Umweltverschmutzung – Verursacher, Schadensmanager und Opfer

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Zwei Beispiele:

Im Gemeindeblatt meines Wohnortes war kürzlich zu lesen, dass Rückstände von Medikamenten, Chemikalien aus Textilien, Waschmitteln, Kosmetika, Farben usw. in unserem Trinkwasser zu finden sind und diese trotz moderner Kläranlage nicht mehr gefiltert werden können. Die geringen aber dennoch nachweisbaren Spuren im Nanobereich seien für die Natur und Umwelt „mit teils noch unbekannten Nachteilen“ (Zitat) belastend, und weiter steht: „Diese Mikroverunreinigungen entfalten ihre möglichen toxischen Effekte auf Gewässerorganismen meist langfristig, quasi schleichend …“
Später in diesem Artikel wird eine Aufrüstung der bereits sehr modernen Kläranlage vorgeschlagen, was ca. 20 Millionen Schweizer Franken kosten würde. Zur Finanzierung dieses Betrages, die zu einem grossen Teil vom Bund übernommen wird (Steuerzahler) wird eine Abwasserabgabe von 9 Franken pro Einwohner und Jahr vorgeschlagen.

In diesem Artikel, der eine ganze A4 Seite füllt, ist nirgends die Rede, dass die Bevölkerung gebeten wird, der Umwelt Sorge zu tragen und Schadstoffemissionen zu vermeiden.

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Eine Bekannte, die unter Asthmaanfällen leidet, wenn sie Duftstoffe und Feinstäube einatmet (Allergien auf Duftstoffe liegen weltweit an zweiter Stelle nach den Nickelallergien und dass Feinstäube Lungenkrankheiten auslösen ist bekannt), bekommt aufgrund dieser Vorfälle in einer Klinik die auf Allergien spezialisiert ist, von einem Allergologen, Spezialist auf diesem Gebiet und seines Zeichens Professor einer angesehenen Uniklinik, den lapidaren Vorschlag, sie solle doch einfach einen Asthmaspray verwenden, damit sie die Schadstoffe aushält.

Immer mehr Menschen leiden an Duftstoffallergien, die, wie auf einer Seite des deutschen Umweltbundesamtes zu lesen ist, über die Atmung in die Blutbahn des Körpers gelangen und dort Schaden anrichten. Ausserdem sind die Belastungen der Atemluft durch Feinstaub, verantwortlich für Millionen Kranke im Jahr. Angesichts der Tatsache, dass mindestens 90% der Menschheit Duftstoffe in irgendeiner Form verwendet und es erwiesen ist, dass diese aus schädlichen Chemikalien hergestellt werden und für Asthma, COPT-Erkrankte und Allergiker zu einer grossen Beeinträchtigung führen, mutet es seltsam an, dass in der Problematik dieser Menschengruppe nicht die gleichen Kampagnen gefahren werden, wie in der Bekämpfung der Raucher. Wurde doch nachgewiesen, dass Rauchen auch die Gesundheit der Mitmenschen gefährdet.

Wie wäre es mit einer Aufklärung über schädliche Duftstoffe und Chemikalien in Parfüms, Waschmitteln, Weichspülern, Raumbeduftern („Lufterfrischern“), Kosmetika usw., die täglich in die Atemluft gelangen? Sie sind überall und in Verbindung mit Feinstaub ein gefährlicher Chemiecocktail, der von Lungenfachärzten in Deutschland sogar als Krebsturbo bezeichnet wurde. Stattdessen werden die Leidtragenden aufgefordert, Asthmasprays und Kortison zu verwenden, damit sie die zunehmende Belastung durch Schadstoffe aushalten.

Der Mensch wird nicht mehr angehalten, die Ursachen zu bekämpfen, sondern den Schaden zu managen. Das hat natürlich enorme wirtschaftliche Vorteile, denn es werden Milliarden im Gesundheitswesen, für die Aufrüstung der Kläranlagen und im Bekämpfen der Umweltschäden ausgegeben, die aus dem rücksichtslosen Verhalten des Menschen gegenüber seiner Umwelt und Mitmenschen entstehen. Dadurch wurde der Bereich Medizin zum grössten Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Wer hat da wirklich noch ein ehrliches Interesse daran, die Ursachen zu bekämpfen?

Dies mag auch der Grund sein, wieso die Grünen, wie mir scheint, längst das Handtuch geworfen haben und ihr Hauptaugenmerk auf Frauenrechte und Flüchtlingsfragen legen. Früher einmal gingen sie noch auf die Strasse weil der Wald stirbt, die Luft verpestet ist und der Regen sauer. In dieser massiven Zerstörung der Umwelt, die wohl nicht mehr aufzuhalten ist, weil man die Geister die man gerufen hat nicht nur nicht mehr los wird, sondern von ihnen schon vereinnahmt ist, spürt man eine Form von Ohnmacht und Resignation, die lebensgefährlich ist, denn jetzt kippt der Mensch von der Stange und niemanden kümmert’s.
Die Folgen dieser Ignoranz haben wir direkt gesundheitlich zu ertragen und gleichzeitig dürfen wir auch noch tief in die Tasche greifen, um die Schäden unseres verantwortungslosen Handelns auszuräumen, die jährlich Kosten in Millionenhöhe verursachen.
Wohin geht unsere Politik in Gesundheits- und Umweltfragen?
Wollen wir weiter zerstören und Schäden bekämpfen oder darf es erlaubt sein umzudenken?

Ein Anruf beim Bundesamt für Gesundheit, aufgrund der zunehmenden Belastung durch Duftstoffe und Feinstaub in der Atemluft, hat Interessantes zum Vorschein gebracht. Zuerst einmal muss man sich gleich zu Beginn rechtfertigen, dass man als besorgter und geschädigter Bürger nicht allein ist, wird einem doch schnell klar gemacht, dass man als bedauerlicher Einzelfall gilt, der vielleicht ein wenig überempfindlich reagiert, um nicht zu sagen hysterisch. Dann hört man, man sei „nur“ die Exekutive und halte sich an die Gesetze, weshalb einem die Hände gebunden seien. Es sei Sache der Politik, die Gesetze zu ändern und da etwas zu unternehmen, dann reagiere man auch beim Bundesamt für Gesundheit. Ärzte, die aufgrund der zunehmenden Umweltkrankheiten Alarm schlagen, werden nicht ernst genommen, dort wo man solche Themen eigentlich an der Tagesordnung vermutet. Anliegen von kranken und besorgten Bürgern werden dahingehend beantwortet, dass man ihnen vorschlägt (den Geschädigten), sie sollen doch selbst quasi das Geld aufbringen, um gegen gewissen Umstände anzukämpfen; ihnen, dem BAG, würden die Mittel für solche Kampagnen fehlen.

Auch dort, so scheint es, ist man der Auffassung, dass man mit Feinstaub und Schadstoffemissionen einfach leben muss, was der heutigen Norm entspricht und jeder der darunter leidet, entspricht nicht der Norm und wird deshalb als unangenehmer Zeitgenosse behandelt. Würde man jedoch alle durch Umwelteinflüsse Geschädigten zusammenfassen, so ist keinesfalls von Einzelfällen die Rede, denn dies würde wohl mindestens 60% der Bevölkerung betreffen. Krankheiten wie Allergien, COPT, Neurodermitis, chronische Bronchitis, Herz- und Kreislauferkrankungen (Feinstaub gilt als Auslöser Nr. 1), Krebs usw. sind am Zunehmen und sind auf eine „ungesunde Lebensweise“, dazu gehört auch das Atmen, zurück zu führen. Doch wird dies offensichtlich ganz selbstverständlich in Kauf genommen, vermutlich um den gewinnträchtigen Bereich Medizin weiterhin gut zu bedienen und anderen Wirtschaftsfaktoren gerecht zu werden, die im Bereich Eliminierung von Umweltschäden lukrative Einkommen verzeichnen.

Der Mensch, jeder Mensch, muss sich vom Verursacher zum Vermeider entwickeln, um nicht als Schadensmanager oder geschädigtes Opfer zu enden. Es wird Zeit aufzuwachen, es ist in allen Belangen schon lange 5 vor 12.

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Nutztier Mensch

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Nutztiere haben in unserer Gesellschaft die Bedeutung, dass sie leben dürfen, weil sie uns einen Nutzen bringen.

Das heisst, am Beispiel einer Kuh: Man bietet ihr ein Dach über dem Kopf, sie wird gefüttert und oft bekommt sie auch ein Minimum an Auslauf und Pflege. Sie bringt Kälber auf die Welt, damit sie Milch produziert, die wir trinken oder anderweitig verwenden. Die Kälber werden geschlachtet. Ihr Fleisch findet Verwendung, ihre Haut auch. Eine gute Milchkuh wird solange gedeckt und gemolken, bis aus ihr nichts mehr rauszuholen ist. Dann ist sie wertlos, d.h. zu nichts mehr nütze, wird ebenfalls geschlachtet und alles von ihr verwertet.
So war die Kuh von Geburt an dem Menschen zu was nütze und hatte ihre Berechtigung.

Wie sieht der Mensch in dieser Gesellschaft sein Leben, im Vergleich zum Leben einer Kuh?

Du kommst meist nicht mehr auf die Welt, weil Du aus Liebe gezeugt wurdest, sondern als Statussymbol:
„ICH HABE ein Kind!!!“. Dann wirst Du brav erzogen, damit Du den Eltern Freude machst und auch bei anderen „gut rüber kommst“. Du wirst auf Leistung getrimmt, weil Du ja zu was nütze sein sollst, d.h. Du musst viel lernen, damit Du viel weisst; brauchst eine gute Ausbildung, damit Du eine gute Stelle bekommst, in der Du dann gut verdienst.
Du wirst „Liebe und Anerkennung“ erfahren, so lange Du leistest. So dienst Du schlussendlich dem Staat (Du zahlst Steuern) und der Wirtschaft, die Dein Wissen und Deine Leistung braucht, wofür Du zwar honoriert wirst, was Du dann aber der Wirtschaft wieder zurück gibst, weil Du konsumierst. Du musst konsumieren, wenn Du Erfolg haben und mithalten willst. Du suchst Dir einen Partner, produzierst wieder neue Steuerzahler und Konsumenten, damit die Wirtschaft und der Staat weiter von Dir profitierten. So bist Du zu etwas nütze und leistest Deinen Beitrag zur leistungs- und konsumorientierten Gesellschaft. Du bekommst natürlich auch Auslauf und Pflege, in dem Dir Dein Einkommen gewisse Annehmlichkeiten ermöglicht, die aber zeitlich begrenzt sind (Ferien) und für die Du immer weniger Zeit hast (Hobbies, eigene Interessen), weil Du immer mehr dafür tun musst; denn grundsätzlich sollst Du ja nicht leben, sondern arbeiten und zu etwas nütze sein. Und die Aussichten, dass Du nach einem arbeitsreichen Leben irgendwann in den wohlverdienten Ruhestand gehen kannst, bzw. dass Du ihn erlebst, sind gering, weil das Rentenalter immer höher angesetzt wird.

Wieso ich das schreibe?
Obwohl es uns angeblich immer besser geht, erfahren immer mehr Menschen, nämlich dann, wenn sie alt und krank sind und nicht mehr leisten können, dass sie eigentlich nur NUTZMENSCHEN waren.
Der Unterschied zum Nutztier Kuh ist, dass der Mensch nicht geschlachtet werden darf, wenn er zu nichts mehr nütze ist. Darin unterscheidet der homo sapiens zwischen Nutztier und Nutzmensch; muss er auch, alles andere wäre moralisch verwerflich.

Statt einer Schlachtung aber, hat sich die Gesellschaft, die dieses System geschaffen hat, eine ganz andere Lösung ausgedacht.  Der Alte und Kranke und zu nichts mehr nütze Mensch, wird ähnlich einem Stierkampf auf ein Schlachtfeld (Kampf mit Versicherungen, Behörden und Ämtern) geführt, auf dem er dann, oft auch zur Schau gestellt, einen aussichtslosen Kampf führen „darf“, gegen ein System, in dem der noch funktionierende und deshalb in der Rangordnung höher gestellte, weil wertvollere Mensch, in seiner Willkür noch einmal alle Register zieht. So wird der zu nichts mehr nütze Mensch provoziert, verletzt, verwundet und ausgeblutet, denn Sinn und Zweck des Nutzmenschen ist es, möglichst nichts für ihn auszugeben, aber möglichst viel aus ihm heraus zu holen. Dies geschieht dann bis zu seinem Tod. Wenn das keine Schlachtung ist?

Nach dem Stierkampf stirbt der Stier, so oder so, auch wenn er gewinnt, ausser, es findet sich ein Tierfreund der ihn rettet. Nach dem Kampf mit dem System, wenn er ihn überlebt, geht der nutzlose Nutzmensch, meist an Würde verletzt aus dem Funktionssystem heraus und wird an den Rand der Gesellschaft gestellt. Oder aber, es findet sich ein Menschenfreund, der ihn rettet, was selten vorkommt, weil der noch funktionierende Nutzmensch keine Zeit hat für Menschlichkeit, muss er doch selbst aufpassen nicht aufs Schlachtfeld geführt zu werden.

Mahatma Gandhi hat gesagt:
„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“

Wenn man die Grösse und den moralischen Fortschritt eines Landes daran misst, wie es seine Alten und Kranken behandelt, dann müsste einem schon lange bewusst geworden sein, dass das System, dem wir täglich mit unserem vollen Einsatz dienen, menschlich und moralisch komplett versagt.
Niemand käme jedoch auf die Idee, seinen Wert als Mensch zu hinterfragen, solange er noch funktioniert. Damit muss man sich erst befassen, wenn man für die Familie, die Gesellschaft, den Staat und die Wirtschaft nutzlos geworden ist, und dann wird der Nutzmensch nicht selten erfahren, dass er nur leben durfte und seine Berechtigung hatte, solange er zu etwas nütze war.

MCS – eine Modekrankheit?

MCS wurde 1948 das erste Mal vom Allergologen Theron Randolph festgestellt.
Er hat beobachtet, dass Menschen die gespritztes Obst assen, auf dieses allergisch reagierten, während sie ungespritztes vertrugen.
Auszug aus Wikipedia:
In den 1950er Jahren veröffentlichte der US-amerikanische Arzt Theron Randolph (1906-1995) seine Theorie, dass eine Überempfindlichkeit gegen Nahrungsmittel viele Krankheiten auslösen könne. Die wachsende Umweltverschmutzung sei die Hauptursache vieler chronischer und seelischer Krankheiten.

Wir schreiben das Jahr 2017
Viele Mediziner, Politiker, Behörden und Leistungsträger wie z.B Versicherungen/Krankenkassen, sind immer noch der irrigen und menschenverachtenden Meinung, dass die Krankheit MCS – multiple chemical sensitivity – psychisch ist. Sie wird gar als Modekrankheit bezeichnet, was völlig an den Tatsachen vorbei argumentiert ist.
Die Krankheit ist stark am Zunehmen, immer mehr junge Menschen sind davon betroffen. Niemand tut sich so etwas freiwillig an und will sich damit „wichtig“ machen oder modisch in Erscheinung treten. Dafür gibt es weit attraktivere Angebote als eine Krankheit zu haben, die einen so stark behindert, dass man kein normales Leben mehr führen kann.
Angesichts der zunehmenden Umweltverschmutzung, der mit schädlichen Chemikalien belasteten Lebensmittel, die zwar angeblich immer besser geprüft, aber trotzdem immer schlechter werden (die Lebensmittelskandale reissen nicht ab) und schädlichen Stoffen in Dingen des alltäglichen Gebrauchs, kann es einen nur erschrecken, dass dieser Krankheit nicht MEHR Beachtung geschenkt wird. Waren es jahrelang „nur“ ältere Personen – auffallend viele sind in den Jahrgängen zwischen 1950 und 1965 zu finden – sind heute immer mehr Junge betroffen.

MCS-Erkrankte haben sich nicht zusammen gefunden, um diese Krankheit zu erfinden, sondern weil sie diese Krankheit haben, um mit anderen Betroffenen allenfalls Lösungen für ihr Problem zu finden. Aber es gibt keine. Sowohl seriöse Wissenschaftlicher, die sich mit dieser Krankheit eingehend befasst haben und wohl aufzeigen können wo die Ursachen und Zusammenhänge liegen, wie auch Umweltmediziner sind sich bewusst: Die Krankheit ist real, sie ist Fakt und in den meisten Fällen nicht heilbar, vor allem nicht bei Patienten, bei denen sie schon seit Jahren besteht. Zu weit fortgeschritten sind die Zerstörungen im Körper durch die schleichende Vergiftung und dadurch, dass Patienten jahrelang nicht geglaubt wurde und so das Problem immer weitere Ausmasse angenommen hat.

Dazu aus einer Ärzteinformation, erstellt von Umweltmedizinern in Deutschland:
„Patienten mit chronischen Multisystemerkrankungen, wie SBS, MCS, EMS, TE, FMS, CFS, werden oft von ihren Ärzten nicht ernst genommen, weil für diese Krankheiten ein Informationsdefizit besteht. Entgegen der Mehrheitsmeinung sind diese Krankheitsbilder anerkannte schwere organische Erkrankungen. Sie sind medizinisch definiert und besitzen eine ICD-10 – Klassifikation der WHO. Die ICD-10-GM ist die nach dem Sozialgesetzbuch V der Bundesrepublick Deutschland vorgeschriebene Diagnosenklassifikation.“
(*Quelle: http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf)
(Zum besseren Verständnis: Sick-Building-Syndrom (SBS), Chronic Fatigue Syndrom (CFS), Toxische Enzephalopathie (TE), Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS), Elektrosensibilität (EMS), Fibromyalgie-Syndrom (FMS))

Die Konsenskriterien zur Krankheit MCS sind seit 1987 wie folgt festgelegt:
1. Die Symptome treten nach Chemikalienexposition reproduzierbar auf.
2. Das Beschwerdebild ist chronisch.
3. Das Beschwerdebild wird bereits durch niedrige – zuvor tolerierte – Konzentrationen,
die allgemein gut vertragen werden, hervorgerufen.
4. Die Beschwerden bessern sich bzw. verschwinden nach Elimination des Agens.
5. Reaktionen treten gegenüber zahlreichen, chemisch nicht verwandten Substanzen auf.
6. Die Symptomatik umfasst zahlreiche Organsysteme.
Für die Ätiologie sind immunologische und nichtimmunologische Pathomechanismen bekannt.

Die Symptome
Erkrankte reagieren auf geringste Spuren von Chemikalien mit schweren körperlichen Symptomen:
Übelkeit mit Brechreiz, ständiges Räuspern, belegte Stimme, Heiserkeit, Zittern, Schwindel, Hustenanfälle, Kreislaufstörungen, höchste Atemnot bis zu Erstickungsanfällen, Gangstörungen, Lähmungserscheinungen, Schleimhautreizungen, ständiges Nasenlaufen, Kopfschmerzen, brennende tränende Augen, Sehstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, Schmerzen im Bewegungsapparat, Muskelschmerzen, Gefässkrämpfe, Herzrhythmusstörugen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
Druck auf den Ohren/Ohrgeräusche/Tinnitus, Schlafstörungen, innere Unruhe, Juckreiz, Ekzeme usw.
Diese Reaktionen treten beim Kontakt mit einem einzigen Auslöser einzeln, hintereinander oder in Kombination miteinander auf und haben für Betroffene oft dramatische Folgen. Bei nicht vorhandenem Expositionstop führt die Vergiftung zu neurotoxischen Schäden des zentralen Nervensystems, Organschäden, degenerativer Abbau des Bindegewebes und der Muskulatur, bis hin zu multiplem Organversagen.

Jeden Tag, überall und im Kontakt mit fast allen Dingen des täglichen Lebens und fast allen Menschen im Alltag, werden MCS-Betroffene mit Duftstoffen und schädlichen Chemikalien konfrontiert.
Duftstoffe und schädliche Chemikalien sind unter anderem enthalten in:
Parfums, Aftershaves, Seifen, Zahnpasten, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Kosmetika, Waschmitteln, Weichspülern, Reinigungsmitteln, Duftkerzen, Räucherstäbchen, Duftölen, Lufterfrischern, Lebensmitteln, Trinkwasser, Getränken, Medikamenten (Zusatz-, Farb-, Aroma-, Konservierungsstoffe), Zigarettenrauch, Autoabgasen, Wohnraumfarben, Möbeln, diversen Stäuben (Feinstaub), mit Pestiziden behandelten Nahrungsmitteln, Klebstoffen, Ausgasungen von Fotokopierern und Laserdruckern, Drucksachen, schadstoffbelasteten Textilien usw. Ausserdem reagieren Betroffene nicht selten auch auf Schimmel, Terpene (Nadelhölzer), Pollen usw.

Die Krankheit schränkt das persönliche Leben massiv ein und führt oft auch zu Folgeerkrankungen wie z.B. Autoimmunstörungen. Die Ausübung eines Berufs und eine normale Gestaltung der Freizeit ist unter diesen Umständen unmöglich! Die einzige Chance, den schwerwiegenden Folgen von MCS zu entfliehen, ist die strikte Meidung der Auslöser.

Als Auslöser für die Krankheit werden, in wissenschaftlichen Berichten und medizinischen Studien, folgende Faktoren genannt: Pestizide in Früchten und Gemüsen, Lösungsmittel (Farben, Lacke usw.), Formaldehyd (Textilien, Pressspanplatten, Baumaterialien, Möbel, Amalgam (Zahnfüllungen), Holzbehandlungsmittel, Medikamente, Antibiotika, synthetische Duftstoffe in Parfums, Haarsprays, Desinfektionsmittel und, und, und …

Heutiger Stand der Dinge
Mit unglaublicher Penetranz wird weiterhin konsequent verleugnet, dass es diese Multisystemerkrankungen gibt und die Betroffenen oft lächerlich gemacht. Da nützt es auch nichts, dass gewissenhafte Ärzte und Wissenschaftler schon seit Jahren im Sinne Randolphs Alarm schlagen. Die Folgen für die Betroffenen, die sich aus der Ignoranz und der nur allzu oft damit verbundenen unterlassenen Hilfeleistung ergeben, sind fatal.
Gesellschaftlich rutschen diese Menschen immer mehr an den Rand, finanziell führt es zum Ruin, denn sie lassen zum einen keine Therapien unversucht, die sie selbst bezahlen müssen, um am Schluss festzustellen, dass alles nichts nützt und sind zum anderen nicht mehr arbeitsfähig. Oft zehren sie an den Reserven, wenn sie nicht durch Partner oder Familie abgesichert sind, bis diese aufgebraucht sind. Auf Arbeitsämtern, Sozialämtern, bei Versicherungen und sogar in Arztpraxen schlägt ihnen ein oft menschenverachtendes Unverständnis entgegen, dass seinesgleichen sucht. Anträge auf Renten werden oft abgelehnt oder führen zu einem jahrelangen zermürbenden Kampf mit den Behörden, der zusätzlich zu der kräftezehrenden Krankheit auch noch zur totalen psychischen Erschöpfung führen.
Zudem werden die Betroffenen oft von ihren Arbeitgebern, sofern sie noch arbeiten können, vom Freundeskreis und den Familien immer mehr im Stich gelassen, denn was nicht anerkannt ist (ich verweise hier ausdrücklich auf die Klassifikation dieser Krankheiten gemäss WHO), kann doch nicht sein – oder? Zu sehr unterliegen Menschen im Umfeld von Betroffenen noch der Obrigkeitshörigkeit, die zum nicht hinterfragten Glauben führt, dass Medizin, Politik und Behörden doch wohl wissen was sie tun, und wenn diese den MCS-Betroffenen keinen Glauben schenken, wieso sollten sie es dann tun?
Und so werden Menschen mit dieser Krankheit, selbst nach jahrelanger Erklärungsarbeit und einer Beweislast, die der eines verzweifelten, zum Tode Verurteilten ähnelt, in der um Verständnis, Glauben, Vertrauen und Hilfe gebeten wird, auch noch in ihren Familien und im näheren Umfeld diffamiert und oft sogar ausgestossen, was schlicht und einfach zum sozialen Tod führt.

Betroffene müssen meist völlig isoliert und zurück gezogen leben, damit sie einigermassen beschwerdefrei sind. Sie vertragen meist nur noch wenige Lebensmittel, weil sie auf geringste Spuren von Schadstoffen reagieren, die selbst in Bio-Produkten vorhanden sind, wie z.B. Reis, der auch in Bioqualität hohe Arsenwerte aufweist. Bei MCS-Betroffenen löst das direkt Symptome aus. Das Trinkwasser aus der Leitung ist meist chemisch aufbereitet und ebenfalls mit Schadstoffen oder Chemierückständen belastet, Mineralwässer sind oft nicht von besserer Qualität, von der Atemluft ganz zu schweigen. Da Schwerstbetroffene oft auch keine künstlichen Nahrungsergänzungen und Medikamente mehr vertragen, gelten sie irgendwann einmal als „nicht therapierbar“, was zwar der Wahrheit entspräche, oft aber als „nicht therapiewillig“ abgetan wird.
Wenn ein Mediziner mit seinem erlernten Latein am Ende ist und nicht die Möglichkeit hat, Symptome mit der Chemiekeule zu bekämpfen, dann schickt er solche Patienten zum Psychiater. Dort werden sie dann meist in die psychosomatische Schublade geschoben. Im besten Fall erkennt man dort zwar, dass es nicht psychisch ist, worauf der Patient dann aber wieder zu Ärzten geschickt wird, die leider immer noch keine Ahnung haben, weshalb erneut eine Odyssee beginnt, die dann irgendwann in totaler Resignation endet. Die allgemeine Schulmedizin verweigert in ihrer Unwissenheit eine adäquate Hilfe, denn was nicht in den Lehrbüchern steht und nicht mit Medikamenten behandelt werden kann, kann es einfach nicht geben. Kaum einer macht sich die Arbeit und liest sich in das Thema ein. Wenn doch, dann steht er allein auf weiter Flur und läuft selbst Gefahr, von seinen Berufskollegen nicht mehr ernst genommen zu werden.

Man muss fast annehmen, dass die Ignoranz dieser Krankheit System hat und die Vermutung liegt nahe, dass das Dahinvegetieren der Betroffenen oder gar ihr Tod, der oft schon aus Verzweiflung als Freitod gewählt wurde, als Kollateralschaden hin genommen wird, würde doch das Anerkennen dieser Krankheit zu enormen wirtschaftlichen Einbussen führen. Denn im Bewusstsein, dass MCS-Betroffene auf das reagieren, was auch Gesunde unter Umständen längerfristig schwer krank macht, müsste zu einem radikalen Umdenken in Medizin und Politik führen. Artikel mit schädlichen Duftstoffen und Chemikalien müssten sofort verboten oder im Mindesten streng hinterfragt und aus dem Verkehr gezogen werden. Da bliebe nicht mehr viel übrig.

Es kann also fast schon von einer systematischen Vergiftung der Bevölkerung gesprochen werden, durch totschweigen der schädlichen Wirkung unserer Umwelt und Umwelteinflüsse, wie z.B. auch die schädliche und kumulierende Wirkung von Elektrosmog, oder aber, es hat sich mittlerweile eine Vogelstrauss-Politik breit gemacht, in der man den Kopf in den Sand steckt, weil man die Geister, die man einmal hoch gelobt und als Fortschritt gepriesen hat, nicht mehr los wird; deren Grenzwerte man irgendwann einmal wider besseres Wissen so zusammen gebastelt hat, das man sich auf der sicheren Seite fühlt. In diesem Fall würde man es wohl vermeiden wollen, sein Gesicht zu verlieren, indem man Grenzwerte für schädliche Chemikalien gänzlich hinterfragt; Grenzwerte die von Menschen gemacht wurden, die damit ihre Mitmenschen in eine Norm drücken, in der festgelegt wird, was ein Mensch aushalten muss und was nicht.
Und schlussendlich darf man nicht vergessen, dass sowohl die Medizin wie die damit eng verbundene Pharmaindustrie, gutes Geld mit der Symptombekämpfung verdient, solange die Menschen noch nicht an Multisystemerkrankungen leiden, Medikamente schlucken können und sich nicht bewusst sind, wo das eigentliche Problem liegt. Denn wir sind nicht krank, sondern vergiftet, bzw. wir sind krank, weil wir vergiftet sind.

Wie lange will man das noch ignorieren?
Wie lange will man Betroffene noch diffamieren?
Wie lange soll eigentlich dieses Totschweigen noch dauern?
Wie viele Betroffene muss es geben, damit endlich etwas geschieht?
Wie viele müssen noch ohne Hilfestellung, im Unverständnis und der daraus resultierenden
Verzweiflung den Freitod wählen oder qualvoll an ihrer Erkrankung sterben?

Im Andenken an all jene, die gelitten, gehofft, gekämpft, verloren und/oder resigniert haben.
In Memoriam: Christiane F., Arlette B., J. Doe, Heide N., Sigrid, Mezzadiva, Jürgen, Brigitte, Trees,
Giancarlo G., Adelheit H., Angelika, Monika Q., Gudrun, Reiner G., Georg, Rolf, Nancy, Annette, Kim P.,
Kathy D., Cindy D., Mike E., Wolfgang F., Marie-Theres R. und die vielen anderen …

Man lese bitte die kurzen Beschreibungen der MCS-Betroffenen, die durch diese Krankheit
gestorben oder in ihrer Verzweiflung den Freitod gewählt haben.
http://www.mcs-infogate.de/memory/zum-gedenken