BGE für mehr Menschlichkeit, weil MCS Menschen in Notlagen bringt

SOZIAL IST NICHT, dem Menschen in einer Notlage
unter bestimmten Bedingungen und entwürdigenden Massnahmen,
finanzielle Hilfe zu gewähren.
SOZIAL KANN NUR SEIN, jedem einzelnen Menschen
mit einem bedingungslosen Grundeinkommen,
eine bedingungslose Grundexistenz zu gewähren.
(AFS)

Diesen privaten Aufruf habe ich im April an meine Bekannten per Mail verschickt.

Am 21. April 2012 startet die Volksinitiative für das Bedingungslose Grundeinkommen. Ich möchte Euch bitten, informiert Euch zu diesem Thema und sammelt Unterschriften.

http://www.grundeinkommen.ch/

Ich möchte aus meiner Sicht beschreiben, was das BGE für mich bedeuten würde.

Ich bin ein empathischer und intelligenter Mensch mit einer guten Ausbildung, vielen Fähigkeiten, Talenten, langjähriger Berufserfahrung und besten Referenzen. Aus gesundheitlichen Gründen bin ich für die Wirtschaft uninteressant geworden. Sozialversicherungen fühlen sich nicht verantwortlich, berufliche Institutionen können mir nicht helfen und sämtliche Beratungsstellen fühlen sich mit meiner Problematik überfordert. Schlussendlich werde ich mit Bergen von Akten beim Sozialamt landen mit dem wirtschaftlichen „Prädikat“ wertlos, weil in der Gesellschaft wertlos ist, wer nicht mehr leisten kann.

Ich habe die letzten Wochen oft gedacht, ich würde mir wünschen, dass mich jemand einfach nur dafür bezahlt, das es mich gibt, weil ich trotz allem ein wertvoller Mensch bin, der auf seine Weise immer noch etwas zum Gemeinwohl beiträgt und vor seiner Erkrankung viele Jahre dazu beigetragen hat. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre für viele auch ein bedingungsloses Gnadenbrot und  würde dem Menschen die bedingungslose Grundexistenz sichern, was mir und vielen anderen in der gleichen Situation signalisieren würde, trotz allem eine berechtigte Existenz in dieser Gesellschaft zu haben. Ich bin überzeugt davon, dass das gute Energien freisetzen würde. Denn der Kampf mit Sozialämtern, Sozialversicherungsanstalten, Behörden und Ämtern; der Kampf beweisen zu müssen, dass man in eine Notlage geraten ist und das daraufhin beginnende Betteln um Hilfe zur Grundexistenz, ist entwürdigend und zermürbend. Es schadet der Gesellschaft und der Gesundheit. Es demoralisiert die Bedürftigen und kann nicht als Hilfe zur Selbsthilfe sondern nur als Hilfe zur Selbstaufgabe bezeichnet werden. Ich würde sogar behaupten, dass das jetzige Verfahren sich nicht an die Präambel der Bundesverfassung hält, in der es am Schluss heisst:  „ … und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen … :“ Es kann in diesem reichen Land zumindest nicht von einem seelischen WOHL der Schwachen die Rede sein. Es ist ein UNWOHL, das der Moral schadet und somit auch der Gesellschaft.

Diese nachfolgende Rede habe ich heute auf Facebook entdeckt und war berührt … (Video)

http://www.grundeinkommen.ch/gewerkschaft-fur-das-bedingungslose-grundeinkommen/

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