Volksdroge Nr. 1 – Duftstoffe

„Volksdroge“ Nr. 1 – DUFTSTOFFE

Wie die Sucht nach Duft uns krank macht.

Es gibt kaum noch etwas, das nicht beduftet ist. Der Verbraucher will es offensichtlich so. Er freut sich über immer mehr Duftkreationen in Parfüms, Weichspüler und Waschmitteln. Er will sie auch in Kosmetika, Hygieneprodukten (Slipeinlagen, Binden), Zahnpasten, Körperpflegemitteln, Reinigungsmitteln, Raumbeduftungen, Kerzen usw. Der Duftstoffjunkie wird auch anderweitig gerne bedient, mit bedufteten Duschvorhängen, WC-Papier, Textilien, Taschentüchern usw.

Kaum einer macht sich Gedanken darüber, was Duftstoffe bzw. die Chemikalien mit denen sie hergestellt werden, mit uns machen. Auf die Haut aufgesprüht oder aufgetragen und so auch allgegenwärtig mit der Atemluft eingeatmet, richten sie in unserem Körper grossen Schaden an. Dem setzt man sich freiwillig aus oder man ist dem hilflos ausgeliefert. Duftstoffe vermitteln „Wohlbefinden“, an gefährliche Stoffe denkt man da nicht.

Dass Allergien auf Duftstoffe weltweit an zweiter Stelle nach den Nickelallergien liegen, wird vom Konsumenten genauso ignoriert wie von der Mehrheit der Politik und Medizin. Hauptsache die Kasse klingelt und der Mensch wird mit immer neueren ausgefeilten und giftigeren Duftstoffen weiter verführt und an der Nase herumgeführt. Denn Duftstoffe benebeln. Duftstoffe manipulieren. Duftstoffe stumpfen ab, können anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse sogar, depressiv oder aggressiv machen. Man ist sich der manipulativen Wirkung der Duftstoffe schon lange bewusst. Man nennt es Duftmarketing.
Duftstoffe werden seit vielen Jahren für diverse Krankheiten verantwortlich gemacht werden, so z.B. Alzheimer, Parkinson, Allergien, Diabetes, Immunstörungen, Asthma, Genschäden, neurotoxische Schäden, Krebs usw. Das  wird aber konsequent ignoriert. Verantwortungsvolle Ärzte und Umweltorganisationen schlagen zwar genau so lange schon Alarm. Kaum einer hört jedoch hin. Man frönt weiter einer mittlerweile unerträglichen künstlichen Duftkultur, die nicht nur die Gesundheit der Anwender gefährdet, sondern auch derer, die sich passiv diesem täglichen Duftcocktail in der Atemluft aussetzen müssen. In Verbindung mit Feinstaub in unserer Atemluft eine tödliche Kombination.

Wer nach den Inhaltsstoffen von Parfüms googelt kann sein blaues Duftwunder erleben. Die folgenden Inhaltsstoffe eines sehr gebräuchlichen Parfüms lesen sich fast genau gleich wie z.B. von einem Reinigungsmittel, Waschmittel, Weichspüler, Autolack oder anderem chemischen Produkt.
alcohol denat., parfum (fragrance), aqua (water), benzyl salicylate, hydroxyisohexyl 3-cyclohexene carboxaldehyde, linalool, raspotyl, limonene, ethylhexyl methoxycinnamate, butyl methoxydibenzoylmethane, ethylhexyl salicylate, hexyl cinnamal, coumarin, citral, cinnamal, citronellol, geraniol, ci 14700/ red 4, ci 19140/ yellow 5, ci 17200/ red 33

Alleine in diesem zufällig gewählten Parfüm auf http://www.codecheck.ch mit 26 deklarierten Inhaltsstoffen, werden 8 als höchst schädlich eingestuft. 7 Davon als immerhin bedenklich. Weitere 5 sind zwar nicht direkt schädlich, aber bekannte Allergene. Darin unterscheidet sich dieses Parfüm in keinster Weise von all den anderen unzähligen die auf dem Markt sind.

4 der schädlichen Inhaltsstoffe habe ich mir genauer angesehen:

CI 19140 – Tartrazin, wird als hoch krebserregend eingestuft
dazu in Wikipedia:
Der Stoff ist allergieauslösend und damit für Allergiker problematisch. Er kann zu Atemschwierigkeiten, Hautausschlägen, Heuschnupfen, verschwommenem Sehen und Hautflecken führen. Da keine Antikörper festgestellt werden können, spricht man von einer Pseudoallergie. Verbraucherzentralen raten vom Verzehr ab und die Kinderkrebsklinik der Universität Düsseldorf hält den Stoff für gefährlich. Eine Kreuzallergie gegen Benzoesäure oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) ist bekannt. Tartrazin wird als Auslöser von Hyperaktivität diskutiert. Dieser Verdacht hat sich durch neuere Studien erhärtet. Die Autoren Knieriemen-Suter/Knieriemen schreiben in ihrem Buch Kosmetik-Inhaltsstoffe von A bis Z: Der kritische Ratgeber, dass dieser Farbstoff, im Verdacht steht „aromatische Amine freizusetzen, die als krebserregend beziehungsweise giftig eingestuft werden.“

CI 17200 – ist ein Farbstoff, ebenfalls hoch krebserregend und als sehr bedenklich eingestuft. Über die Schädlichkeit, Risiken in der Anwendung und Nebenwirkungen, gibt es unzählige Quellen im Internet. Wer sich diese Horrorlektüre antun möchte, kann es gerne tun. Googelt doch mal diesen Farbstoff!

Ethylhexyl Methoxycinnamate – hormonell wirksamer Stoff, der im Tierversuch eine Veränderung der Geschlechtsorgane bewirkt hat. Ebenfalls diverse Quellen im Internet. „Denn sie wissen nicht was sie sich antun“, möchte man da denken.

Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde, hoch allergener Duftstoff der von Asthmatikern und Allergikern gemieden werden sollte, was sich kaum vermeiden lässt, weil dieser Stoff in fast allen Parfüms enthalten ist. Fast jeder verseucht mit seinem Duftverhalten so die Atemluft, die auch von Allergikern und Asthmatikern in seiner Umgebung „gebraucht“ wird.

Es ist bekannt, dass wer viel Duft verwendet, damit seinen Riechnerv mit der Zeit betäubt/abtötet und kaum noch „riecht“, weshalb er gezwungen ist, immer mehr und mehr von dem Duftzeug zu verwenden, damit er weiterhin das „gute“ Gefühl hat, sich parfümiert zu haben. Der Wechsel von den „weichen“ zu den „harten“ Duftdrogen ist da vorprogrammiert. Wenn das keine Sucht ist?
Man könnte jetzt so weit gehen, den Herstellern zu unterstellen, dass sie sich so ihre Junkies gewollt züchten. Aber so weit muss man gar nicht gehen. Der Konsument hat es wie bei allem selbst in der Hand, ob er sich dermassen manipulieren lassen will oder ob er seine Nase und seinen Körper frei halten will, von diesen Stoffen die in sein Hormonsystem eingreifen, seine Sinne benebeln und ihn krank machen, um klaren Kopf zu behalten.

Wer aber aber aus gesundheitlichen Gründen genau so lebt und genau das tut der wird nicht nur belächelt und nicht ernst genommen, ja, er wird oft sogar als Ökochonder bezeichnet. Er fühlt sich auch oftmals, abgesehen von den schweren körperlichen Reaktionen die er als bereits geschädigter Asthmatiker, Allergiker, COPD-Patient, Umwelterkrankter, Alzheimerpatient usw. erleiden muss, wie ein Nüchtener mit klarem Kopf, in einer völlig benebelten Gesellschaft, in der jeder einzelne den ganzen Tag wie stockbesoffen und fremdgesteuert, mit einer betörenden Duftwolke auf dem Körper, in den Kleidern und Haaren und all den vielen verschiedenen Chemikalien in der Blutbahn (über die Haut und die Lunge aufgenommen) im Leben herum taumelt und noch so lange ums Verrecken funktionieren will, bis auch ihn die Sucht nach Duft krank gemacht hat.
Unzählige Menschen die an diesem Duftwahnsinn erkrankt sind gibt es bereits. Täglich werden es mehr, doch es wird weiterhin ignoriert. Der Exodus ist vorprogrammiert.
Wer das zweifelhafte Glücksgefühl erlebte, einem dieser Duftwässcherchen jahrelang auf den Leim gegangen zu sein (im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Lösungsmittel in Parfüms können auch zur Herstellung von Leim verwendet werden) und gleichzeitig das Pech (oder auch Glück?) einen Körper zu haben, der sich irgendwann nach dem Motto „geht’s noch“ wehrte und Alarm schlug, der kann ein Lied davon singen. Duftstoffe bzw. die Chemikalien mit denen sie hergestellt werden machen krank!

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