Wahnsinn, der eigentliche Virus in unserer Gesellschaft

Als nicht von der Krankheit MCS Betroffener muss man wissen, dass Menschen mit dieser multiplen Chemikaliensensitivität auf geringste Spuren von Schadstoffen, Chemikalien, Duftstoffen usw. mit schweren körperlichen Beschwerden reagieren. Diese Stoffe sind überall. Die Symptome sind denen einer schweren Viruserkrankung sehr ähnlich.

Menschen mit dieser Krankheit müssen, um diese Auslöser zu vermeiden sich selbst vor diesen Auslösern schützen, weil sie sonst krank werden. Sie können so krank davon werden, dass sie daran sterben können. Das alles aber wird den Betroffenen von den Behörden, Versicherungsanstalten, Politikern ständig und immer wieder abgesprochen, weshalb sie mit diesem Problem mehrheitlich alleine dastehen und immer noch um ihre Rechte kämpfen, sei es, wenn es darum geht, in der Gesellschaft auf diese Krankheit Rücksicht zu nehmen, um einen angepassten Arbeitsplatz zu finden oder im schlimmsten Fall eine Berufsunfähigkeitsrente zu bekommen. Seit Jahren ist das schon so! Die Krankheit MCS ist aber seit 1948 bekannt!

Und dann, im Frühjahr 2020 kommt Corona. Anfänglich dachte ich, „Toll! Ich kann Selbstisolation.
Ich kann Schutzmassnahmen“. „Ich kann Maske“. Doch immer mehr und mehr kam eine ganz schlimme Erkenntnis. In Zeiten von Corona ist all das möglich, wofür wir Betroffenen uns seit Jahren einsetzen und darum kämpfen. Jetzt ist es staatlich verordnet, sich selbst zu isolieren, sich zu schützen, Abstand zu halten, Maske zu tragen, Rücksicht zu nehmen. Niemand hinterfragt es. Niemand belächelt es. Niemand lehnt sich dagegen auf! Niemand würde einen anderen diskriminieren, weil er eine Maske trägt, weil er um Abstand bittet, weil er nur noch zu Hause sitzt, um sich vor den Virenschleudern zu schützen. Es ist staatlich verordnet, also ist es normal. Und es ist unsere Pflicht es zu tun, um Virusinfektionen zu vermeiden, denn diese kleinen Biester können überall sein. Ja, sie können sogar fliegen, selbst wenn man eine Maske trägt. Sie fliegen durch die Schlitze neben der Maske rein, durch die Maske durch, sie fliegen uns in die Augen, sie kleben an Türklinken, auf Papier, Verpackungen, an Einkaufswagen etc.. Sie sind einfach überall.
Und so ist es mit den Chemikalien und Duftstoffen. Sie fliegen!!! Sie sind auch überall. Hängen in Kleidern, kleben auf Türklinken, auf Verpackungen, fressen sich richtig durch diese durch, hängen in der Luft, werden von den Menschen ausgeströmt.

Und was ist da jetzt anders?
Jahrelang habe ich mich bemüht, eine Stelle im Homeoffice zu bekommen. Man hat mich nur mit einem grossen Fragezeichen im Gesicht angesehen. Das ginge so doch gar nicht. Man bräuchte doch auch den Kontakt zu Kunden, Mitarbeitern. Dann habe ich um Schutzmassnahmen im Betrieb selbst gebeten. Wie ich mir das vorstelle! Man könnte mir doch keinen Glaskasten in ein Grossraumbüro stellen. Jahrelang habe ich gesagt, wie wichtig es für mich ist, soziale Kontakte zu meiden, weil es ein Ding der Unmöglichkeit ist, nur schon in einer kleinen Runde von 8 Leuten darum zu bitten, auf Duftstoffe zu verzichten. Der private Kreis wurde immer kleiner, weil fast niemand die Strapazen auf sich nehmen wollte, Rücksicht zu nehmen. Zu sehr fühlte man sich in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt und sah die Massnahmen als Hysterie an. Und von medizinischer Seite wurde mir dringend geraten, so viel wie möglich soziale Kontakte trotz allem zu pflegen, weil Isolation krank macht.

Und jetzt? Corona machts möglich. Überall Plexiglaswände um die Mitarbeiter zu schützen. Schutzmaske und Schutzhandschuhe gehören zur Grundausstattung. Abstände müssen strikt eingehalten werden. Ganze Läden werden dafür angepasst, umgebaut, ausgestattet. Man erfindet im privaten Bereich Möglichkeiten, sich doch zu „treffen“ mit Abstand, mit Schutzmassnahmen, mit viel viel Rücksichtnahme. Ich staune, was alles möglich ist, wenn es alle betrifft und bin gleichzeitig entsetzt darüber, dass der Mensch offensichtlich nur bereit ist etwas zu tun wenn er selbst und die Masse davon betroffen ist, nicht aber, wenn es ein paar wenige betrifft.

Fazit: Die Politik und Medizin, ja die ganze Gesellschaft, die jetzt all die Massnahmen unterstützen, haben mir seit Jahren die Möglichkeit verwehrt, mir einen angepassten Arbeitsplatz zu ermöglichen, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten und ein menschenwürdiges Leben zu leben.

Eines weiss ich jetzt schon, egal wie die Corona Geschichte ausgeht. Diese Virusgeschichte wird wahrscheinlich irgendwann ein Ende haben, spätestens dann, wenn der Impfstoff verfügbar ist und die Menschen sich in Sicherheit wiegen können, damit sie weiterleben können wie bisher, auf Teufel komm raus und stets am Limit des für die Umwelt und der Mitmenschen Erträglichen.

Die MCS Geschichte geht weiter, weil die Rücksichtnahme und das Verständnis nur dann gegeben ist, wenn es alle betrifft. Denn genau die Menschen, die jetzt panische Angst vor dem Virus haben, haben auch oft am Wenigsten das Verständnis für andere, weil ihnen in ihrer Panik das Augenmass verloren geht, und das sind leider die meisten. Sie haben auch nicht begriffen und werden es nie begreifen, dass die Umweltschadstoffe inklusive Elektrosmog unser Immunsystem tagtäglich so arg strapazieren, dass irgendwann nichts mehr geht.

Wir leben ein Leben völlig wider die Natur des Menschen. Dass wir dadurch immer angreifbarer/empfindlicher werden und auf Viren und Bakterien reagieren, und dass das nicht auf ewig gut gehen kann, dessen ist sich kaum jemand bewusst.
Oder wie Sarah Wiener (österr. Starköchin) sagt: “ Wir glauben, wir können als einzige gesund bleiben in einer Umwelt, die wir rundherum krank machen“.