Der ganze normale Umweltwahnsinn!

MCS – multiple chemical sensitivity – wie Umweltschadstoffe Betroffenen das Leben nehmen

Ich habe in meiner Beratungstätigkeit für MCS-Betroffene und im Austausch mit anderen Erkrankten, aufgrund deren Erfahrungswerte und meiner eigenen, so viele Geschichten erlebt und gehört, die an Tragik kaum zu überbieten sind. Oft bleibt mir nur noch ein Gedanke: „WAHNSINN!!!“

Wahnsinn was da mit Betroffenen passiert! Ein Wahnsinn wie hartnäckig sich die Meinung hält, die Krankheit sei psychisch oder Simulation; ein Wahnsinn wie Politik und Medizin sich weiter in Ignoranz üben; und ein Wahnsinn, wie Betroffene sowohl im sozialen, privaten und beruflichen Bereich oft sich selbst überlassen werden: sie leiden unter mangelndem Verständnis, folglich entsprechender Rücksichtslosigkeit und unterlassener Hilfeleistung aufgrund von Ignoranz und Stigmatisierung.

Es ist ein Wahnsinn, dass der Mensch z.B. immer noch glaubt, sich in eine Hülle von künstlichen Duftstoffen (Parfüm, Weichspüler, Duftperlen), hergestellt aus einer Vielzahl von toxischen Chemikalien, verpacken zu müssen und somit zu wandelnden Duftschleudern im Freien zu werden, wodurch die mit anderen Schadstoffen angereicherte Atemluft zu einem unerträglichen und krank machenden Chemiecocktail wird, was nicht nur für MCS-Betroffene, sondern auch für viele andere längst schon zur Belästigung, zur alltäglichen Qual geworden ist.
Es ist ein Wahnsinn, dass über Umweltschadstoffe seit Jahren berichtet, informiert und diskutiert wird, die Zahl der Ignoranten aber immer noch die Anzahl derer mundtot machen will, die davor warnen.

Es ist ein Wahnsinn, beobachten zu müssen, wie alles was dieser Planet an Natürlichem zu bieten hat, in einem beängstigenden Tempo den Bach runter geht, weil der Mensch offensichtlich mit all den künstlichen Annehmlichkeiten die die Moderne zu bieten hat, gut und gerne an seiner eigenen Zerstörung weiterhin arbeiten  und wohl nur gut duftend und schadstoffbelastet an Leib und Leben untergehen will.
Null Bock auf Umdenken und Ziehen der Notbremse! Denn solange die Politik nicht Bahnbrechendes bestimmt, wiegt sich der normale Mensch in trügerischer Sicherheit.

Die Ursachen der körperlichen Schädigung durch die eine MCS-Erkrankung ausbrechen kann sind vielfältig. Diese können sein: Impfungen (Wirkstoffverstärker), Zahnbehandlungen (Amalgam), übermässige Chemikalienexpositionen am Arbeitsplatz und zu Hause (Schadstoffe aus Möbeln, Bodenbelägen, Einrichtungsgegenständen), Medikamente (z.B. Fluorchinolone oder Paracetamol), Schadstoffe im Haus (Schimmel, Formaldehyd usw.) Insgesamt geht man dabei von Umweltschadstoffen aus, die selten Sofortschäden und eine akute Vergiftung auslösen, sondern langfristig den Körper in einem schleichenden Prozess nachhaltig schädigen bzw. vergiften, so dass er irgendwann nicht mehr in der Lage ist, nur geringste Konzentrationen von diesen Stoffen zu tolerieren.
 
Um nur ein Beispiel dafür zu nennen: Es ist mittlerweile bekannt, dass Schadstoffe wie z.B. Stickoxide die Schleimhäute durchlässiger machen:

In der Fernsehsendung Maybrit Illner, im Oktober 2018,
Der Polit-Talk im ZDF „Politische Geisterfahrt – Wer zahlt für den Diesel-Skandal?“ kommt die Umweltmedizinerin Prof. Dr. Traidl Hoffmann zu Wort. Sie erklärt welche Auswirkungen Stickoxide und andere Umweltschadstoffe auf unsere Gesundheit haben.
Auszug aus dem Gespräch (48:08 – 54:05)/Frau Prof. Dr. Traidl Hoffmann:
Stickoxide sind verantwortlich für Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien, Diabetes, die in den letzten Jahrzehnten massiv zunehmen. Wir haben heute 40% Allergiker! Stickoxide und Umweltschadstoffe machen die Schleimhäute und die Haut UNDICHT! Sie werden wie ein Sieb, durch die wiederum alle anderen Umweltschadstoffe durch dringen können
(ungefiltert!!!). Es sind Langzeiteffekte. Man entwickelt langfristig Schäden, Zitat: „vor 20 Jahren wurde ich mit Stickoxiden exponiert und ich entwickle jetzt mein Asthma oder ich entwickle jetzt mein Diabetes … das sind langfristige Effekte …“ und weiter … „… mit den Grenzwerten, das ist so eine Geschichte … jeder reagiert da unterschiedlich … bei dem anderen hälts, beim anderen nicht … jede toxische Substanz in jeder toxischen Konzentration ist schädlich, je weniger desto besser. Hinzu kommt, dass wir auch unterschiedlich empfänglich sind … wir brauchen niedrige toxische Konzentrationen … um auch unterschiedliche empfängliche Menschen, d.h. alle gleich zu schützen … es ist nicht gut, dass wir uns nur auf eine toxische Substanz konzentrieren, weil am Ende sind wir natürlich mit ganz ganz viel Substanzen exponiert … die machen alle zusammen was, die Suppe der ganzen Dinge … wir müssen die Suppe reduzieren … Diese Schadstoffe führen zu frühzeitigem Tod …
Link zur Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=Y2FkuFiN6nk&t=3267s

Anmerkung: Alle reden vom Leaky Gut Syndrom, durchlässiger Darm! Woher das wohl kommt? Es gibt noch andere Stoffe die die Schleimhäute und Haut schädigen und durchlässiger machen, wie z.B. Triclosan, Weichmacher in Zahncremen, in Plastik, und, und, und …

Dr. Rhomberg, einer der führenden Umweltmediziner in Österreich, sagt es in einem Interview so:
„die Unverträglichkeiten nehmen massiv zu. In den 70er Jahren waren diese Unverträglichkeiten extrem selten (einer von Tausend) … Die Kranken haben jetzt massiv zugenommen, also die Menschen mit manifesten Unverträglichkeiten … Hauptangriffspunkt für Umweltschadstoffe sind: Das Immunsystem, das Fortpflanzungssystem und das zentrale Nervensystem … man geht davon aus, dass die psychiatrischen Erkrankungen wie z.B. Burnout (Zitat: „erschreckend wie die behandlungsbedürftigen seelischen Störungen zugenommen haben“) auf die Umweltschadstoffe zurück zu führen sind … mit anderen Worten, der Input von Schadstoffen, über die Luft, Hautkontakt, Nahrung
führt zu diesen Krankheiten … wir führen uns die Stoffe zu, die dem Leben nicht dienlich sind … wir entfernen uns immer mehr vom Natürlichen zum Ungesunden …
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Hu8q09MVCBs&t=1555s

Das Problem ist bei Umwelterkrankungen, egal welche Therapie oder Vorsichtsmassnahme wir anwenden oder treffen (Darmsanierung, Nahrungsergänzungsmittel in uns rein stopfen, gesunde Ernährung, Giftstoffe aus dem Haushalt entfernen, Wohnung sanieren und verträglich machen, Entgiftungskuren usw. ): Es ist reine Sisyphusarbeit und nur Schadensbegrenzung, solange wir in einer Umwelt leben, die nicht gesund ist, denn mittlerweile gibt es mehr Schadstoffe um uns herum, als gesundes Leben. Leider kann wohl kaum jemand der in einem westlichen Industrieland lebt von sich behaupten, dass er in einer schadstofffreien Umgebung lebt. Diese machen auch vor Grenzen nicht halt, das Ergebnis der Umweltkatastrophen- und sünden überall auf der Welt verteilt sich mit der Luft rund um den Globus und landet mit dem Regenwasser in unseren Böden, wo wir es dann durch die Lebensmittel in uns aufnehmen, wenngleich  diese auch nicht überall in der selben Konzentration „landen“. Die Belastungen sind unsichtbar, sie sind geruchlos, sie sind die stillen Killer, die wir täglich als Chemiecocktail aufnehmen. Als die ersten Zeichen der Krankheit MCS bei mir vor 25 Jahren begonnen haben, fühlte ich mich noch wie eine mit einer äusserst seltenen Krankheit und keiner wusste Bescheid. Mittlerweile sind so viele Menschen davon betroffen und so viele, bereits auch Junge und Kinder, zeigen die ersten Anzeichen der multiplen Chemikaliensensitivität.

Die Krankheit wurde 1948 entdeckt, also vor 70 Jahren. Mittlerweile haben sich die Ursachen zum ganz normalen Umweltwahnsinn entwickelt, der offensichtlich einfach nur noch hingenommen wird. Gut möglich, dass man sich bewusst ist, dass es ohnehin bereits zu spät ist und deshalb nichts mehr unternimmt.

Die Krankheit MCS – allergisch auf das Leben, das der Mensch künstlich gemacht hat
https://www.youtube.com/watch?v=8bVdjIt72F0&fbclid=IwAR1R3LXQ_vWQZiAGJOTzHpN37jwcyfV9ASQXW2bP-Ec7jwRvB2fn4mfyhmc

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