Chemikaliengeschädigte betreiben aktiven ganzheitlichen Umweltschutz

Wir reden von Umweltbelastungen, verschmutzten Gewässern, Schadstoffen in der Luft, sterbenden Wäldern und kontaminierten Tieren. Wir werden angehalten, der Umwelt Sorge zu tragen, in dem wir sie achten und schützen. Das heisst, dass wir sie nicht noch mehr belasten sollen, um sie nicht noch kränker zu machen.Umweltschutz ist wichtig! Umweltschutz ist absolut notwendig!

Aber was ist mit den Menschen? Es gibt Umweltkrankheiten. Es gibt Krankheiten, die uns zeigen, dass das was der Umwelt schadet, auch den Menschen krank macht. Eigentlich logisch? Nur wird das gerne verdrängt.

Multiple Chemikalienunverträglichkeit ist so eine Umweltkrankheit.
Menschen mit dieser Erkrankung (MCS genannt) sind durch ein Übermass an Chemikalien so schwer geschädigt, dass sie auf geringste Spuren mit schweren körperlichen Symptomen reagieren. In der Schweiz kennt man ca. 5000 Betroffene. Die Ärzte sprechen aber von 12% der Bevölkerung, die vermutlich unter dieser Krankheit leiden. Weltweit sind es mittlerweile schon sehr sehr viele. Aber da es immer noch zu wenige sind, wird diesem Thema seitens der Medizin und der Politik immer noch nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Ich denke, das wird sich in den nächsten Jahren ändern, denn die Zahl derer, die immer weniger vertragen, nimmt immer mehr zu.

MCS-Betroffene leisten Pionierarbeit, denn durch ihre Erkrankung zeigen sie uns, dass auch der Mensch durch Schadstoffe stark belastet ist. Parfüms, Lebensmittelzusatzstoffe, Waschmittel, Weichspüler, Reinigungsmittel, Medikamente, Kosmetika, Autoabgase, Farben, Lacke, Klebstoffe usw. enthalten hoch allergene Stoffe und viele schädliche Chemikalien. Diese gelangen nicht nur in rauhen Mengen in unsere Umwelt, sondern tagtäglich auch durch die Haut, die Lunge oder durch unsere Nahrung in unseren Körper, bis er so überlastet ist, das nichts mehr geht.

MCS-Betroffene sind durch ihre Erkrankung „wach“ geworden, haben sich informiert und verwenden keine Produkte mit schädlichen Inhaltsstoffen. Sie MÜSSEN ihren Körper mit ihrem bewussten Verhalten schützen, für sie ist es überlebensnotwendig geworden und sie leisten damit auch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Sie sind aber auf viel Verständnis Ihrer Mitmenschen angewiesen, denn sie reagieren z.B. auf Parfüm das andere benutzen oder den Geruch von Waschmitteln, aus den Kleidern, die andere tragen. Das erschwert ihnen den Kontakt zu den Mitmenschen, weshalb sie oft als „Sonderlinge“ argwöhnisch beäugt werden.

Viele Betroffene haben einmal ein komplett anderes und ganz normales Leben geführt. Niemand verzichtet einfach aus einer Laune heraus, auf all die Annehmlichkeiten, die das moderne Leben heute bietet (Wellnessangebote, Fitness, Kosmetik, Mode usw.). Niemand verzichtet einfach aus einer Laune heraus, auf eine Teilhabe am kulturellen Leben (Konzerte, Theater, Kino, Vernissagen und, und, und …) Niemand entzieht sich über Jahre freiwillig der sozialen Teilhabe, einfach aus einer Laune heraus. Es ist eine Entwicklung, die diese Krankheit gezwungener massen mit sich bringt! Ich musste es leider selbst erfahren.

Also, wenn wir die Umwelt schützen wollen, dann müssen wir anfangen uns selbst zu schützen und zwar in allen Bereichen des täglichen Lebens, beim Duschen, beim Waschen, beim Putzen, beim Bügeln, bei der Gartenpflege, beim Autowaschen und, und, und …

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