Gott stehe uns bei

 

MCS-Betroffene erleben mit der Krankheit nicht selten, dass sie umgeben sind von Zynikern, Ignoranten, Zweiflern, hartnäckigen Hinterfragern, und das in allen Bereichen des täglichen Lebens. Sie müssen sich nicht nur andauernd erklären, und sind dabei ständigen Diffamierungen ausgesetzt. Sie werden oft sogar auch verleumdet und erleben Rufmord. Das raubt ihnen die Kraft und schwächt sie in ihrem Alltag zusätzlich. Sie werden auf diese Weise langsam, in einem schleichenden Prozess zermürbt, aus dem sozialen Netz gedrängt, an den Rand der Gesellschaft gestellt und aus dem vertrauten Nest gestossen; ohne Rückhalt, ohne Hilfe, ohne Unterstützung. Entweder sind sie stark genug und überleben das, oder sie sterben.

So geht der Mensch, der sich die Krone der Schöpfung nennt, mit den Schwächsten um.
Das ist nicht menschlich, das ist tierisch. Es ist niedrigstes soziales Niveau in einer Gemeinschaft, die vorwärts kommen will, in dem sie die Schwächsten unter ihnen sich selbst überlässt.

MCS-Betroffene bräuchten Menschen in ihrem Umfeld, die ihnen vertrauen, die ihnen glauben, die akzeptieren, dass es ist wie es ist, und ihnen Rückhalt gewähren. Das würde sie stärken und gäbe ihnen die Möglichkeit, trotz der Schwere der Erkrankung teilzunehmen und sich einzubringen, im sozialen Gefüge. Genau das Gegenteil ist der Fall.
Schlimmer noch. Die Vernichtung der körperlich Schwächsten, und damit meine ich jene, die eine unsichtbare schwere Erkrankung haben, wird als völlig normal angesehen und jeder macht mit. So hofft man wohl, sie ohne Zutun loszuwerden.

Dr. Tino Merz, Toxikologe und Sachverständiger in Umweltfragen sagt es so:
„Mit dem Verlust der Menschenwürde geht soziale Isolation, Verlust des Arbeitsplatzes, mangelnde medizinische Versorgung und Versicherungsschutz sowie finanzieller Ruin einher. Darüber hinaus werden auch fundamentale Rechte eingeschränkt. Ein konservativer juristischer Kommentar zum Grundgesetz (Mangold) sagt dazu: „… es ist die perfideste Form von Genozid, Betroffene, die sich selbst nicht (mehr) wehren können, sich selbst zu überlassen …“ Die Situation der Umweltpatienten widerspricht demnach dem Artikel 2, Absatz 2 GG, dem Recht auf Leben und Gesundheit.“  http://dr-merz.com/pages/recht-bekommen.php

Nach über 20-jähriger Erkrankung, einem fast ebenso langen erfolglosen Kampf um Aufklärung in dieser Sache, unzähligen Gesprächen mit MCS-Erkrankten und Sammeln von Erfahrungswerten; in diesem kräftezehrenden Marathonlauf der zum Ziel hatte, die Anerkennung dieser schweren und stark einschränkenden Krankheit zu erreichen, was immer verbunden war, mit Hoffen auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit, kann ich nur noch eines sagen:

GOTT STEHE UNS BEI!

Advertisements