Wieviel MUSS der Mensch aushalten MÜSSEN


Eine persönliche Zusammenfassung zum Thema MCS, die viele Fragen aufwirft.

Fakt ist:
In Vorträgen, umfangreichen wissenschaftlichen Berichten und Studien von Umweltmedizinern und Wissenschaftern, ist bei MCS explizit von Vergiftungen des Körpers und damit einer bleibenden organischen Schädigung die Rede „chronische Intoxikation“, Dr. Tino Merz, „Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS)“ Dr. Martin Pall „, oder z.B. Dr. Joachim Mutter „Amalgam – Risiko für die Menschheit“. Biochemiker wiederum, sprechen von intelligenten Zellen und sind überzeugt, dass wir unsere Zellen umprogrammieren können, um fortan nicht mehr krank sein zu müssen Dr. Bruce Lipton „Intelligente Zellen“, und Heilpraktiker schwören darauf, dass nur durch eine Entgiftung, einem Aufbau und einer mentalen Unterstützung des Körpers eine wirkliche Gesundung herbeizuführen ist, z.B. Uwe Karstädt „entgiften statt vergiften“.

Der MCS-Betroffene wendet sich am Beginn seiner Krankheit zuerst an einen Arzt, dann folgen viele unterschiedliche Ärzte aller Fachrichtungen. Es beginnt eine Odyssee die kaum zu toppen ist. Die Verunsicherung ist gross, grösser könnte sie wohl nicht sein. Die einen lehnen die Krankheit MCS völlig ab und psychiatrisieren die Patienten. Dabei wird völlig ignoriert, dass das Inhalieren von Dämpfen zu Bewusstseinsstörungen führen kann und gesundheitliche Schäden sowohl physischer als auch psychischer Natur mit sich bringt. Man lese dazu diese sehr aufschlussreiche Broschüre.
Die anderen verweisen die Patienten zu Allergologen. Auch wenn diese schon lange feststellen, dass Allergien auf Duftstoffe an zweiter Stelle nach den Nickelallergien stehen, stehen sie dem Thema aber ebenso hilflos gegenüber, weil Allergien mit Medikamenten gelindert werden können, MCS nicht. Es gibt wenige Ärzte die versuchen, die Krankheit zu verstehen und ernst zu nehmen. Einige empfehlen „neue“ Heilmethoden, z.B. basierend auf Informationen im Gehirn die durch Training  umprogrammiert werden können oder einer Therapie die sich „Body Talk“ nennt, mit der man die Vergiftungsinformationen einfach aus den Zellen klopft usw.

Tatsache ist, die Mediziner werden immer öfter mit Krankheiten konfrontiert, die zeigen, dass auch der Mensch die zunehmende Belastung mit Chemikalien nicht mehr verarbeiten kann, was meist ungläubige Rat- und Hilflosigkeit auslöst: Wie kann ein Mensch nur auf geringste Spuren von Chemikalien mit schwersten körperlichen Symptomen reagieren?

Dabei wäre es so einfach. Das Fass ist einfach voll! Plötzlich zeigt nun auch der Mensch, dass er ein fragiles Lebewesen ist, dessen Immunsystem genau so unter der Flut von Chemikalienbelastungen zusammenbricht, was das Fass zum Überlaufen bringt, sowie auch die Umwelt mit all ihren Lebewesen und Pflanzen schon lange an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gekommen ist.

Der Mensch aber, der sich immer noch als Krone der Schöpfung sieht, glaubt in dieser Krone die Unverwundbarkeit und das Allwissen für sich gepachtet zu haben. Da kann dann schon mal das Bewusstsein abhanden kommen, dass Umweltgifte ihn krank machen könnten. Dabei beruht nach Ansicht von Uwe Karstädt fast jede uns bekannte schwere Krankheit auf einer Vergiftung des Körpers, was sehr glaubhaft erscheint. Ausserdem warnen uns gerade auch die Mediziner seit Jahren schon oft eindringlich, mit umfangreichen Broschüren, Flyern, Kampagnen und eigenen Mitteilungen, dass zuviel von allem einfach ungesund ist und den Körper schwer schädigen kann:  zuviel Sonne schadet der Haut; zuviel Rauch der Lunge und dem Herz; zuviel Salz erhöht den Blutdruck; zuviel Alkohol zerstört die Leber; zuviele Medikamente machen abhängig und gehen auf die Nieren (oft stehen auch die Nebenwirkungen in keinem Verhältnis zum Nutzen des Wirkstoffs); zuviel Zucker fördert Pilzerkrankungen; zuviel Sport ist schlecht für die Gelenke; zuviel Kaffee macht nervös und verhindert einen ruhigen Schlaf; zuviel Hygiene schadet dem Immunsystem und, und, und …
Daraus ergibt sich eine ganz provokante Frage: Wie ernst nimmt die Medizin sich mit all ihren Warnungen und Kampagnen eigentlich selbst noch?

Nicht umsonst spricht man bei diesen Krankheiten von Zivilisationskrankheiten. Die Zivilisation  hat uns viel Gutes gebracht, aber auch viel Schlechtes. In ärmeren Ländern kennt man solche Krankheiten kaum. („Der Begriff Zivilisation ist von dem im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegten Adj. zivil (bürgerlich, von lat. civis, „Bürger“) abgeleitet. Er bezeichnet die durch Fortschritt von Wissenschaft und Technik ermöglichten und von Politik und Wirtschaft geschaffenen Lebensbedingungen“)

Nun liefert der, an dem von allem ZUVIEL Erkrankte, hoch zivilisierte Mensch ein Krankheitsbild, das bestätigt, dass zuviel von allem tatsächlich zuviel ist. Weil es hier aber um ein ZUVIEL an Chemie geht, steht die Medizin plötzlich vor einem „Rätsel“; Was nicht sein darf, darf einfach nicht sein! Statt, dass sich die Medizin, die uns jahrelang vor allem gewarnt hat, in ihren Warnungen bestätigt fühlt, werden die Beschwerden der MCS-Patienten stark angezweifelt. Hypochonder oder Ökochonder? Was nun?
Man begegnet dieser Krankheit oft nicht mit dem nötigen Ernst und weil MCS so seltsam erscheint, erfolgt ein Trendwechsel in der Behandlung, der bis anhin undenkbar gewesen wäre. Es werden Heilmethoden vorgeschlagen, die man früher  in die esoterische Schublade geschoben und deren Anbieter man als „Gesundbeter“ bezeichnet hätte. Vor noch nicht allzu langer Zeit wäre man mit einer Vorstellung von Hirntraining gegen Vergiftungen, intelligenten Zellen und heilenden Gedanken, bei jedem Schulmediziner wohl als Spinner abgekanzelt worden, genauso wie Amalgam verharmlost wurde und allgemein die Vorstellung herrschte, dass Umweltgifte sowieso nur der Umwelt und nicht dem Menschen schaden.
Auch wenn ich die Hilflosigkeit der Ärzte nachvollziehen kann, weil MCS noch nicht heilbar ist, und auch sie, angesichts der immer mehr am Wohlstand Erkrankten, nach jedem Strohhalm greifen, so wirft das viele Fragen auf.
Grundsätzlich muss man sich mittlerweile fragen: Sind Gifte, schädliche Chemikalien, ätzende Dämpfe und allergene Duftstoffe  jetzt plötzlich nicht mehr giftig oder gesundheitsgefährdend?

Ich möchte ja an wundersame Heilungen in einer sich glücklich veränderten Welt glauben wollen. Ich sehe ja auch trotz vieler Beschwerden und Einschränkungen mein Leben immer noch als schön und positiv an. Ich habe auch gelernt, mit der Sache umzugehen, aber es fällt mir schwer, mir die Symptome schön zu denken, die z.B. das Einatmen von Sprühnebel aus Desinfektionsmitteln bei mir auslösen. Diese haben in diesem Moment für mich lebensbedrohlichen Charakter: Atemnot, Engegefühl in der Brust, Hustenreiz, Blutdruckabfall, Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen. Ist es tatsächlich mein negatives Denken, dass zu diesen Symptomen führt? Kann positives Denken und ein glückliches harmonisches Umfeld wirklich vor starken Belastungen mit Chemikalien bzw. Vergiftungen schützen? Sind demnach all die Sicherheitsdatenblätter und Empfehlungen für den Umgang mit Chemikalien „in den Wind geschlagene Warnungen?“
Oder geht es nun einfach darum, dem Patienten in jedem Fall die Schuld zuzuweisen. Er alleine sei verantwortlich für seine Beschwerden zu machen, weil er durch negatives Denken und negatives Verhalten in der Vergangenheit einen Nährboden für Vergiftungen geschaffen hat?

Okay, ich will wie gesagt auch an eine heile harmonische wundersame Welt glauben. Glücksgefühle wie z.B. das Gefühl verliebt zu sein oder geliebt werden, stärken ohne Zweifel das Immunsystem. Aber wenn einem der Erfolg, die Liebe und das glückliche Umfeld, in der Vergangenheit, auch wenn das nicht immer zur vollsten Zufriedenheit gelaufen ist, nicht vor einer Schädigung des Körpers geschützt hat, dann empfindet man es jetzt, im Zeitpunkt der Erkrankung einfach als Hohn zu hören, dass man alles vielleicht anders hätte haben können, hätte man nur anders gedacht. Kaum jemandem wird eine heile Welt in die Wiege gelegt. Selten schwimmt jemand permanent auf der Schokoladenseite des Lebens. Sowohl positive wie auch negative Erfahrungen bringt das Leben mit sich, und alles hinterlässt seine Spuren. Wir sind nun mal die Summe von Einflüssen und Erfahrungen, wenn wir ein gewisses Alter erreicht haben. Das ist doch einfach der Weg des Lebens eines jeden einzelnen Individuums!

Mitten in diesem Wirrwarr von Meinungen, Ansichten, Vermutungen und Erkenntnissen bezüglich der Umwelterkrankungen steht der MCS-Patient mit all seinen Beschwerden und den damit verbunden Sorgen. Er ist durch ein Zuviel von allem vergiftet, weil er in der Vergangenheit sorglos mit Chemikalien umgegangen ist. Er ist einer jener Generation, die in der Nachkriegszeit zuerst von den Eltern und dann noch selbst von den mannigfaltigen Neuerungen der Moderne, die nach all den erlittenen Entbehrungen fast aus dem Nichts entstanden sind, profitiert hat. Schadstoffprüfungen gab es damals in diesem Umfang noch nicht. Zuerst wollte man ohnehin einmal nur in Richtung Wohlstand denken. Dass es schaden könnte, eher nicht …  Hauptsache Komfort!. Oft war der an dem Zuviel krank Gewordene auch noch ein tüchtiger Mitarbeiter, der sich stressmässig nur allzuviel zugemutet hat und vielfach hat er, um seine Existenz zu sichern oder als von Grund auf friedvoller Zeitgenosse auch noch viele „giftige Beziehungen“ ausgehalten.  Auf Seite 38 des Buches von Harriet Braiker, ist zu lesen: „Andauernde Gefühle von Hilflosigkeit führen zu einem erhöhten Ausstoss des Stresshormons Kortisol, das die Fähigkeit des Immunssystems herabsetzt, Bakerien, Viren und UMWELTGIFTE abzuwehren und bösartige Zellen aufzuspüren.

Es ist wohl die Summe von all dem, die den MCS-Betroffenen hat krank werden lassen. Beim einen trifft wohl das eine, beim anderen das andere mehr zu. Tatsache ist, der Körper ist geschädigt und der Erkrankte leidet unter einer massiven Beeinträchtigung in seinem Alltag, der Freizeit, in der Familie und am Arbeitsplatz. Und weil er so lange selbst nicht wahrhaben wollte, dass er vergiftet ist, auch jahrelang keine adäquate Hilfe gefunden hat, ist sein Körper schon so geschädigt, dass ihm oft nicht mehr geholfen werden kann. Es hilft ihm schlussendlich nur noch, alle Auslöser konsequent zu meiden. Das lässt ihn einigermassen beschwerdefrei leben. Das konsequente Meiden der Auslöser wird übrigens auch bei Allergien von Allergologen empfohlen. Tut der Betroffene das aber, um sich selbst zu schützen, dann wird er von den Ärzten als nicht kooperativ bezeichnet. Denn es kann einfach nicht sein, dass jemand nicht aushält, was vielen anderen offensichtlich nichts ausmacht. Doch vorzuschreiben, was jeder Einzelne aushalten muss, das passiert wohl eher in einer Diktatur als in demokratischen Ländern.

Wieviel muss der Mensch aushalten und wer bestimmt, was der Mensch aushalten muss? Wer legt fest, was für die Menschheit schädlich ist und was nicht? Wie werden Grenzwerte gemacht und von wem? Auf welchen Erfahrungen beruhen sie?

In dieser ganzen Kontroverse rund um das Thema multiple Chemikalienunverträglichkeit, werden, aufgrund der Ignoranz und Arroganz, der Uneinigkeit und dem Machtkampf in der Wissenschaft – meist ausgelöst durch wirtschaftliche Interessen oder Konkurrenzdenken – täglich Menschenrechte verletzt. Während Umweltmediziner aufgrund der bisherigen Erkenntnisse alles daran setzen, den Betroffenen bestmöglich zu helfen, versuchen Psychiater ohne Fachkenntnisse  im Bereich Vergiftungen und aufgrund reiner Vermutungen, die Klientel für sich zu gewinnen.

Wie steht es um die Rechte eines MCS-Betroffenen? Wie wird er als Betroffener behandelt?
Die Krankheit wird immer noch zu wenig ernst genommen, oft auch in Arztpraxen und Spitälern. Medizinische Fachkräfte die MCS ignorieren, handeln fahrlässig und riskieren eine vorsätzliche Körperverletzung. Die Krankheit mit all ihren schweren Beeinträchtigungen wird von den Invalidenversicherungen nicht anerkannt, das ist unterlassene Hilfeleistung. Will der Patient sich selber schützen, tut dies kund und verhält sich so, dann wird er als nicht therapiewillig und psychisch krank abgestempelt, das ist Verleumdung und im schlimmsten Fall Rufmord.  Dieser Missstand bewirkt, dass der MCS-Betroffene obwohl vom Arbeitsamt als unvermittelbar eingestuft, keinen Anspruch auf Rente hat. Damit wird er aus gesundheitlichen Gründen an den Rand der Gesellschaft gedrängt, was Diskriminierung bedeutet.

Als MCS-Betroffene ohne Vorurteile, die keine Meinung kategorisch ablehnt, alles was ihr an Therapien machbar scheint ausprobiert, seit Jahren versucht, trotz allem ein möglichst normales Leben zu führen und selbst noch den Lebensunterhalt zu bestreiten, würde ich mir wünschen, dass ALLE Faktoren berücksichtigt würden, die zu einer eventuellen Verbesserung der Lebenssituation von MCS-Betroffenen führen, und dass in einer Zusammenarbeit von Behörden, Ärzten und Politikern in Übereinstimmung Lösungen gefunden werden.
Dafür aber müsste zuerst passieren, was bis anhin nicht passiert ist, nämlich die Anerkennung und das längst überfällige Ernst nehmen der Krankheit MCS nach WHO-Klassifikation auch in der Schweiz.

Bei all den Streitereien und dem Kampf unter Medizinern, Wissenschaftlern und Politikern muss endlich begriffen werden, dass es bei dieser Krankheit um Menschen geht. Menschen, die eine Würde und Rechte haben, so dass hier generell gelten sollte: „Im Zweifel für den Patienten, das heisst, unvoreingenommene Anhörung desselben und ernsthaftes Interesse an der Sache, damit Erkenntnis Wissen schafft“.

Autor:  iceblue

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Zuguterletzt noch ein paar Gedanken/Zitate zum Thema Wissenschaft:

„Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind, wie sie sind“. (Aristoteles)

Die Wissenschaft hat keine moralische Dimension. Sie ist wie ein Messer. Wenn man es einem Chirurgen und einem Mörder gibt, gebraucht es jeder auf seine Weise. (Wernher von Braun)

Die Erfindungen für Menschen werden unterdrückt, die Erfindungen gegen sie gefördert. (Berthold Brecht)

Nicht wenige Experten sehen ihre Daseinsberechtigung darin, einen relativ einfachen Sachverhalt unendlich zu komplizieren. (Pierre Elliott Trudeau)

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„Steh auf und geh“ oder „Es gibt kein Wunder gegen Gift!“

Stellen Sie sich vor, da sitzt jemand im Rollstuhl und bittet Sie, ihm über eine Schwelle zu helfen, weil ihn diese so stark behindert, dass er nicht drüber kann und Sie sagen zu ihm: „steh auf, nimm deinen Rollstuhl und geh …“. Nie würde jemand auf die Idee kommen, einen Querschnittgelähmten dazu aufzufordern.
Fakt ist, der Mann im Rollstuhl hat eine Verletzung, die seinen Körper dermassen nachhaltig geschädigt hat, dass daraus eine Behinderung entstanden ist.

Genau so unsinnig wäre es denn auch, einem MCS-Betroffenen zu sagen: „atme diese Chemikalie ein und reagiere nicht darauf“!
Fakt ist nämlich: MCS-Betroffene reagieren aufgrund einer erlittenen Vergiftung, auf geringste Spuren von Chemikalien mit Vergiftungserscheinungen. Durch die Vergiftung haben sie eine schwere organische Schädigung und damit verbunden eine bleibende Behinderung. Viele Chemikalien mit denen sie in Berührung kommen, lösen schwere Krankheitssymptome aus, die nichts mit Einbildung oder Hysterie zu tun haben. Die Krankheit MCS ist wissenschaftlich fundiert und mehrfach belegt.

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/09/30/der-krankheitsbegriff-mcs-und-das-darin-storende-c-fur-chemikalien/

MCS-Betroffene, die aufgrund einer Vergiftung krank geworden sind, glauben nicht an Wunder, auch nicht an Therapien, die sie eben genau das lernen lassen: „atme ein, sage stopp und reagiere nicht“.

Jeder ernstzunehmende Wissenschaftlicher, dem Ursache und Wirkung bei MCS-Betroffenen bekannt ist, muss bei solcherlei Therapievorschlägen einfach den Kopf schütteln.

Therapien, die einem vorgaukeln, dass man das Gehirn darauf trainieren kann, auf Chemikalien nicht mehr mit Vergiftungserscheinungen zu reagieren, sind sehr fragwürdig und deren Heilsverkünder handeln grob fahrlässig.

Auf wie vielen Produkten, die wir tagtäglich im Haushalt verwenden ist zu lesen: „kann beim Einatmen die Schleimhäute reizen und Entzündungen auslösen“, „nur bei guter Belüftung verwenden“, „nur im Freien verwenden“, „Kann Schleimhäute und Atemwege reizen“, „Vorsicht bei Augen- und Hautkontakt“ usw. Es steht auf jedem Produkt in dem Chemikalien enthalten sind und auch in solchen, die von Natur aus ätzend wirken wie z.B. Waschsoda, Borax, ätherische Öle usw. !!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Borax

Auszug aus dem Artikel: „Borax kann bei Haut– oder Augenkontakt sowie beim Einatmen des feinen Pulvers Entzündungen hervorrufen. Bei Verschlucken kann es zu Reizungen des Magen-Darm-Trakts kommen. Die letale Dosis (LD50-Wert) wird beim Erwachsenen mit 2 bis >6 Gramm je Kilogramm Körpergewicht angegeben[12]. Wegen seiner Einstufung als ein fortpflanzungsgefährdender Stoff wird es mit dem Gefahrensysmbol T – Giftig – gekennzeichnet. (R- und S-Sätze: R: 6061, S: 5345[4].“

Hätten Sie’s gewusst?
Das steht dort nicht ohne Grund, und dass es dort steht, wurde nicht von bereits geschädigten z.B. von MCS-Betroffenen verlangt, sondern das sind die Schutzvorschriften die Wissenschaftler, Mediziner und Politiker aufgrund von Erfahrungswerten erlassen haben. Es gibt keinen Grund diese zu ignorieren, denn wer diese Schutzvorschriften nicht einhält, der kann durch eine unsachgemässe Verwendung oder durch eine übertriebene Anwendung solcher Produkte, die Schleimhäute derart nachhaltig reizen und seiner Gesundheit massiven Schaden zufügen, so dass dadurch eine Krankheit ausgelöst wird, die sich dann z.B. MCS nennt. Es gibt also auch keinen Grund, die Krankheit MCS zu ignorieren oder nicht ernst zu nehmen.

Vergiftungen führen nicht nur zu MCS, sondern auch zu vielen anderen Erkrankungen. Eindrücklich beschrieben wird das in dem Buch: „Entgiften statt vergiften“ von Uwe Karstädt.
http://www.entgiften-statt-vergiften.com/cms/index.php?id=5&L=1

Warum wohl gibt es staatlich unterstützte Umweltschutzorganisationen, die ein Bewusstsein schaffen wollen, bewusster mit Giften/Chemikalien umzugehen? Um eben genau das zu verhindern, nämlich dass wir durch Gifte und schädliche Chemikalien so krank werden, dass unser Körper nichts mehr aushält!

www.giftzwerg.ch unter Fakten:
Hier steht z.B. geschrieben: „Wussten Sie, dass immer mehr Menschen an einer Duftstoffallergie leiden, die durch die vielen synthetischen Düfte in Wasch-, Reinigungs- und Pflegeprodukten verursacht wird?“

So muss denn einmal mehr gesagt werden, dass MCS-Betroffene als Beispiel dafür stehen, dass „zuviel von allem, irgendwann einfach zuviel ist“. Denn MCS-Betroffene sind nicht von Geburt an mcs-krank. Sie haben einmal all das verwendet, was sie heute nicht mehr verwenden können. Und MCS-Betroffene wissen …

nur „NICHT VERGIFTEN“ schützt vor Vergiftungen, alles andere sind Wunder …

„Man sieht es Dir nicht an!“

Ich konnte mich jetzt wieder einmal eine Woche lang zurückziehen. Hab mich oft in der Natur bewegt, mir nur Plätze, Kontakte und Tätigkeiten zugemutet, bei denen ich mit möglichst wenig Chemikalien konfrontiert werde. Mein Kopf ist klar, mein Geist wach, meine Seele im Einklang, nichts tut weh, kein Schwindel, keine Magenschmerzen, keine Gelenk- und Muskelschmerzen. Ich esse unter Berücksichtigung der Dinge, die ich nicht vertrage, was mein Herz begehrt. Es geht mir einfach gut.

In solchen Momenten kann ich selbst nicht glauben, dass ich eine Krankheit habe, die mich von einer Minute auf die andere zu einem komplett anderen Menschen macht. Ja, ich muss sogar sagen, ich vergesse es schlicht und einfach. Es ist als wäre es nie da gewesen. Und dann werde ich oft übermütig. Mein Kopf denkt nicht, ich lasse einfach mein Bauchgefühl sprechen. Ich tue einfach ganz „normal“. Und in diesem „normal sein“ fühle ich mich stark, voller Elan, Tatendrang. Ich habe das Gefühl ich könnte Bäume ausreissen und die Welt bewegen.

Und dann, plötzlich passiert mir etwas, das für andere ganz normal ist, für mich aber, als wenn jemand unaufhörlich auf mich einschlagen würde. An einem abgelegenen Ort, am Ufer eines Flusses, wo ich mich gerne mit meinem Hund aufhalte, begegnet mir ein anderer Hundehalter. Er begegnet mir zur „Unzeit“. So erklärt er mir denn auch, dass er direkt von einem geschäftlichen Termin käme und noch schnell seinen Hund zur Abkühlung in den Bach schicken wollte. Der Herr, der sonst immer in Jeans und T-Shirt geruchsneutral mit seinem Hund spazieren geht, steht da in Anzug und Kravatte, in einer intensiven Parfümwolke, die mir mit voller Wucht entgegenknallt. Noch denke ich mir nichts dabei. Was kann mir schon passieren? Es geht mir ja gut! Ich bin im Freien! Die Situation ist entspannt, die Hunde spielen. Als aber beim Einatmen dieses stark chemischen Duftes die Schleimhäute in meinem Mund zu brennen beginnen und ich vor lauter Reizhusten und Räuspern fast nicht mehr sprechen kann, wird mir plötzlich wieder bewusst, dass ich genau JETZT gehen sollte. Ich krame nach einer Erklärung, dass ich schon lange unterwegs sei, Hunger hätte und zurück zum Parkplatz gehe. Ich verabschiede mich, wünsche einen guten Abend und gehe. Er gibt mir zu verstehen, dass er eigentlich auch nicht mehr länger bleiben wolle und geht mit. Und so gehe ich denn hinter, neben oder vor ihm. Je nachdem wie der Wind weht, um möglichst wenig von diesem scharfen Geruch abzubekommen. Aber ich reagiere schon heftigst darauf und weiss, dass es schon zu spät ist. Jetzt brennen auch die Augen. Ich bekomme Sodbrennen, mein Magen schmerzt, bitterer Geschmack im Mund, Herzrhythmusstörungen mir wird übel. Ich werde immer müder, fühle mich plötzlich wie erschlagen, schleppe mich die letzten Meter nur noch so dahin. Nach 15 Minuten beim Parkplatz angekommen bin ich froh, ins Auto flüchten zu können.

Jetzt beginnt eine Kettenreaktion von Symptomen, die meinen Körper für mindestens 48 Stunden lahm legen.

Ich weiss, dass wenn ich es dann wieder einige Tage schaffe, mit keinen Auslösern in Kontakt zu kommen, dass es mir gut geht. Das ist das Gute an der Geschichte. Das Schlechte ist, dass solche Auslöser überall sind, wo Menschen sind und dass sie innert kurzer Zeit mein Immunsystem dermassen überstrapazieren, dass nichts mehr geht. Ich kann nichts mehr essen, ohne Magenprobleme zu bekommen. Der Körper schmerzt überall. Ich schwitze stark, fühle mich körperlich völlig geschafft, wie gelähmt und innerlich doch so überdreht, dass ich nicht schlafen kann. Es fühlt sich an, als ob man eine schwere Grippe bekäme oder irgend etwas stark Verdorbenes gegessen hätte. Ich bin plötzlich nur noch schwer krank.

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/oeko-test-warnt-vor-gift-im-parfum-1.2037012

Langes volles Haar, gross, schlank, reine Haut. Für mein Alter recht gut erhalten. So kennen mich die Menschen in meiner Umgebung. „Du siehst gut aus!“, „Man sieht es dir einfach nicht an“, höre ich die Menschen immer wieder sagen, wenn wir auf meine Krankheit zu sprechen kommen. „Wie schön schlank du bist“, höre ich (dabei hätte ich so gerne ein paar Kilo mehr). Ich kämpfe darum Reserven zu haben und schaffe es einfach nicht. „Du lachst, bist fröhlich, so gut drauf! Es ist halt schwer zu verstehen, dass es dir oft nicht gut geht“, sagen die, die mich näher kennen.

Es gibt eine Krankheit die man nicht sieht. Es ist eine Behinderung, mit keinen sichtbaren Merkmalen, wie ein Blindenstock, ein Rollstuhl oder Krücken.  MCS ist eine solche Behinderung. Menschen mit MCS werden durch das Einatmen geringster Spuren von Chemikalien innert kürzester Zeit schwer krank.

Das kann kaum jemand glauben. Mir ist es auch so gegangen, bis ich mir eingestehen musste, dass ich eben nicht mehr „normal“ bin, sondern schwer krank. Man sieht es mir nicht an. Man sieht es mir auch deshalb nicht an, weil ich dann, wenn es mir schlecht, alles tun muss, um nicht mit noch mehr Auslösern in Kontakt zu kommen und mich komplett zurückziehe.

Niemand sieht dann, dass ich mich vor Magenschmerzen krümme, dass ich kaum mehr was essen kann, dass ich nächtelang nicht schlafe, schweissgebadet immer wieder aufwache, schwere körperliche Schmerzen habe und nachts mit meinem Hund um die Häuser ziehe, in der Hoffnung dass mir niemand begegnet und im Wissen, dass ich einfach Geduld haben muss, weil es in ca. 48 Stunden wieder vorbei ist, wenn nicht ein neuer Auslöser dazu kommt.

http://www.csn-deutschland.de/blog/2012/03/16/erwerbungsunfahigkeit-durch-duftstoffe/

Es ist schwierig etwas zu verstehen, was man nicht sehen kann.

Dann kann man es nur verstehen wenn man es selbst erlebt hat oder gewillt ist, sich darüber zu informieren. Deshalb ist  den MCS-Betroffenen die Informationsarbeit in dieser Sache so wichtig.
Wissen schafft Verständnis!

Unser Immunsystem und die Liebe

Es gibt Tiermütter, die nach der Geburt ihre Jungen nicht annehmen, was für diese den sicheren Tod bedeutet. In Zoo’s greift der Mensch ein. Er nimmt sich der Jungen an. Diese werden dann nahrungstechnisch aufgepäppelt und wenn sie Glück haben, bekommen sie einen Pfleger oder eine Pflegerin, die ihnen auch noch die Zuneigung geben, die auch für ein Tierbaby wichtig ist. Ein wunderschönes Beispiel einer solchen Liebe zwischen Mensch und Tier konnte man im Falle des Eisbären Knut sehen. Wie sehr ein Tierbaby Liebe braucht, zeigen die vielen Filme und Bilder, die in der Aufzuchtzeit von Knut entstanden sind. Ohne die Liebe, Pflege und Fütterung durch Thomas Dörflein, hätte Knut nur eine geringe Chance gehabt zu überleben.

Das ist nur eines von vielen Bespielen in denen wir miterleben konnten, dass ein Tierbaby nicht nur Nahrung braucht, sondern auch Zuwendung, liebevolle Beschäftigung, Streicheleinheiten, Geborgenheit und das Gefühl „jemanden zu haben“ der für einen da ist und der einen liebt.
Der „geistige“ Mensch hat dann verordnet, dass Knut von Dörflein entwöhnt wird. Dörflein ist in dieser Entwöhnungszeit an Herzversagen gestorben. Knut ist ihm wenig später gefolgt.

Viele Menschenkinder werden von ihrer Mutter nicht angenommen. Sie werden wohl gefüttert bzw. nahrungstechnisch abgefertigt, aber oft ist da keine Zuwendung, kein Respekt, wenig Liebe oftmals hingegen aber viel Egoismus, seitens der Eltern. Das Kind wird nicht als eigenständiges Wesen angesehen und respektiert, oftmals geschlagen, misshandelt, niedergemacht, vielfach auch, weil Eltern sich überfordert fühlen. Es heisst, Kinder müssten lange gestillt werden, um das Immunsystem zu stärken. Aber es ist dabei nicht nur die Nahrungsaufnahme gemeint, sondern vielmehr auch die Zuwendung, die Zeit der Einheit, die mit einer langen Stillphase einhergeht. Wer sein Kind nicht stillen will, überlässt die Nahrung seines Kindes der Industrie. Babynahrung nährt vielleicht den Körper, aber nicht die Seele und selbst wenn da noch so viele Nährstoffe enthalten sind, da fehlt etwas Entscheidendes, nämlich die Liebe. Mutterliebe stärkt das Immunsystem. http://www.swissmom.ch/aktuelles/2552010-mutterliebe-staerkt-immunsystem.html

Dass es dafür Forschungen braucht, ist eigentlich ein Armutszeugnis für diese Gesellschaft bzw. zeigt, dass dem einfachsten Heilmittel der Welt, nämlich der Liebe, einfach zu wenig Beachtung geschenkt wird. Muss man so etwas wirklich erforschen? Ist es nicht ganz logisch? Würden wir alles aus Liebe tun, was wir tun, die Welt sähe anders aus. Der Ursprung eines Unheils liegt nicht in der Liebe, sondern in dem was ohne Liebe getan wird.

Menschen, die ohne Liebe und Zuwendung aufgewachsen sind, deren Herz im schlimmsten Fall schon in der Kindheit gebrochen wurde, haben ein anfälliges Immunsystem und sie können noch so gewillt sein, stark zu bleiben, irgendwann rächt sich das, meist in Form einer schweren psychischen oder physischen Erkrankung. Das hat dann nichts mit Schwäche zu tun, sondern es ist die Folge einer Summe von Schädigungen im Körper.

MCS ist eine solche Erkrankung. Sie ist eine Umwelterkrankung. Der Körper von MCS-Betroffenen reagiert auf geringste Spuren von Umweltgiften mit starken körperlichen Beschwerden.  Ihnen fehlt der Schutzmantel, der sie vor Umwelteinflüssen schützt. Das Immunsystem der Betroffenen ist derart geschwächst, dass einfach nichts mehr geht. Sie werden oft verächtlich als „dünnhäutig“ bezeichnet. MCS-Erkrankte erfahren immer wieder, dass sie nicht respektiert und angenommen werden. Aber dem nicht genug, sie werden oft noch belächelt und schlecht behandelt. Sie werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

Wir können durch die Medizin schon viele schwere Erkrankungen heilen und verlassen uns darauf, dass uns geholfen wird.  Es gibt Krankheiten, die können aber noch nicht geheilt werden. Menschen die an so einer Krankheit leiden, kann trotzdem geholfen werden, nämlich mit Liebe und Verständnis. Das ist nicht viel und es heilt die Erkrankten nicht, aber es hilft, ihre Beschwerden nicht noch zu verschlimmern.

Leider ist Liebe das was unsere konsumorientierte Gesellschaft am wenigsten bereit ist zu geben. Dabei trägt es jeder in sich und es ist völlig kostenlos abrufbar.  Auf dass wir uns täglich daran erinnern, „Liebe“ aus unserem Inneren downzuloaden und zu teilen, damit es viele „gefällt mir“ erhält.