„Psychobiologie der Hoffnung“ – „the right environment“

und die innere und äussere Vergiftung der Menschheit

In einem Buch aus dem Jahr 1913 von Georg Mayer ist von einer Massenerkrankung durch Nahrungs- und Genussmittel die Rede, und es wird dabei auf die verschiedenen chemischen Substanzen hingewiesen, die sich z.B. in unserer Nahrung befinden.
https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/georg-mayer/massenerkrankungen-durch-nahrungs-und-genussmittelvergiftungen/id/9783663007753

Harriet Braiker hat in Ihrem Buch „Giftige Beziehungen: Wenn andere uns krank machen“ sehr gut beschrieben, was passiert, wenn man versucht, solche Beziehungen aufrecht zu erhalten. Sie vergiften den Körper und machen krank.

https://www.amazon.de/Giftige-Beziehungen-andere-krank-machen/dp/3596151953

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Psychischer Missbrauch (zwischenmenschlich) und strukturelle Gewalt (oft Missbrauch, der vom System ausgeht) sind nicht förderlich für eine seelische und körperliche Gesundheit.
Sendung Scobel: Psychische Gewalt  https://www.youtube.com/watch?v=EG04vU2h7Rw&t=35s

Der Mensch muss sich tagtäglich in einer destruktiven Gesellschaft behaupten und erlebt immer mehr Rücksichtslosigkeit und Zerstörung in der Natur.
Unser zwischenmenschliches Überleben gestaltet sich fast nur noch in einem Umfeld aus Konkurrenzkampf, Wettbewerbsdenken mit Ellbogentechnik, Ausbeutung, Aggression, Demütigungen, Futterneid, Mobbing, Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit, Empathielosigkeit usw. man lese dazu das Buch von Dr. Manfred Lutz: „Irre – Wir behandeln die Falschen“.
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Irre-Wir-behandeln-die-Falschen/Manfred-Luetz/Goldmann-TB/e365570.rhd

Demgegenüber steht eine immer kleiner werdende Minderheit von empathischen Einzelkämpfern, die versucht, weiterhin mit Tugenden wie Ehrlichkeit, Anstand, Freundlichkeit, Höflichkeit, Mitgefühl und Umweltbewusstsein, ihren Alltag zu bewältigen. Das brennt diese mit der Zeit vollends aus, denn sie bekommen kaum noch das Feedback, das sie in ihrer „Tugendhaftigkeit“ bestätigen würde, sie werden eher als Weltverbesserer, Spinner und Träumer bezeichnet.

Der Mensch leidet und mit ihm seine Umwelt, nicht zuletzt auch aufgrund der Eigenschaften des egoistischen Menschen. Schöne erholsame grüne Plätze werden zubetoniert und darauf Bauten mit Wohn- und Geschäftsräumen hochgezogen, die einer artgerechten Haltung des Menschen wohl kaum noch entsprechen.
Aus den wenigen Ackerflächen die bleiben, wird durch Überdüngung und Einsatz von massenhaft Pestiziden und Insektiziden möglichst viel heraus geholt. Chemie im Alltag wird tonnenweise täglich ins Abwasser gespült. Wir sind Abgasen von oben und unten ausgesetzt und ständig mit Ausgasungen von schädlichen Materialien konfrontiert, die sich überall befinden und durch die Zunahme der Bevölkerung nicht weniger werden.

Wie soll ein Mensch da geistig, seelisch und körperlich gesund bleiben, wo er doch mittlerweile ständig inneren und äusseren Vergiftungen ausgesetzt ist.

Psychiatrische Einrichtungen, juristische Anlaufstellen, Wellnessoasen, Orte zur Erholung der Seele, wo man Hilfe bekommt, aufgepäppelt wird und dann wieder in den Alltag entlassen, gibt es mittlerweile zur Genüge. Doch Achselzucken erfährt man oft auch dort, denn wo das Übel nicht an der Wurzel gepackt wird, macht das den Einzelnen auf Dauer nicht gesund, sondern lindert im höchsten Fall dessen Symptome. Und so wird einem denn nur geholfen in dieser kranken Struktur weiterhin einigermassen über die Runden zu kommen.
Das Krankmachende ändern all diese Institutionen nicht und das Bewusstsein, mehr Sorge zur Umwelt zu tragen, wird dort auch nicht gestärkt, sondern vielmehr werden wir angehalten, immer mehr aushalten zu müssen. Wer’s nicht aushält, ist einfach zu schwach (nicht therapierbar), wird im näheren Umfeld aus dem Nest gestossen (Hackordnung/Schwache fliegen raus) und aus dem System als „nutzlos und „nicht lebensfähig“ ausgeschlossen (amtliche Diffamierung).

Neurobiologen die sich damit beschäftigen, wie seelische Vergiftungen den Körper verändern und schwere körperliche Symptome auslösen, sprechen von der Möglichkeit der Reparatur solcher Schäden, in Form einer „Psychobiologie der Hoffnung“, in welcher der Körper wieder regenerieren kann.
https://www.uniklinik-ulm.de/fileadmin/default/Kliniken/Kinder-Jugendpsychiatrie/Dokumente/8_Artikel_Nervenheilkunde.pdf

Umweltärzte, die aufzeigen, dass Umwelteinflüsse von uns oft nicht mehr ausgehalten werden und zu schweren körperlichen Schäden führen, raten zu einem gesunden Leben, weitab und mit dem Ausschluss von krankmachenden Faktoren, oder wie Ann Boroch, eine amerikanische Ärztin, sagte:
„Your Body has not forgotten zu heal – you just need to create the right environment for a long enough period of time, to remove inflammation and infection“
http://www.annboroch.com/

Das alles macht Hoffnung, ist aber in den Industrie- und Wohlstandsländern aus den erwähnten Gründen wohl kaum mehr durchführbar. Es müsste ein globales Umdenken stattfinden, und ganze Bevölkerungsschichten müssten bereit sein, sich sowohl innerlich wie auch äusserlich für ein giftfreies Leben zu entscheiden. Nur das könnte uns alle wahrscheinlich vor Schlimmerem bewahren und für den Planeten und uns heilsam sein.

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