Inhaltsstoff: Alcohol denat. (denaturierter/vergällter Alkohol)

Klingt harmlos, ist es aber nicht!


Ein ganz wichtiges Thema zu gefährlichen Stoffen in den Produkten des täglichen Gebrauchs.

Ich versuche es kurz zu machen, auch wenn das Thema sehr lang ist. Es ist aber grundsätzlich einfach zu erklären.

Alkohol/Ethanol wurde/wird vielen Produkten als Konservierungsstoff beigesetzt.
Reiner Alkohol löst keine Allergien aus und ist als Inhaltsstoff unbedenklich.
Er unterliegt aber der Brandweinsteuer was ihn zu einem teuren Rohstoff macht und er kann auch „missbraucht“ werden, will heissen, man könnte ein Produkt zweckentfremden und es trinken, anstelle von Alkohol. Soll es ja alles schon gegeben haben, z.B. dass Alkoholiker statt Wein Sprit oder Pitralon (Aftershave) trinken.

Der Alkohol wird also vergällt/denaturiert, um ihn ungeniessbar und billiger zu machen, das heisst, seine natürliche Form wird dermassen verfälscht, dass er nicht mehr als reiner Alkohol bezeichnet werden kann. So kann man ihn kostengünstiger einsetzen (keine Brandweinsteuer, also günstiger Rohstoff) und die Gefahr, dass jemand zur falschen Flasche greift ist insofern gebannt, als dass dieser beim ersten Schluck schon mehr Brechreiz hätte als Genuss.

Die Bezeichnung Alcohol denat. bedeutet also, dass billigster Alkohol enthalten ist, der mit Vergällungsmitteln behandelt wurde. Diesen Alkohol finden wir in fast jedem Produkt, in Parfüms, in Zahncremes, in Körperpflegeprodukten, in Sonnenmilch, in Produkten zur Hautpflege (auch „sensitiv“), in Waschmitteln, Reinigungsmitteln, im Nagelackentferner und, und, und …

Nun aber ist es so, dass all die Vergällungsmittel die eingesetzt werden, um den Alkohol zu denaturieren, allesamt nicht unbedenklich bzw. schädlich sind.

Als Vergällungsmittel werden eingesetzt: Methylethylketon, Denatoniumbenzoat, Ethyl-sec-amylketon (5-Methylheptan-3-on), Isopropylalkohol (Propan-2-ol), Petrolether, Toluol, Cyclohexan, Schellack, Fichtenkolophonium, Phthalsäurediethylester, Thymol und Diethylether.

Ein einziges Vergällungsmittel sei hier genauer beschrieben, z.B.
Phthalsäuredibutylester
(weitere Bezeichnungen sind: DBP/Dibutylphthalat, Butylphthalat, Elaol, Dibutylbenzol-1,2-dicarboxylat)

Es findet als Vergällungsmittel Verwendung in/Auszug aus Wikipedia: „DBP wird hauptsächlich als Weichmacher für PVC[13][14] und als Absorbens (Waschflüssigkeit)[15] zur Reinigung von Gasgemischen und organischen Verbindungen eingesetzt. Ferner findet es Verwendung als Zusatzstoff in Medikamentenhüllen, damit sich die Inhaltsstoffe nicht schon im Magen, sondern erst im Darm auflösen. Dabei handelt es sich unter anderem um Medikamente gegen Erkältungen, Bronchitis, Asthma, Schlafstörungen, erhöhte Cholesterinwerte und Eisenmangel.“

Unter Toxikologie auf Wikipedia ist über DBP zu lesen:
„Einatmen oder Verschlucken kann zu Gesundheitsschäden führen und es treten vorübergehende Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen etc. auf. Eine Einnahme kann die Atemwege, Verdauungswege und Augen reizen: z. B. Brennen, Kratzen. Dibutylphthalat wirkt im Tierversuch entwicklungs-, reproduktions- und embryotoxisch. Die Europäische Union stuft Dibutylphthalat als „fortpflanzungsgefährdend“ ein und hat für die tägliche Aufnahme einen TDI-Wert („tolerable daily intake“) von 10 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht festgesetzt (seit Juli 2005, vorher 100 Mikrogramm). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft DBP als „frucht- und entwicklungsschädigend“ ein. Es ist sehr giftig für Wasserorganismen und kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben – es ist wassergefährdend (WGK 2) und ein Meeresschadstoff.“

Das ist nur einer von den verwendeten Vergällungsmitteln und alle anderen sind nicht besser. Man kann und soll es bitte selbst nachlesen bzw. sich einmal die Arbeit machen und sich jeden einzelnen Stoff zu Gemüte führen.
Wie sinnvoll es also ist, Alkohol auf diese schädliche Weise zu denaturieren, ist fraglich, denn was wenn es jemand nicht weiss, sich vom bitteren Geschmack nicht abbringen lässt und es trotzdem trinkt? Aber man muss das Zeug ja nicht einmal trinken, es genügt schon, es zusammen mit dem täglichen Parfüm oder der Körpercreme zu verwenden. Die Haut ist unser grösstes Organ und diese Stoffe gehen durch unsere Haut in den Körper und schaden!

Fazit: Alcohol denat. klingt also erst Mal sehr harmlos ist es aber nicht. Dahinter verstecken sich gefährliche Stoffe/Weichmacher die in fast jedem Produkt enthalten sind. Für MCS-Betroffene ist das wichtig zu wissen.
Auch in duftfreien Pflegeprodukten ist denaturierter Alcohol enthalten. Auch Toluol ist ein Vergällungsmittel und gleichzeitig ein Duftstoff. Wenn also etwas als duft- bzw. parfümfrei angeboten wird und gleichzeitig aber einen lieblichen Eigengeruch hat, dann könnte es an Alcohol denat. liegen. Denn womit der Alkohol vergällt wird, muss nicht angegeben werden und abgesehen davon: Denaturierter Alkohol ist so oder so brandgefährlich!

Hier wird die Vergällung von Alkohol fachlich einfach erklärt:
https://www.internetchemie.info/chemie-lexikon/stoffe/d/denaturierter%20alkohol.php

 

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