieder „normal“ ist, um mit den anderen spielen zu können, und wie erleichtert und froh Du warst, als Du wieder gesund warst?

MCS ist eine Krankheit, bei der Du fast nur noch hinter dem Fenster sitzt und manchmal sehnsüchtig raus schaust, dorthin, wo das Leben sich abspielt. Es kommt kaum jemand zu Dir. Nicht sie haben Angst, dass sie sich anstecken könnten, sondern Du läufst Gefahr, dass sie eine Chemikalie in Deine Wohnung bringen, die Symptome bei Dir auslöst. Für sie ist es sehr kompliziert und oft auch sehr anstrengend, darauf Rücksicht zu nehmen.
Die Hoffnung, dass Du da wieder einmal raus kannst, ist ganz gering. Du versuchst es ab und zu, aber dann musst Du wieder viele Tage hinter dem Fenster sitzen, weil Dein Körper das da draussen nicht aushält und die da draussen haben oft keine Ahnung, wie es denen da drinnen geht, oft sind sie durchs Spielen auch zu sehr abgelenkt, um sich darüber Gedanken zu machen, solange sie selbst nicht davon betroffen sind.
Und wenn Du dann wieder raus gehst und Dich mal kurz blicken lässt, ist für sie alles in Ordnung. Da braucht man auch nicht mehr nachzufragen. Doch wenn Du immer wieder gezwungen wirst, drinnen zu bleiben, weil Du immer wieder krank bist, dann werden sie bald auch nicht mehr nachfragen. Du gehst vergessen.

MCS ist keine Krankheit die man schnell mal auskuriert und dann überstanden hat.
MCS ist immer.

Einmal mehr gibt es Dinge, die ich zu MCS erklären will, denn nach wie vor ist das Unverständnis gross, obwohl schon so viel darüber gesagt, geschrieben und berichtet wurde. Liest es vielleicht gar niemand? Will man es nicht mehr hören? Interessiert es einen nicht, wenn man nicht selbst davon betroffen ist?

MCS ist KEINE Allergie, sondern eine Umwelt- und Multisystemerkrankung. Die körperlichen Beschwerden sind ähnlich einer Allergie, aber nicht behandelbar und sie betreffen den ganzen Körper.

MCS das ist, wenn das Giftfass im Körper voll ist, weil es überlastet ist und gleichzeitig eine Entgiftungsstörung vorliegt, wodurch die Giftstoffe nicht in nützlicher Frist abgebaut werden können, weshalb ein winziger weiterer „Tropfen“ das Fass zum Überlaufen bringt und eine Kaskade von Beschwerden auslöst. Entgiftungskuren bringen oft nichts, weil bereits zu viele Umweltgifte um uns herum sind, die der Organismus der Betroffenen nicht mehr verkraften kann.

MCS ist individuell. Nicht alle Betroffenen reagieren gleich oder auf alles. Bei den einen ist es mehr, bei den anderen weniger, je nachdem welche Chemikalie oder über Jahre verwendete Stoff das Fass des Einzelnen einmal zum Überlaufen gebracht hat. Egal was der Auslöser ist, er ist aber für alle Betroffenen sehr belastend, oft auch gefährlich und manchmal sogar lebensbedrohlich.

MCS das ist, wenn der Körper auf GERINGSTE Spuren reagiert. Man stelle sich einen Tropfen Parfüm in einem kleinen See vor. So eine geringe Menge genügt oft schon, um die schweren Beschwerden auszulösen. Oft ist es nur ein Hauch von irgendwas.

MCS, das ist wenn jemand aus Rücksichtnahme auf eine betroffene Person seine Haare mit einem duftfreien Shampoo gewaschen hat und der/die Betroffene reagiert trotzdem drauf, weil darin ein Konservierungsstoff enthalten ist, der durch die Körperwärme in die Luft abgegeben wird.

MCS, das ist wenn Betroffene BIO essen und ihr Körper sagt, dass es DEMETER sein muss.

MCS Betroffene reagieren nicht NUR auf Duftstoffe in der Luft, auch wenn das für viele eines der Hauptprobleme ist, weil man dem überall ausgesetzt ist. Sie reagieren grundsätzlich auf fast alle Chemikalien oft aber auch auf natürliche Stoffe wie z.B. Terpene in Hölzern (Möbel, Spaziergang im Wald), natürliche ätherische Öle, weil diese durch ihre hohe Konzentration toxisch sind und z.B. auch auf Kakao/Schokolade, weil darin der natürliche Stoff Theobromin enthalten ist, der eigentlich giftig ist, aber von Gesunden problemlos abgebaut werden kann. Theobromin ist für Hunde übrigens tödlich, weil auch der Stoffwechsel von Hunden nicht in der Lage ist, den Stoff abzubauen.

MCS das ist, wenn eine betroffene Person ein Geschenk auspackt, und es ihm den Atem raubt, weil es nach dem Parfüm des Absenders riecht, auch wenn dieser in dem Moment als er das Geschenk eingepackt hast grad kein Parfüm getragen hat. Die Duftmoleküle von Produkten mit Duftstoffen wie Parfüm, Waschmittel, Weichspüler, Duftkerzen und all der andere Dinge die in einem normalen Haushalt verwendet werden, lagern sich überall in der Wohnung ab.

MCS das ist wie Leben in einem Gefängnis, aber nicht weil man was verbrochen hat, sondern weil man dort SICHER ist.

MCS heisst Verzicht auf ein normales Leben, Verlust von Freunden, Familie. Soziale Kontakte sind kaum mehr möglich.

MCS bedeutet schlussendlich fast immer Verlust der Arbeit und dadurch entstehen finanzielle Probleme.

MCS macht es einem fast unmöglich, irgendwo Ferien zu machen oder Freizeit zu leben, weshalb viele Betroffene seit Jahren nichts mehr ausserhalb ihrer 4 Wände erlebt haben, was die Bezeichnung Erholung verdient hätte. Auch Theater, Konzerte, Kino usw. kann man schlicht und einfach vergessen.

MCS bedeutet Einzelhaft mit kontrolliertem Freigang.

MCS das ist, wenn einen die Menschen für verrückt erklären, weil man so natürlich wie möglich leben MUSS.

MCS das ist, wenn man grad noch klar im Kopf war und durch einen Duftstoff nichts mehr auf die Reihe bekommt und sich vorkommt, als wäre man schwerst dement.

MCS, das ist wenn man ein neues Kleidungsstück kauft und es so lange waschen muss, bist alle Chemikalien restlos ausgewaschen sind. Oft gelingt das gar nicht, denn gewisse Materialien saugen diese Stoffe regelrecht auf und sie haften dort ewig. Das ganze Verfahren von neuen Produkten verträglich machen, ist sehr zeitaufwendig und kostspielig.

MCS heisst, wenn man seinen Einkauf zuerst auf dem Fensterbrett oder im Garten auslüften muss, bevor man ihn in der Küche in die Schränke räumt, weil die Verpackungen nach den Duftstoffen riechen, die im Geschäft aus den Waschpulver-, Kosmetik- und Duftkerzenregalen auf die Lebensmittel strömen.

MCS heisst, dass man gesalzene Bionüsse kauft und man sie trotzdem nicht essen kann, weil das Salz ein Antiklumpmittel enthält.

MCS heisst, dass wenn man einen Unfall hat, wo es um Leben und Tod geht, die medizinische Versorgung den Tod bedeuten könnte, wenn die Krankheit nicht 100% ernst genommen wird und man ein Medikament verabreicht bekommt, das unverträglich ist (das sind die meisten).
(Deshalb wäre es so wichtig, dass MCS endlich anerkannt ist und mehr Informationsarbeit geleistet wird, damit Arzt, Sanitäter und Pflegepersonal eine Ahnung haben, worum es geht. In vielen Ländern ist das noch nicht der Fall.)

MCS das ist, wenn man gestern noch eine betroffene Person „gesund“ beim Einkaufen gesehen hat und diese die nächsten Tage nicht mehr unter Leute kann, weil sie die Nebenwirkungen von gestern abfangen muss. Dies ist nur durch striktes Meiden aller Auslöser möglich. Alles andere würde zum körperlichen Supergau führen.

MCS, darüber sind sich Fachleute einige, ist eine der schwersten Krankheiten, die wir kennen, ja schwerer noch als Krebs, weil MCS nicht behandelbar ist, kein normales Leben mehr möglich ist, Betroffene enorm eingeschränkt sind, Kontakte auf ein Minimum reduziert sind und sie nicht mehr am Leben teilhaben können. Alles was Ablenkung bringen, Freude machen und das Immunsystem stärken würde ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Aber nicht nur, dass das alles nicht mehr möglich ist, Betroffene werden oft ausgegrenzt, gemieden, nicht ernst genommen und zusätzlich noch diffamiert.

MCS sieht man den Betroffenen nicht an, weshalb sie oft für Simulanten gehalten werden.

MCS das ist, wenn der soziale Tod lange vor dem körperlichen kommt.

MCS heisst für die meisten von uns

HAVE YOURSELF A MERRY LITTLE CHRISTMAS

und das im wahrsten Sinne des Wortes …

In diesem Sinne beende ich das Blogjahr 2017. Viel werde ich zu diesem Thema wohl nicht mehr sagen,
ich fühle mich müde, erschöpft, bin des Kämpfens müde, weil ich feststellen muss, dass man uns nicht zuhört
und eigentlich alles keinen Sinn hat.
Steter Tropfen höhlt in diesem Fall nicht den Stein, sondern geht nur noch auf die Nerven. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Wir müssen also auf die „Epidemie“ warten … will heissen, dass wir nur hoffen können, dass immer mehr Menschen davon betroffen sind.

Macht euch Weihnachten so gemütlich und schön wie möglich.

Alles Liebe für euch.

Die Fülle in der Hülle

Wie viele Inhaltsstoffe braucht ein Medikament?

Ein Beispiel

Nachfolgend sind die Inhaltsstoffe eines Medikaments aufgeführt, das Menschen mit einer Histaminintoleranz verabreicht wird. Dabei geht es um den Wirkstoff Diaminoxydase, ein Enzym, das den Histaminabbau unterstützen soll.

Für ganz empfindliche Personen, wie z.B. MCS-Erkrankte, die ja in den meisten Fällen unter einer schweren Histaminintoleranz leiden und deshalb auch auf geringste Spuren von Chemikalien allergisch reagieren, wird das Medikament selbst aber aufgrund seiner Zusatzstoffe zum Problem.

Anhand dieses einen Beispiels möchte ich die Inhaltsstoffe einzeln aufzulisten und ihre Unbedenklichkeit bzw. Bedenklichkeit aufzeigen. Nachfolgend die Stoffe/Zusatz- bzw. Hilfsstoffe und eine Erklärung dazu, verbunden mit der Frage: „braucht es das alles wirklich“?

Povidon

zu diesem Inhaltsstoff habe ich keine nähere Bezeichnung gefunden, ausser die:

Povidon K 25 ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Povidone, der in Kombination mit Salzen als „künstliche Tränen“ zur Behandlung trockener Augen und zur Benetzung von Kontaktlinsen eingesetzt wird.

Was erfüllt er in diesem Medikament für einen Zweck?

Titandioxid

Ein Stoff, den Sie meiden sollten. Er ist sehr umstritten. 

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/titandioxid-verursacht-krebs-170204010.html

Talkum

Talkum gefährlich wie Asbest?

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/talkum-ia.html

Schellack

Ist eine Substanz, die aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus nach ihrem Saugen an bestimmten Pflanzen gewonnen wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schellack

Saccharose

harmlos = Zucker

Reisstärke

harmlos = wird aus Reis gewonnen in dem die Stärke aus dem Korn ausgewaschen wird

Hyprolose

wird aus einem Abfallprodukt der Baumwolle gewonnen und zu diesem Stoff verarbeitet, gilt als unbedenklich

https://de.wikipedia.org/wiki/Hydroxypropylcellulose

Ascorbinsäure

künstliche hergestelltes Vitamin C, kann die DNA schädigen

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ascorbinsaeure-ia.html

Gelatine

unbedenklich (Herkunft unbekannt)

Glycerol

Glycerol (auch Glycerin) ist ein Zuckeralkohol und die gebräuchliche Bezeichnung von Propantriol.
Kann gentechnisch verändert sein.

http://www.netdoktor.de/ernaehrung/e-422-glycerol/
https://de.wikipedia.org/wiki/Glycerin

Carmellose

Cellulose wird vor allem aus Nadel- und Laubhölzern gewonnen. Hat im Tierversuch bei Mäusen Darmentzündungen ausgelöst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Carboxymethylcellulosen

Cellulose, mikrokristallin

kann die Darmschleimhaut schädigen und durch dringen

https://www.prema-seva-naturheilpraxis.de/infothek-preise/naturheilkundliche-fachartikel/verborgene-gefahren-der-mikrokristallinen-Cellulose/

Stärke, acetyliert

gilt als unbedenklich … man beachte aber bitte das Herstellungsverfahren

https://de.wikipedia.org/wiki/Acetylierte_oxidierte_St%C3%A4rke

Protein Extrakt mit Diaminoxidase (Schwein)

Meines Erachtens würde z.B. der Wirkstoff in einer Gelatinekapsel vermischt mit Reisstärke genügen. Wofür braucht es all die anderen Stoffe? Sollte man bei so extrem empfindlichen Personen, die sowieso schon auf alles allergisch reagieren, nicht allem ausweichen, was erneut zu Reaktionen und bei längerfristiger Anwendung zu Nebenwirkungen führen kann?

Warum werden hier so viele Zusatzstoffe, nämlich 13 an der Zahl, rein gepackt?
Genügt ein Füllstoff nicht?
Braucht es einen Farbstoff?
Warum Zucker?
Warum Ascorbinsäure?

Fragen über Fragen, die mir wahrscheinlich nur ein Chemiker oder Pillendreher beantworten könnte. Vielleicht ist ja unter den Lesern meines Blogs der eine oder andere Fachmann, der mir für all die Zusatzstoffe ein Erklärung abgeben kann. Ich bin gespannt es zu erfahren.