MCS und der Grundbedarf des Lebens

Das Leben eines Betroffenen mit MCS (multiple chemical sensitivity) gestaltet sich äusserst schwierig. Der Grundbedarf, der für gesunde Menschen ganz normal gedeckt werden kann, ist für Erkrankte sehr eingeschränkt, denn sie reagieren auf geringste Spuren von Duft- und Schadstoffen/Chemikalien, mit schweren körperlichen Beschwerden.

Nachfolgend soll aufgezeigt werden, wie sich der Alltag in Bezug auf das Allernötigste im Leben gestaltet:

Nahrung

MCS-Betroffene benötigen Lebensmittel und Getränke ohne künstliche Zusatzstoffe in Bio- oder Demeterqualität. Die Mahlzeiten müssen frisch zubereitet werden, oftmals in speziell geeigneten Kochgeräten, wie Glas oder Email. Teflonbeschichtungen sind nicht geeignet. Ebenso muss darauf geachtet werden, dass das Kochgeschirr nickelfrei ist. Kunststoffbehälter können aufgrund der Weichmacher ebenfalls problematisch sein. Das Trinkwasser aus der Leitung wird oft chemisch behandelt, damit es geniessbar ist. Trotzdem können Spuren von Pestiziden oder anderen Schadstoffen darin enthalten sein. So kann vielerorts von Betroffenen nicht einmal das Wasser aus der Leitung getrunken werden. Man ist auf stilles, vorzugsweise, wenn man auch empfindlich auf Schwefel reagiert, mineralstoffarmes Wasser aus Glasflaschen angewiesen. Getränke aus PET-Flaschen sind meist ebenfalls nicht verträglich, aufgrund der Weichmacher im Plastik.

Leiden Betroffene an zusätzlichen Allergien oder Intoleranzen, was häufig der Fall ist, gestaltet sich die Auswahl der Lebensmittel trotz guter Qualität sehr schwierig. Solchen mehrfach belasteten Personen beiben nur noch ein paar wenige Lebensmittel die sie konsumieren können.

Kleidung

Textilien enthalten viele Schadstoffe, die selbst durch mehrmaliges Waschen nicht verschwinden.

MCS-Betroffene reagieren auf geringste Rückstände sofort. Das Selbe gilt auch für Schuhe, Jacken, Mäntel, Haushaltswäsche. Schadstofffreie fast unbelastete Kleidungsstücke werden von speziellen Versandhäusern und Geschäften angeboten. Diese sind allerdings sehr teuer.

Manchmal hat man das Glück bei Billiganbietern unbelastete Kleidung zu entdecken, die aber dann oft durch die Ausgasungen der anderen angebotenen Textilien im gleichen Geschäft stark belastet sind. Die Chancen sind jedoch gross, solche Belastungen auswaschen zu können. Schwieriger wird es bei Kleidung die zwar biologisch ist, aber beim Hersteller mit einem Waschmittel gewaschen wurde, das Duftstoffe enthält. Es gibt Duftstoffe die bekommt man kaum raus, auch nach mehrmaligem Waschen nicht

Wohnen

Die Wohnung eines MCS-Betroffenen muss schadstofffrei und ruhig sein. Er ist auf einen erholsamen Schlaf angewiesen. Übliche Bau- und Wohnmaterialien wie Bodenbeläge, Wandfarben, Geräte, Einrichtungsgegenstände enthalten unzählige Schadstoffe die permanent ausgasen. Hat ein MCS-Betroffener einmal eine Wohnung gefunden die für ihn geeignet ist, und die er sich für ihn verträglich einrichten konnte, kann er sich glücklich schätzen. Ein Wechsel in eine andere Wohnung ist schwierig, wodurch man sich oft gefangen und in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt, denn man kann nicht wohnen wo man möchte oder wie es das Herz begehrt, man muss bleiben, wo man es aushält.

Was sich ausserhalb der Wohnung abspielt, birgt trotz verträglichem Wohnraum Gefahren, so z.B. gemeinschaftlich genutzte Räume wie Treppenhäuser, Keller, Waschküchen, Tiefgaragen usw. Selbst der Aufenthalt auf dem Balkon oder Gartensitzplatz ist nie uneingeschränkt möglich, wenn angrenzende Nachbarn Wäsche aufgehängt haben oder sich dort aufhalten. Rücksichtnahme und Verständnis von den Mitbewohnern ist da von Nöten, meist aber schwierig zu bekommen und es erfordert das persönliche klärende Gespräch, was sich schwierig gestaltet. Bekommt man das Verständnis nicht, wird das Wohnen zur Belastung und zum täglichen Spiessrutenlauf. Vielfach wird die Bitte um Rücksichtnahme auch als Angriff gesehen, was zu Mobbing führt. Gut aufgehoben ist man wirklich nur dann, wenn man eine gut verträgliche Wohnung hat und Nachbarn, die Verständnis zeigen.

Strassenarbeiten, Baustellen, Neubauten in der Nähe, Grünflächen in der Umgebung auf denen Unkrautvernichtungsmittel versprüht oder Pflanzen gespritzt werden, Industriebetriebe die mit Chemikalien arbeiten usw. sind ein Problem. Wohnt man in der Stadt ist man weit entfernt von Pestiziden, dafür wird man eingenebelt von Duftstoffen, Abgasen, Rauch und Shishadämpfen. Wohnt man auf dem Land, ausser man wohnt in einer Bio-Region, wird man mehrmals im Jahr mit dem Einsatz von Pestiziden, Insektiziden oder Gülle konfrontiert.

Arbeiten

Arbeitsplätze die für MCS-Betroffene geeignet sind, sind Illusion, denn die Gefahren einer Schadstoffexposition, die sich negativ auf die Gesundheit und somit auch auf die Leistungsfähigkeit auswirken, lauern überall. Sie stecken in der Einrichtung, in Arbeitsmaterialien, in Geräten oder in den Textilien und Körperpflegeprodukten der Mitarbeiter und Vorgesetzten. Arbeiten von zu Hause aus wäre möglich, ist aber kaum durchführbar, wenn Unterlagen ausgetauscht werden oder zwischendrin Besprechungen stattfinden müssen. Eine Arbeit die man in völliger Isolation zu Hause ausführen kann, ohne mit anderen Menschen oder Materialien in Berührung zu kommen gibt es nicht. Jedenfalls keine, mit der man sich einen angemessen Lebensunterhalt verdienen kann. Ausserdem ist die Isolation ein psychische Belastung.

Soziale Teilhabe

Kontakte mit anderen Personen sind mit dieser Krankheit nur sehr eingeschränkt möglich. Wenn das Gegenüber normal lebt, normal leben heisst für MCS-Betroffene sie verwenden Parfüm, Kosmetik, Körperpflegemittel, normale Kleidung, im Grunde all das was Schad- und Duftstoffe ausgast, dann führt das bei Erkrankten zu körperlichen Beschwerden. Gemeinsame Unternehmungen sind eine logistische Herausforderung und nur möglich, wenn das Gegenüber sich an gewisse Regeln hält und auf starke Auslöser verzichtet. Das tut keiner gerne, weil man sich in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt. Wer verzichtet schon gerne auf sein Lieblingsparfüm oder seinen Weichspüler. Oftmals sind Kontakte nur noch mit ganz wenigen Menschen möglich, die bewusst Rücksicht nehmen. Man trifft sich auch vorzugsweise im Freien. Trotzdem, ein Restrisiko bleibt. Besuche erhalten ist praktisch unmöglich, weil die Gefahr besteht, dass Stoffe (vor allem Duftstoffe, die lange anhalten) in die gut verträgliche Wohnung getragen werden. Irgendwohin auf Besuch gehen, zu Menschen die normal leben, ist aussichtslos. Es funktioniert vielleicht für kurze Aufenthalte in einer solchen Wohnung, aber nicht für ein gemütliches Zusammensein.

Mobilität

Das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln mit Klimaanlagen, Beduftung und den Ausgasungen aller Mitreisenden ist eine Qual für jeden MCS-Erkrankten. In einem Bus, Zug oder Flugzeug halten Betroffene es keine 5 Minuten aus, ohne darauf zu reagieren. Auf diese Weise auf Reisen zu gehen ist nicht möglich.

Wer irgendwann einmal ein Auto gefunden hat, dass für ihn geeignet ist, wird darum kämpfen, es möglichst lange behalten zu können, selbst wenn es schon fast auseinander fällt. Reparaturen an diesem müssen mit grösster Sorgfalt, Verständnis und Rücksichtnahme ausgeführt werden, sonst wird das verträgliche Gefährt zur Gefahr.

Es gibt keine Autos, die im Innenraum so ausgestattet sind, dass sie für MCS-Betroffene geeignet wären. Neuwagen, die sich die meisten Betroffenen ohnehin nicht mehr leisten können, gasen z.B. Weichmacher, Lösungsmittel, Flammschutzmittel aus. Gebrauchtwagen, die älter als 10 Jahre sind, könnten geeignet sein, weil nur noch wenige Schadstoffe von den Materialien abgegeben werden, doch wenn der Vorbesitzer Weichspüler, Waschmittel mit Duftstoffen, Parfüm, Aftershave, Haargel oder sonstige Produkte wie z.B. Duftbäumchen verwendet hat, dann ist dieses Auto für Betroffene beim besten Willen nicht geeignet. Diese Duftstoffe dringen in die Materialien und setzen sich dort fest, wo sie weiter ausgasen. Wiederholtes Einölen der betroffenen Teile und abwaschen mit Gallseife, kann helfen. Allerdings gibt es Stellen, die man nicht reinigen kann, weil die Duft-/Schadstoffe sich fest mit dem Material verbinden, wie z.B. der Schaumgummi in den Sitzen.

Und weil jeder normale Mensch Produkte mit Duftstoffen verwendet, ist es fast unmöglich ein geeignetes Fahrzeug zu finden. Das Fahren mit Maske behindert die Sicht und die Atmung und ist nur für kurze Strecken möglich. Ausserdem ist es ein Trugschluss zu glauben, man könnte sich mit einer Maske schützen, die nur die Atemluft filtert. Diese Stoffe wirken auch über die Schleimhäute, Augen, Haut.

Medizinische Versorgung

Auch wenn den MCS-Betroffenen von „normalen“ Ärzten (es bräuchte mehr Umweltmediziner) oft nicht geholfen werden kann, so sind doch manchmal Arztbesuche notwendig. Zahnarzt, Vorsorge, Notfälle. Viele Betroffene überlegen sich x-Male ob sie zum Arzt gehen sollen oder nicht, denn sie wissen: das Problem beginnt schon im Wartezimmer. Diese sind oft übervoll mit Patienten, die auf eine Behandlung warten. Dort müssen MCS-Betroffene in einer Duftwolke aus Parfüm, Haarshampoo, Körperpflegeprodukten, Weichspüler usw. ausharren bis sie dran kommen. Viele bitten darum, vor der Türe im Freien auf den Aufruf warten zu können, was oft nicht viel besser ist, aber doch eher auszuhalten. Zudem werden die Räumlichkeiten in den Arztpraxen nicht selten mit Duftsachen bestückt. Es soll ja möglichst nicht nach krank und nach Praxis riechen. Hinzu kommen die Duftstoffe in den Reinigungsmitteln und die vielen Desinfektionsmittel. Ein Arztbesuch ist für Betroffene eine grosse Belastung, dort wo ihnen eigentlich geholfen werden sollte. Sie suchen gesundheitlich angeschlagen Hilfe und setzen sich einer zusätzlichen Gefahrenquelle aus. Oft kommt dann noch, wenn man nicht DEN Arzt seines Vertrauens hat, dass MCS von vielen nicht ernst genommen wird. Medikamente werden meist gar keine mehr vertragen und wo nicht mit Chemie behandelt werden kann, macht sich Hilflosigkeit breit. Umweltmediziner, die für diese Krankheit kompetent wären, gibt es viel zu wenige. So werden Zahnbehandlungen und Vorsorgeuntersuchungen erst gar nicht wahr genommen oder lange hinaus geschoben. Die Betroffenen warten darauf bis es ihnen „so gut“ geht, dass sie das Abenteuer eines Arztbesuches wagen können. Um diesen Zustand zu erlangen, müssen sie sich vor einem Arztbesuch tagelang isolieren. Wenn ein Notfall eintritt, dann hilft eigentlich nur noch beten, dass der Notarzt die Notausweise berücksichtigt, die Dokumente durchliest und zuhört, wenn der Patient noch sprechen kann, denn dieser weiss am Besten was dann noch geht und was nicht mehr. Wer nicht mehr in der Lage ist, sich mitzuteilen, der hat hoffentlich jemanden an seiner Seite, der das für ihn tut. 

Freizeit

Wie soll ein Mensch, der all das berücksichtigen muss noch Ferien machen bzw. seine Freizeit normal gestalten? Theater, Ausstellungen, Stadtbummel, Museumsbesuche usw. … nichts ist mehr möglich. In Schwimmbädern z.B. ist die Atemluft belastet mit Chlordämpfen, Sonnenschutzmitteln der Badenden und Duftstoffen. Selbst das Baden in einem See kann zum Problem werden, aufgrund der Schadstoffe die dort durch die Badenden oder Boote ins Wasser gelangen.

Verkehrsmittel, Unterkunft, Verpflegung. Es kann für die Ferien nicht so organisiert werden, dass der Betroffene kein Risiko eingeht. Abgesehen davon, hat dieser zu Hause die Sicherheit, dass, wenn es ihm nicht gut geht, er sein Netzwerk und die Ärzte in der Nähe hat, die sich mit seiner Krankengeschichte auskennen. Kaum ein MCS-Betroffener kann noch Urlaub machen. Hat man das Glück sich ein Wohnmobil leisten zu können, das erst noch gut verträglich ist, kann man zumindest sein unbelastetes Zuhause mitnehmen und so ein wenig auf Reisen gehen.

Fazit:

Wie soll ein Mensch, dessen Alltag ein ständiger Spiessrutenlauf ist, einer Arbeit nachgehen können? Menschen mit dieser Krankheit sind nicht behindert, sie werden behindert und darüber sollten die Verantwortlichen einmal nachdenken. Könnten MCS-Betroffene ihren Grundbedarf ohne Schad- und Duftstoffe decken, dann wären sie oftmals noch zumindest zu einem Teil arbeitsfähig. Das ist aber nirgends gegeben und so werden Menschen mit MCS durch die Umwelt in höchstem Masse behindert und sind folglich auch als schwer Behinderte zu betrachten.
Alleine schon der Grundbedarf eines solchen Lebens wird zur täglichen Herausforderung.
Nicht der Betroffene ist nicht willig etwas zu ändern, sondern sein Umfeld, die Gesellschaft, die Umwelt um ihn herum, kann nicht geändert werden und so wird er zum Umweltkranken und folglich „behindert gemacht“.

Jeder MCS-Betroffene würde sich wünschen, dass die Verantwortlichen in Politik, Medizin und bei den Rentenanstalten das endlich erkennen.

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MCS-Betroffene sind die Rosen unter den Reben

Schon mal durch einen Weingarten spaziert? Die Rosenstöcke beachtet, die dort zwischen die Reben oder am Ende einer Reihe von Reben gepflanzt wurden? Sie sind nicht nur schön anzusehen, sie haben auch eine Funktion.
Rosen reagieren um Einiges empfindlicher als Reben und sind deshalb anfälliger für Krankheiten. Sie dienen dem Winzer als Frühwarnsystem. Sind sie gesund, ist alles in Ordnung. Sind sie krank und haben z.B. Mehltau, wird den Reben vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt.
„Man“ ist in Alarmbereitschaft um präventiv handeln zu können. Der Winzer weiss die Überempfindlichkeit der Rosen zu schätzen und daraus einen Vorteil zu ziehen.
http://grüneliebe.de/rosen-und-weinreben-die-perfekte-kombination/

Ein anderes Beispiel.
Früher wurden Kanarienvögel in Käfigen mit unter Tage genommen. Sie dienten als Gradmesser für die Luftqualität im Stollen. Auch hier hat sich der Mensch die Empfindlichkeit von Lebewesen zu Nutze gemacht, und die Befindlichkeit der kleinen gelben Vögel unter extremen Bedingungen sehr ernst genommen. Kippten diese von der Stange, wussten die Arbeiter, dass die Luft so schlecht ist, dass es Zeit war, den Stollen zu verlassen. Ignoranz oder das Verhalten der Tiere zu missachten, wäre tödlich gewesen.

Was haben die Rosen in den Reben und die Kanarienvögel unter Tage mit MCS zu tun?

MCS heisst multiple chemical sensitivity. Menschen, die an dieser Umweltkrankheit leiden, reagieren früher als andere auf geringste Spuren von Chemikalien oder Schadstoffen mit schweren körperlichen Symptomen. Man könnte auch sagen, das empfindliche Gleichgewicht in ihrem Körper reagiert bei geringster Belastung, dies vor allem oft auch deshalb, weil die Bedingungen in der Umwelt schon ziemlich prekär sind. Handelt der von dieser MCS, auch Umwelterkrankung genannt, Betroffene nicht umgehend auf die ersten Symptome, kann es schwerwiegende Folgen haben.

Weltweit gibt es mittlerweile Millionen die mit zunehmender Intensität unter solchen Symptomen leiden. Es werden immer mehr und doch sind es offensichtlich noch viel zu wenige, um dem Thema endlich die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Die Menschen erkranken, neben ihren etwas robusteren Zeitgenossen, bekommen von Umweltgiften schwere körperliche Beschwerden und kippen oft förmlich von der Stange und, ja, und das ist leider eine traurige Tatsache, kann die Überbelastung des Körpers schon Mal zu einem multiplen Organversagen führen.
Doch kaum jemanden scheint das zu interessieren. Im Gegenteil. Oft werden solche Menschen mitleidig als „überempfindlich“ bezeichnet.
In den westlichen Ländern werden hochsensible Menschen als minderwertig gesehen, geringschätzig betrachtet und als „zu schwach“ bezeichnet. In anderen vor allem in den östlichen Kulturen, wie z.B. in China werden sie hoch geschätzt. Auszug aus nachfolgendem Link:
„In den meisten Kulturen, so die Psychologin Elaine Aron, hatten sensible Menschen ihren angestammten Platz, waren sie die eine von zwei Führungsklassen. In alten Zeiten waren sie Priester oder königliche Berater, während die anderen sich als Herrscher und Krieger hervortaten. Heute aber, so Aaron weiter, „erobern in den westlichen Kulturen die Nichtsensiblen immer mehr Terrain.“ In China etwa wird den Hochsensiblen Schülern höchste Achtung entgegengebracht, während sie in Kanada ganz unten in der Hierarchie der Schulklasse stehen. Für das Verdrängen der Hochsensiblen bezahlt jede Gesellschaft früher oder später einen hohen Preis.“
https://www.visionsschmiede.ch/images/coaching/hochsensibilitaet-hsp.pdf

In Amerika und den englischsprechenden Ländern werden Umwelterkrankte sehr oft auch Canaries genannt, weil sie als Frühwarnsystem gesehen werden. Sie sagen allen anderen Menschen etwas ganz Wichtiges.

Der Winzer inspiziert die Rosen, reagiert auf deren Symptome und handelt. Er kann es sich nicht leisten, so lange zu warten, bis alle Rosenstöcke mit Mehltau befallen sind.
Der Stollenarbeiter achtet auf den Kanarienvogel und seine Befindlichkeit, und handelt, um sein Leben nicht aufs Spiel zu setzen.
Wann handelt die Politik und die Medizin ernsthaft auf die Umweltkrankheit MCS?
Wie lange müssen wir darauf noch warten?

Jedes Jahr im Mai, melden sich MCS-Betroffene, also die Rosen und Kanarienvögel unter den Menschen, wieder vermehrt, um über die Krankheit MCS aufzuklären. Denn die Erfahrungen von Umwelterkrankten mit Umweltgiften nicht ernst zu nehmen, zu belächeln oder zu missachten, kann die Gesundheit aller gefährden. Das weiss man schon seit 1948, als Dr. Theron Randolph entdeckt hat, dass nicht die Lebensmittel „Allergien“ auslösen oder nicht vertragen werden, sondern die Chemie, mit denen diese behandelt werden.
http://www.blog.dr-merz.com/?p=218

Wenn das empfindliche Gleichgewicht in der Umwelt und im Menschen gestört ist, dann sollte das alle anderen Menschen in Alarmbereitschaft setzen.

To whom it may concern

Hallo 🙂

Wer auch immer mich handlungsunfähig oder leblos in meiner Wohnung vorfindet, wie z.B. Polizist, Hausverwalter, Notarzt, Rettungssanitäter, etc.  Letzteren vor allem sei Folgendes gesagt:

Ich bin an MCS erkrankt, multiple chemical sensitivity … ich reagiere auf geringste Spuren von Chemikalien mit schweren körperlichen Beschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock. Vielleicht bin ich ja sogar an Organversagen gestorben oder kurz davor, wenn sie mich finden.
Weil Sie diese Krankheit sicher nicht kennen und ich weiss, wie sich die Menschen um mich herum das Maul zerrissen haben, als ich noch handlungsfähig war, habe ich noch was zu sagen:

Bitte urteilen Sie nicht, wenn meine Unterwäsche nicht strahlend weiss ist. Ich kann keine Waschmittel verwenden, die absolute Reinheit versprechen und den Grauschleier mit aggressiven Bleichmitteln entfernen. Ich vertrage sie schlicht und einfach nicht. Ausserdem kann ich Kunstfaser nicht tragen, nur Wäsche aus 100% Naturfasern lasse ich an meine Haut; also irgendwelche Spitzen, Blümchen oder anderen Schnickschnack werden Sie da nicht finden. Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen in diesem Zustand nicht auch noch eine Augenweide sein kann.

Rümpfen Sie nicht die Nase, wenn ich nicht fein nach Parfüm, Deodorant oder einem anderen Körperpflegeprodukt rieche. Ich vertrage Duftstoffe nicht. Sollte Ihnen mein Körpergeruch unangenehm sein, dann denken Sie einfach daran, so riecht ein Mensch, der sich nicht maskiert hat, in dem er sich künstlich beduftet.
Sollte ich schon arg stinken, dann haben Sie mich einfach zu spät gefunden. In diesem Falle bedaure ich es sehr, dass mich niemand früher vermisst hat. Grundsätzlich aber stinke ich nicht, denn ich habe mich gesund ernährt, mit biologischen Lebensmitteln, wodurch ich über den Schweiss keine unnatürlichen Giftstoffe ausgeschieden habe, die sich dann auf der Haut auch noch mit Chemie verbinden und sich mit ihr zersetzen.

Wenn Sie in der Wohnung Dinge finden, die in Plastiktüten verpackt sind, dann möchte ich Ihnen sagen, dass ich manchmal in guter Hoffnung Artikel gekauft habe, die auch nach tagelangem Auslüften im Freien oder nach mehrmaligem Waschen in der Waschmaschine, den Chemiegeruch nicht verloren haben. Diese wollte ich nicht einfach wegwerfen. Ich habe ja dafür bezahlt. Ich musste sie aber in Plastiksäcke verpacken, oft sogar doppelt, damit der Geruch mich nicht weiter tangiert, bis sich jemand findet, der sich dafür interessiert.

Sie wundern sich, dass ich so alte Einrichtungsgegenstände habe? Sie fühlen sich wie im Brockenhaus?
Diese Gegenstände und Haushaltstextilien sind alle ausgerochen, ausgegast und sie sind funktionstüchtig. Warum hätte ich sie ersetzen sollen? Natürlich entspricht meine Einrichtung nicht dem neuesten Trend, aber die Chemikalien in diesen alten Möbeln haben sich schon lange in Luft aufgelöst und tangieren mich nicht mehr.
Neue helle freundliche Billigmöbel konnte ich mir einfach nicht anschaffen, weil sie stark kontaminiert sind. Biologische Möbel konnte ich mir nicht leisten, weil ich durch die Krankheit in Armut geraten bin. Das Sozialamt bezahlt keine Extraauslagen, die mit dieser Krankheit verbunden sind, denn auf die Mehrauslagen die diese Krankheit verursacht muss keine Rücksicht genommen werden. MCS ist in der Schweiz nicht anerkannt. In anderen Ländern wie z.B. den USA oder Kanada, ja sogar in den nördlichen Ländern Europas und in Europa selbst, findet man mit dieser Krankheit viel mehr Gehör und wird ernst genommen. Dort gibt es auch fähige Umweltmediziner. Auswandern konnte ich jedoch nicht. Wer hätte das bezahlen sollen? Und im Übrigen war ich in den letzten Jahren nie mehr reisetauglich, ich konnte ja nicht einmal mehr irgendwo Ferien machen und hätte die Reise dorthin sowieso nicht überlebt.

Ach ja, ich habe in meinem Leben und in Bezug auf diese Krankheit nicht NICHTS getan. Ich habe die letzten Jahre mit anderen Betroffenen darum gekämpft, dass diese Krankheit endlich ernst genommen wird. Wäre uns das gelungen, müsste ich Ihnen das nicht schreiben, denn dann wüssten Sie Bescheid.
Deshalb sieht es auf meinem Schreibtisch auch sehr chaotisch aus. Ich habe immer wieder im Internet recherchiert, mich in das Thema rein gelesen und immer wieder gehofft, den Schlüssel für dieses Problem zu finden. Aber leider, Fehlanzeige! Sie können mir glauben, ich hätte mir nichts anderes gewünscht als endlich gesund zu sein, auch wenn man mich oft als Simulant bezeichnet hatte. Können Sie sich vorstellen, dass es angenehmere Krankheiten gibt, um sich krank zu stellen? Aber lassen wir das. Es wird Sie wahrscheinlich eh nicht interessieren. Und Sie haben jetzt Wichtigeres zu tun, als sich über dieses Thema schlau zu machen.

Ich muss noch sagen, dass Sie den Notfallausweis mit der Symptomliste in meiner Handtasche finden. Es dauert aber, bis Sie das durch gelesen haben. Sie ist sehr lang. Ich befürchte das überlebe ich ohnehin nicht. Der Arzt, einer der wenigen der sich in der Schweiz mit dem Thema gut auskannte und seine Patienten ernst genommen hat, ist übrigens ausgewandert. Es macht also keinen Sinn, ihn anrufen zu wollen und meine jetzige Hausärztin müssen Sie nicht fragen, Sie hat leider keine Ahnung. Also lesen Sie lieber hier weiter …

Meine Wohnung ist nicht blitzeblank und Sie stören sich eventuell an den Kalkspuren in Küche und Bad und daran, dass es nicht nach frisch geputzt riecht? Ich konnte keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden, die das alles beseitigt hätten, und ich hätte auch niemanden bitten können, dies für mich zu tun, weil meine Wohnung dann für mich ein paar Tage nicht mehr benutzbar gewesen wäre, und ich konnte ja nirgends anders hin. Ich habe halt vorwiegend nur mit Gallseife geputzt und mit Waschnüssen gewaschen, das hat mir nicht geschadet und war zudem noch für die Umwelt besser. Irgendwie blöd, dass so ein umweltbewusst lebender Mensch wie ich so abkratzen muss. Dabei bräuchten wir mehr von denen, denn die meisten anderen machen sich keine Gedanken, wie sie mit ihrem Verhalten die Umwelt zerstören und leben frisch fröhlich rücksichtslos weiter.

Meine Kleider bedürfen ebenfalls einer Erklärung. Sie sind teilweise alt, nicht modisch und nicht mehr so ganz in Form. Ich sah darin nicht aus wie aus dem Ei gepellt, aber sie waren geruchsneutral und für mich angenehm zu tragen. In den heutigen Textilien ist so viel Chemie, dass ich sie auf der Haut nicht aushalte und es mir auf die Lungen schlägt, wenn ich deren Geruch einatme. Da nützt vielfach auch mehrmaliges Waschen nicht. Die wenigen GUTEN Kleider, die ich habe sind zwar auch nicht hochmodern, aber sie sind von einem Bioversand. Mehr davon konnte ich mir nicht leisten. Für den Alltag, zum Einkaufen und die Spaziergänge mit meinem Hund, reichen die alten Kleider aber allemal, denn ich konnte ja ohnehin keine Konzerte mehr besuchen, ins Theater oder Kino gehen oder mich chic machen, um irgendwohin auf Besuch oder auswärts essen zu gehen.
Die ganz schönen Kleider die da noch irgendwo zu finden sind, stammen aus einer Zeit, wo ich noch ganz normal am Leben teilnehmen konnte. Ja, ich habe einmal ganz normal gelebt, aber das ist schon sehr lange her.

Apropos Hund. Sollte er noch leben, und nicht neben mir verhungert sein, weil mich niemand vermisst hat, dann behandeln Sie ihn gut und mit viel Liebe, denn er war mein Ein und Alles, mein bester Freund und treuester Begleiter. Informieren Sie bitte die Personen (Notfallausweis), die ich für einen solchen Fall vorgesehen habe. Sollten diese grad nicht erreichbar sein, was mir oft passiert ist, wenn ich wirklich jemanden gebraucht hätte, dann versuchen Sie es bitte solange bis sich jemand meldet und stecken Sie ihn nicht einfach in ein Tierheim. Das hätte er nicht verdient.
Er reagiert übrigens auch sehr empfindlich auf Duftstoffe, aber Hunde nehmen ja viel mehr wahr als der Mensch und diesbezüglich konnte er bei mir ein nahezu reizloses Leben führen.

Ach ja, sollte denn doch noch ein Zeichen von Leben in mir sein und sie sehen es als notwendig, mir nochmals eine Chance zu geben, dann kann ich Sie nicht an dem Versuch hindern, mich ins Leben zurück zu holen.
Achten Sie aber bitte darauf, dass Sie mir nicht unüberlegt und unwissend irgendwelche Chemie in die Adern jagen, mit der Sie das Gegenteil bewirken, denn ich reagiere auch hoch allergisch auf Medikamente. Am Besten für mich ist sowieso nur das, was technisch und ohne Chemie möglich ist, wie z.B. ein Defibrillator, sofern sie wirklich noch was für MEIN Leben tun, und nicht nachher auch noch eine grosse Rechnung stellen wollen, bei der die Pharma mitverdient, die zu einem grossen Teil auch an meinem Leiden mitverantwortlich ist.
Sie können auch mit einer Herzmassage Hand anlegen, wenn Sie dazu noch in der Lage sind und Sie es nicht durch die technischen Möglichkeiten die der Medizin heute zur Verfügung stehen schon verlernt haben. Sollten Sie es tatsächlich schaffen, mich zu reanimieren und Sie sind parfümiert oder verwenden kein duftneutrales Waschmittel, dann ist es gut möglich, und wundern Sie sich bitte nicht, wenn ich zurück ins Koma falle, denn Ihr Duft könnte mir abermals den Rest geben und sie müssten von vorne anfangen, was für mich und für sie sehr anstrengend wäre. Klingt komisch, ist aber so … Also lassen Sie es in diesem Falle lieber … es käme einer Sisyphus Arbeit gleich.

Und noch was: Sollte da wirklich Hopfen und Malz verloren sein und ich entgleite Ihnen unter den Händen weg in eine bessere Welt, und sie überlegen, ob Sie mich einfach noch so lange warm halten, bis ich ausgeschlachtet werden kann, damit Sie mit den Organen auch noch Profit machen können, dann möchte ich Ihnen sagen: Vergessen Sie’s. Das will ich nicht. Die Medizin hat sich während ich noch lebte nicht um mich geschert und mich nicht ernst genommen, oft sogar hat sie mich diffamiert; sie soll nach meinem Tod nicht auch noch an meinen Innereien gutes Geld verdienen. Ausserdem sind meine Organe durch die unzähligen Chemikalien, die von Politik und Medizin als harmlos bezeichnet werden, bereits so zerstört, dass sie nicht mehr zu gebrauchen sind.

Noch Fragen? Vielleicht schaffen Sie es ja, ein Wunder zu vollbringen. In diesem Fall werde ich mich gerne mit Ihnen weiter über all dies unterhalten, wenn ich dazu wieder in der Lage bin und es Sie interessiert, und dann können wir auch gerne darüber reden, wie die Medizin mit Menschen umgeht, die unter dieser organischen Krankheit leiden, die übrigens von der WHO klassifiziert ist und seit 1948 bekannt. Und sollten Sie mich dann ernst nehmen und sollte es Ihnen möglich sein, Ihren Berufskollegen und der Politik zu vermitteln, dass wir da ein ernstes Problem haben (es gibt immer mehr Betroffene), dann können wir auch gerne darüber reden, ob ich vielleicht bereit wäre, meine Organe zu spenden, um Ihnen zu helfen, Leben zu retten.

Ich befürchte aber, dass es aufgrund von allgemeiner Ignoranz und Desinteresse nicht dazu kommen wird.

Inhaltsstoff: Alcohol denat. (denaturierter/vergällter Alkohol)

Klingt harmlos, ist es aber nicht!


Ein ganz wichtiges Thema zu gefährlichen Stoffen in den Produkten des täglichen Gebrauchs.

Ich versuche es kurz zu machen, auch wenn das Thema sehr lang ist. Es ist aber grundsätzlich einfach zu erklären.

Alkohol/Ethanol wurde/wird vielen Produkten als Konservierungsstoff beigesetzt.
Reiner Alkohol löst keine Allergien aus und ist als Inhaltsstoff unbedenklich.
Er unterliegt aber der Brandweinsteuer was ihn zu einem teuren Rohstoff macht und er kann auch „missbraucht“ werden, will heissen, man könnte ein Produkt zweckentfremden und es trinken, anstelle von Alkohol. Soll es ja alles schon gegeben haben, z.B. dass Alkoholiker statt Wein Sprit oder Pitralon (Aftershave) trinken.

Der Alkohol wird also vergällt/denaturiert, um ihn ungeniessbar und billiger zu machen, das heisst, seine natürliche Form wird dermassen verfälscht, dass er nicht mehr als reiner Alkohol bezeichnet werden kann. So kann man ihn kostengünstiger einsetzen (keine Brandweinsteuer, also günstiger Rohstoff) und die Gefahr, dass jemand zur falschen Flasche greift ist insofern gebannt, als dass dieser beim ersten Schluck schon mehr Brechreiz hätte als Genuss.

Die Bezeichnung Alcohol denat. bedeutet also, dass billigster Alkohol enthalten ist, der mit Vergällungsmitteln behandelt wurde. Diesen Alkohol finden wir in fast jedem Produkt, in Parfüms, in Zahncremes, in Körperpflegeprodukten, in Sonnenmilch, in Produkten zur Hautpflege (auch „sensitiv“), in Waschmitteln, Reinigungsmitteln, im Nagelackentferner und, und, und …

Nun aber ist es so, dass all die Vergällungsmittel die eingesetzt werden, um den Alkohol zu denaturieren, allesamt nicht unbedenklich bzw. schädlich sind.

Als Vergällungsmittel werden eingesetzt: Methylethylketon, Denatoniumbenzoat, Ethyl-sec-amylketon (5-Methylheptan-3-on), Isopropylalkohol (Propan-2-ol), Petrolether, Toluol, Cyclohexan, Schellack, Fichtenkolophonium, Phthalsäurediethylester, Thymol und Diethylether.

Ein einziges Vergällungsmittel sei hier genauer beschrieben, z.B.
Phthalsäuredibutylester
(weitere Bezeichnungen sind: DBP/Dibutylphthalat, Butylphthalat, Elaol, Dibutylbenzol-1,2-dicarboxylat)

Es findet als Vergällungsmittel Verwendung in/Auszug aus Wikipedia: „DBP wird hauptsächlich als Weichmacher für PVC[13][14] und als Absorbens (Waschflüssigkeit)[15] zur Reinigung von Gasgemischen und organischen Verbindungen eingesetzt. Ferner findet es Verwendung als Zusatzstoff in Medikamentenhüllen, damit sich die Inhaltsstoffe nicht schon im Magen, sondern erst im Darm auflösen. Dabei handelt es sich unter anderem um Medikamente gegen Erkältungen, Bronchitis, Asthma, Schlafstörungen, erhöhte Cholesterinwerte und Eisenmangel.“

Unter Toxikologie auf Wikipedia ist über DBP zu lesen:
„Einatmen oder Verschlucken kann zu Gesundheitsschäden führen und es treten vorübergehende Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen etc. auf. Eine Einnahme kann die Atemwege, Verdauungswege und Augen reizen: z. B. Brennen, Kratzen. Dibutylphthalat wirkt im Tierversuch entwicklungs-, reproduktions- und embryotoxisch. Die Europäische Union stuft Dibutylphthalat als „fortpflanzungsgefährdend“ ein und hat für die tägliche Aufnahme einen TDI-Wert („tolerable daily intake“) von 10 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht festgesetzt (seit Juli 2005, vorher 100 Mikrogramm). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft DBP als „frucht- und entwicklungsschädigend“ ein. Es ist sehr giftig für Wasserorganismen und kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben – es ist wassergefährdend (WGK 2) und ein Meeresschadstoff.“

Das ist nur einer von den verwendeten Vergällungsmitteln und alle anderen sind nicht besser. Man kann und soll es bitte selbst nachlesen bzw. sich einmal die Arbeit machen und sich jeden einzelnen Stoff zu Gemüte führen.
Wie sinnvoll es also ist, Alkohol auf diese schädliche Weise zu denaturieren, ist fraglich, denn was wenn es jemand nicht weiss, sich vom bitteren Geschmack nicht abbringen lässt und es trotzdem trinkt? Aber man muss das Zeug ja nicht einmal trinken, es genügt schon, es zusammen mit dem täglichen Parfüm oder der Körpercreme zu verwenden. Die Haut ist unser grösstes Organ und diese Stoffe gehen durch unsere Haut in den Körper und schaden!

Fazit: Alcohol denat. klingt also erst Mal sehr harmlos ist es aber nicht. Dahinter verstecken sich gefährliche Stoffe/Weichmacher die in fast jedem Produkt enthalten sind. Für MCS-Betroffene ist das wichtig zu wissen.
Auch in duftfreien Pflegeprodukten ist denaturierter Alcohol enthalten. Auch Toluol ist ein Vergällungsmittel und gleichzeitig ein Duftstoff. Wenn also etwas als duft- bzw. parfümfrei angeboten wird und gleichzeitig aber einen lieblichen Eigengeruch hat, dann könnte es an Alcohol denat. liegen. Denn womit der Alkohol vergällt wird, muss nicht angegeben werden und abgesehen davon: Denaturierter Alkohol ist so oder so brandgefährlich!

Hier wird die Vergällung von Alkohol fachlich einfach erklärt:
https://www.internetchemie.info/chemie-lexikon/stoffe/d/denaturierter%20alkohol.php

 

Die Bratpfanne, die Vögel und ich


Nach so vielen Jahren mit Erfahrungswerten in Bezug auf die Krankheit MCS. Ein Beispiel für meine Arglosigkeit im Umgang mit dieser. 😦 Nein, da ist keine Hysterie. Keine Spur von einem Ökochonder. Ich bin ein ganz normaler Mensch ausser, dass ich MCS habe. Manchmal, wenn es mir aber richtig gut geht, dann werde ich für meine Verhältnisse einfach übermütig, werfe meine Erfahrungswerte über Bord und stürze mich ins „Abenteuer“. So auch, als ich diese Bratpfanne im Angebot gesehen habe. Top-Qualität zu günstigem Preis!

Antihaftbeschichtung PTFE, früher sagte man schlich und einfach Teflon dazu. Ich stehe vor dem Angebot und zögere. Meine innere Stimme sagt: „Jetzt hab Dich nicht so. Du hast deine Teflonpfannen vor Jahren aus dem Haushalt verbannt, weil Du sie nicht vertragen hast. Vielleicht, jetzt, viele Jahre später, sind die gar nicht mehr so giftig. Die Hersteller entwickeln die Produkte doch weiter. Da sind sicher strengere Grenzwerte. Probier es doch einfach aus“!

Meine innere Stimme hat damals ganz klar gewonnen. Lange stand diese Pfanne jetzt bei mir im Schrank und erst kürzlich, als meine alte Keramikbratpfanne schon ziemlich kaputt war, nahm ich die Teflonpfanne hervor. Natürlich habe ich sie erst Mal gründlich ausgewaschen. Alles was der Hersteller vor in Betriebnahme empfiehlt. Vorher noch mit Öl eingerieben und ausgerieben und dann darin Omeletten gemacht. Kein ätzender Geruch. Nichts! „Siehste“, sagte meine innere Stimme, „ist überhaupt nicht schlimm“.

Während dem Kochen fingen meine Fusssohlen an zu brennen. Eigentlich wäre das eines der ersten Zeichen, dass ich etwas nicht vertrage. Aber ich schenkte dem keine grosse Beachtung. „Ist ja auch grad Rheumawetter“, dachte ich. Nachdem ich die Omeletten gegessen habe, brannten aber die Schleimhäute im Mund, der Rachen und die Zunge. Auch da war ich noch relativ gelassen. Als ich abends ins Bett ging, war da dieser lästige Reizhusten, mein Mund war trocken, so dass die Zunge fast am Gaumen kleben blieb. Da haben bereits ein wenig die Alarmglocken geläutet, und als sich darauf auch noch eine schlaflose Nacht mit Herzrhythmusstörungen, schwerer Übelkeit und brennenden Augen einstellte, da wusste ich: das ist gar nicht gut. Ich hatte Mitten in der Nacht ein extrem stark brennendes Hungergefühl. Mein Magen schmerzte. Es fühlte sich an als hätte ich ein grosses leeres Loch im Bauch und darin wäre „Durchzug“. Ich stand auf, ging in die Küche und trank ein Glas Wasser. Selbst das Wasser schmerzte. Mir war hundeelend.

Wie so oft in solchen Fällen, wenn mich neben der körperlichen Erschöpfung die ein Auslöser verursacht diese gleichzeitige innere Unruhe aber nicht schlafen lässt, und wenn aufgrund der heftigen Symptome Panik aufkommt, weil ich offensichtlich wieder einmal auf etwas so extrem reagiere, dass ich das Gefühl habe sterben zu müssen, dann frage ich mich, warum das so ist und um mich abzulenken, und weil ich es wissen will, fahre ich den Computer hoch und fange an im Internet an zu recherchieren. Meine Frage an Google: „Teflonpfannen schädlich“?

Die Antwort war eindeutig, abgesehen von den üblichen Beschwichtigungen in Bezug auf Materialprüfungen, Grenzwerte und deren Unbedenklichkeit, und bei sachgerechter Anwendung. Zuerst fand ich zwei vielsagende Artikel über die Schädlichkeit der Ausgasungen des Teflons durch erhitzen, und dass da in einem Fall reihenweise die Vögel von der Stange kippten. Die armen Vögel 😦     Hier der Bericht.
https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Massensterben-beim-Raclette/story/23166760

Ich bin nicht wirklich erstaunt, aber doch sehr angetan von diesem Text! In einem Artikel wo nicht von MCS die Rede ist sondern von der Schädlichkeit von Ausgasungen aus Teflonpfannen im Zusammenhang mit Kanarienvögeln. Wow! Wir von der Krankheit MCS Betroffenen werden ja Canaries genannt, weil wir als eine Art Warner für die normale Gesellschaft gesehen werden. Warum das so ist, habe ich bereits einmal in einem Blogartikel geklärt und auch in diesem Video : https://www.youtube.com/watch?v=DOLO-lwiHq4

Früher starben die Kanarienvögel „unter Tage“ im Bergbau. Heute fallen sie in einem ganz normalen Haushalt aufgrund der Giftgase von der Stange. Das sollte uns zu denken geben.

Nun denn, nachdem ich ja zu diesen menschlichen Kanarienvögeln gehöre, wundert es mich nicht, dass ich nun aufgrund meines Pfannenerlebnisses so schwere Symptome habe. Ich recherchiere weiter. Ich möchte wissen, welche Ausgasungen für den Tod der Vögel verantwortlich sind, die ja auch für den Menschen schädlich sein sollen. Und ich finde unter anderem (es werden schädliche Ausgasungen erwähnt, aber nur zwei Gase beim Namen genannt) zwei hoch giftige Gase, die ich hier mit Hilfe von Wikipedia erklären möchte.

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Fluorwasserstoffsäure/Flusssäure

Wikipedia sagt, dass Flusssäure ein starkes Kontaktgift ist und es würde von der Haut sofort resorbiert werden. Dadurch sei eine Verätzung tieferer Gewebeschichten und sogar der Knochen möglich. Daneben trägt zur Gefährlichkeit von Flusssäure bei, dass die Fluoridionen den Calcium- und Magnesiumstoffwechsel blockieren und wichtige Enzyme hemmen. Dies führe zu bedrohlichen Stoffwechselstörungen, die unter multiplem Organversagen tödlich verlaufen können. Flusssäure schädigt auch da Nervensystem!!!!

(Flussäure wird übrigens wie auch Carbonylfluorid als Kühlmittel eingesetzt. Ausserdem kommt es in verschäumten Kunststoffen vor, wird bei der Oberflächenbehandlung von rostfreiem Stahl eingesetzt und, in geringem Masse, so heisst es, in Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln.)

Carbonylfluorid

Carbonylfluorid reize bei inhalativer Aufnahme Haut, Augen und Atemwege. Es käme zu Schmerzen, Rötungen und Sehbeeinträchtigungen. Carbonylfluorid bildet mit den Körperflüssigkeiten Fluorwasserstoffsäure, was eine ätzende und giftige Wirkung entstehen lässt. Nach langer Aufnahme durch die Atemwege würde der Patient Halsschmerzen, Husten und Dyspnoe zeigen. Die Symptome können verzögert kommen und in der Folge kann ein toxisches Lungenödem auftreten

Übrigens befindet sich dieses Giftgas auch in Klimaanlagen in Autos:
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/haut/krankheiten/warnung-fuer-autofahrer-klimaanlage-im-auto-mit-hochgiftigem-potenzial_id_3759752.html

https://derstandard.at/1395364730969/Neues-Kaeltemittel-fuer-PKW-Klimaanlagen-kann-hochgiftige-Stoffe-freisetzen

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Also, meine Arglosigkeit hat sich insofern „bezahlt gemacht“, als dass ich aus dieser Geschichte wieder was gelernt habe. Teflon ist nach wie vor schädlich und grad für MCS-Betroffene, die ja so heftig auf geringste Spuren reagieren, definitiv nicht geeignet. 

Ich habe meine alten Teflonpfannen damals entsorgt zu einer Zeit, wo ich noch lange nicht so stark von dieser Krankheit betroffen war wie heute. Und jetzt habe ich nach so vielen Jahren wieder einmal die leidvolle Erfahrung gemacht, dass Teflon einfach schädlich ist, nach wie vor, und daran hat sich nichts geändert, bis heute nicht (November 2018). Die Dämpfe, die ich da inhaliere (auch wenn ich nichts rieche) sind das eine. Was durchs Braten noch auf das Lebensmittel übergeht das andere. So passiert es, dass ich diese Schadstoffe auch noch einnehme.

Und einmal mehr bestätigt sich: „Ich bin ein Kanarie. Ich habe MCS = multiple chemical sensitivity“, und leider hat es mein Körper nach so vielen Jahren mit Teflonpfannen (die Hoffnung stirbt ja zuletzt) auch nicht vergessen. Es ist wie es ist, es ist nicht lustig und, es ist vor allem keine Simulation, was MCS-Betroffenen oft unterstellt wird. Wäre ich ein Ökochonder, wie einige Mediziner oder Politiker glauben MCS-Betroffene bezeichnen zu müssen, dann wäre ich nur schon beim Anblick dieser Bratpfanne in diesem Geschäft davon gelaufen. Nie und nimmer hätte ich sie gekauft. So aber doch – in gutem Treu und Glauben („wird schon nicht so schlimm sein – die Technik entwickelt sich ja weiter, die Schadstoffmessungen werden strenger, das Material besser usw.“) – und dann habe ich sie auch noch benutzt!

Und ganz so unbedenklich sind sie eben doch nicht. Sie sind einfach nur nicht sofort tödlich!
https://www.energieleben.at/teflon-gift-in-der-pfanne/

Nun denn, es ist eine schleichende Vergiftung, der wir da ausgesetzt sind und ich habe schon viele Jahre auf dem Buckel, in denen ich viel von dem abbekommen habe, was schädlich ist und mir auch vieles angetan, bevor ich feststellte, dass einfach nichts mehr geht .
Ich kann nur raten: „Finger weg von Teflon. Wer mir das nicht glaubt, bringe bitte wenigstens seine Vögel in Sicherheit!“

NEIN am 25. November 2018 zum Überwachungsgesetz

Um beurteilen zu können, wie ein Behinderter, ein Mensch mit einem psychischen Leiden oder einer chronischen Krankheit lebt, was ihn einschränkt, wie hart er an sich arbeiten muss, um ein gewisses Mass an Selbständigkeit zu behalten, um noch ein wenig am normalen Leben teilhaben zu können, wo die grössten Hindernisse im Alltag sind und welche Auswirkungen sie auf ihn haben, muss man schon mehrere Tage wenn nicht Wochen in den Schuhen eine solchen Menschen gegangen sein oder ihn zumindest begleiten.

Statt dieses Interesse zu zeigen und wirkliche Fakten im Alltag eines kranken Menschen aufzuzeigen, will man Bezüger von Versicherungsgeldern observieren lassen, um so herauszufinden, ob sie berechtigt sind Leistungen zu beziehen. Das heisst wenn sie bei Aktivitäten „erwischt“ werden, die für einen IV-Rentner unpassend sind, werden ihnen die Leistungen gestrichen oder gekürzt.
Aber was ist unpassend? Wie sollte ein auf einen behinderten, psychisch oder chronisch kranken Menschen angesetzter Detektiv, der keine Ahnung von der Krankheit oder dem Gebrechen des zu Überwachenden hat jemals einschätzen können, wo wann und wie der Mensch in seinem Alltag eingeschränkt ist und was er wie oft und für wie lange noch tun kann?

Eine Invalidenrente wird erst nach einem strengen oft über Jahre andauernden Abklärungsverfahren und unter Miteinbezug von durch die IV beauftragten medizinischen Gutachtern/Fachleuten gutgesprochen. Die Gutachter werden aufgeboten, weil die medizinischen Berichte der Patienten, aufgrund derer diese einen Antrag auf Rente stellen, nicht genügen bzw. die IV lässt den Krankheitszustand durch eigene Gutachter abklären, um daraufhin selbst und abschliessend zu entscheiden, ob der Antragssteller „rentenwürdig“ ist. Damit will sich die Invalidenversicherung absichern. Ob ein Antragssteller also leistungsberechtigt ist oder nicht, das entscheiden nicht die Ärzte, die den Patienten über Jahre betreut haben und seine Krankengeschichte im Detail kennen, das entscheidet auch nicht ER selbst, sondern die Fachleute der IV! In diesem Verfahren geht die Tendenz seit Jahren schon in die Richtung, dass schwer kranke Menschen und folglich nicht mehr arbeitsfähige Menschen „Gesundgesprochen“ werden und gar keine Rente bekommen.

Wie kann es dann also sein, dass es angeblich so viele Betrüger gibt? Wenn die Invalidenversicherung ihren eigenen Einschätzungen und der ihrer Gutachter, welche von der IV gut bezahlt werden nicht traut, und jetzt auch noch Observierer beschäftigen will, dann ist das schon ziemlich bedenklich. Ich frage mich, was läuft da schief in den Rentenabklärungen?

Mit dem Überwachungsgesetz unter dem Deckmantel und Slogan „Fairness“, damit ist die Fairness gegenüber allen Versicherten gemeint die vor Betrügern geschützt werden sollen, wird meiner Ansicht nach nebst dem teuren Gutachterverfahren einfach „nur“ ein weiterer Wirtschaftszweig bedient. Es ist eine kostspielige Absicherung der Absicherung, und das alles mit den Versicherungsgeldern derer, die dann wenn sie in eine Notlage kommen und eine Rente dringend bräuchten oft feststellen müssen, dass die Versicherung für alle da ist, nur nicht für die Versicherten selbst.

IV-Rentner bekommen eine Rente, weil sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme nicht mehr arbeiten können bzw. untauglich sind für den Arbeitsmarkt, dies weil das Risiko der Ausfälle durch Krankheit für den Arbeitgeber einerseits zu hoch ist oder die Einsatzbereitschaft der Wirtschaft für die Schaffung von Arbeitsplätzen für chronisch oder psychisch Kranke einfach zu mangelhaft.
Arbeitsunfähige bzw. wirtschaftlich zur „Unfähigkeit Gemachte“ bekommen die Rente, weil sie nicht mehr arbeiten können, nicht
weil sie NICHT MEHR LEBEN können. In der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt herrschen nun mal andere Gesetze für einen kranken Menschen, als dies in einem „normalen“ Alltag ohne Arbeit der Fall ist.

Würde man wollen, dass Menschen, die nicht mehr arbeiten können bzw. nicht mehr in den Arbeitsmarkt integrierbar sind, von der Bildfläche verschwinden, dann müsste man sie im wahrsten Sinne des Wortes verschwinden lassen. Das wird doch wohl niemand wollen – oder? Man denke ans Dritte Reiche, wo „Unliebsames“ oder solches das zum Unkostenfaktor wurde, einfach vergast wurde.

Also, Fakt ist doch, die IV will künftig nicht nur darüber entscheiden ob ein Mensch krank ist oder nicht, ob er leistungsberechtigt ist oder nicht, wie viel Rente er braucht und wie viel er nicht braucht, sondern nun auch noch wie viel ein IV-Rentner leben darf und wie viel nicht. Das Observationsgesetz über das am 25. November 2018 in der Schweiz abgestimmt wird ist der Gipfel in unserem Rentenverhinderungssystem.

Inklusion statt Observation – für eine menschliche Schweiz und gegen den Überwachungsstaat

Abstimmung Überwachungsgesetz der Sozialversicherungen vom 25. November 2018

Statt den Versicherten und Antragsstellern mit Misstrauen und Argwohn zu begegnen, immer noch mehr und mit noch schärferen Massnahmen auf diese drauf zu hauen, für Gutachter und Observierer Millionenbeiträge auszugeben und damit weitere Versicherungsgelder zu verschleudern, könnte die IV ihre Eingliederungsmassnahmen einfach einmal ernsthaft überdenken und erweitern. Man könnte die Millionenbeträge dafür einsetzen, dass chronisch kranke Menschen, Menschen mit einem psychischen Leiden und körperlich Gebrechliche, eine Chance auf Arbeit haben.
Die meisten dieser Menschen könnten nämlich unter Umständen einer Tätigkeit nachgehen, wenn auf ihre Krankheit oder Behinderung Rücksicht genommen würde.

Es gibt soziale Einrichtungen wie z.B. das Humanus Haus. Dort können Menschen mit körperlichen und psychischen Behinderungen arbeiten. Sie werden dort nicht als Behinderte, sondern als Menschen mit besonderen Bedürfnissen bezeichnet, und auf diese Bedürfnisse wird besonders Rücksicht genommen. Das ermöglicht diesen Menschen, trotz ihrer Behinderung, in welcher Form auch immer sich diese äussert, einer Arbeit nachzugehen, wodurch sie sich wertvoll und gebraucht fühlen. Der Witz ist leider, und das ist leider kein Witz, dass dort nur eine Arbeit bekommt bzw. arbeiten darf, wer eine IV-Rente bekommt. Will heissen, ein Mensch der eine IV-Rente bekommt, bekommt dort auch eine Arbeit. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über dieses Paradoxon lachen.

Ein chronisch kranker Mensch, der gerne arbeiten würde, wird vom RAV irgendwann als nicht vermittelbar eingestuft, weil er für den Arbeitgeber ein zu grosses Risiko darstellt. Auch die IV schafft es nicht, diesem Missstand mit den üblichen Eingliederungsmassnahmen Rechnung zu tragen, denn sie orientiert sich an den Bedürfnissen der Wirtschaft und nicht an dem „besonderen Bedürfnis“ des kranken Menschen, der einen Antrag auf Rente stellt. Auf dem normalen Arbeitsmarkt hat ein Mensch mit einer chronischen oder seltenen Krankheit schlicht und einfach keine Chance mehr, vor allem dann nicht, wenn auch noch ein zu hohes Alter dazu kommt.

Also könnte doch mit dem vielen Geld das in diesem Rentenverhinderungsverfahren verschleudert wird (in welchem nur die IV-Angestellten, die Gutachter und die Observierer profitieren, aber in den wenigsten Fällen die Versicherten), eine Institution gegründet werden, in der Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben, eine Anstellung finden. So könnte man wahrscheinlich viele Renten verhindern.
Das wäre eine Perspektive für beide Seiten. Das wäre Motivation. Das wäre Innovation. Das wäre sozial. Das wäre Inklusion, würdevoll und im Respekt gegenüber einem Menschen, dem man, egal wie krank oder behindert er ist oder welches Gebrechen er hat, die Möglichkeit gewährt, seinen Lebensunterhalt unter Rücksichtnahme auf seine Bedürfnisse und in einem geschützten Rahmen selbst erarbeiten zu können, ohne Opfer des Billiglohnsektors zu werden und ohne Missbrauch seines Status der Behinderung.

Was für eine sinnvolle Geldanlage unserer Versicherungsgelder das doch wäre, und es würde zudem das böse Blut im Volk in Bezug auf Schmarotzer, Simulanten und „fuule Sieche“ in gute Energie umwandeln und nicht diese Hetze weiter schüren.

Die Idee ist so einfach. Leider, und das ist wahrscheinlich der Haken an der Sache, wird die IV eine solche Innovation im Bereich der Wiedereingliederung kaum in Erwägung ziehen. Sie würde sich ja ins eigene Fleisch schneiden, denn auf diese Weise gingen bei ihr selbst und ihren lukrativen Filialen (Gutachter und Observierer) ziemlich viele Arbeitsstellen verloren.

Der ganze Hype im Rentendrama, mit der nun geforderten Überwachung von Versicherten, die mit der Abstimmung am 25. November 2018 gesetzlich verankert werden soll, dient einmal mehr nur dem Wirtschaftszweig „Rentenverfahren“, um dort neue Arbeitsplätze zu schaffen, nicht aber den Versicherten.

Fibromyalgie und Umweltschadstoffe

Viele Fibromyalgie-Betroffene klagen ständig über Schmerzen und andere diffuse Beschwerden, die zum Krankheitsbild gehören wie Muskel- und Gelenkbeschwerden, Magen-Darmbeschwerden, Abgeschlagenheit, extreme Müdigkeit, Kopfschmerzen usw.
Wenige sind leider bereit, den Zusammenhang zwischen Umweltschadstoffen und einer schleichenden Vergiftung des Körpers erkennen zu wollen. Lieber versuchen sie ihre Beschwerden durch Therapien loszuwerden, die sehr kostspielig und aufwendig sind und kaum etwas bringen. Sie versuchen es immer wieder, ohne wirklichen Erfolg.

Die Fibromyalgie gehört ebenso wie ME/CFS, MCS, Sick-Building Syndrom zu den Multisystem-/Umwelterkrankungen, die als Ursache das gleiche Übel haben: Umweltschadstoffe bzw. Schadstoffe, in welcher Form auch immer!

In vielen meiner Blogartikel habe ich über die problematischen Chemikalien berichtet, von denen wir täglich umgeben sind, denn ich bin sowohl Fibromyalgie- wie auch MCS/CFS-Patientin. In jahrelangen Selbstversuchen, habe ich aber heraus gefunden, dass ich überhaupt keine Patientin wäre, sondern praktisch gesund, wenn ich nicht Umweltschadstoffen ausgesetzt wäre.
Als MCS-Betroffene vermeide ich zwar alles an Schadstoffen, was mich und meinen Haushalt betrifft, weil ich nur schon bei geringsten Spuren massive Beschwerden bekomme, doch lebe ich in einer völlig kranken Umwelt, in der nicht einmal mehr das Leitungswasser unbelastet ist. Dieses wird mit Chemikalien in der Kläranlage gereinigt/aufbereitet, damit es „geniessbar“ ist.

So habe ich mich denn in diesem Jahr einmal für ca. 3 Monate völlig isoliert, nebst dem dass mein Haushalt ohnehin schon schadstofffrei ist, ich mich nur biologisch ernähre und mein Alltag aufgrund von MCS und der vielen Schadstoffe von denen wir umgeben sind, ohnehin schon auf ein Minimum geschrumpft ist. Nur noch das Notwendigste an Kontakt mit der Aussenwelt habe ich erledigt. Wirklich nur noch das Allernotwendigste. Und es hat sich bestätigt, was Umweltmediziner schon längst erkannt haben. Ich hatte weder Fibromyalgie-, noch MCS- oder CFS-Symptome. In kleinerem Rahmen, also wenn ich grad keinen so krassen Selbstversuch unternehme, d.h. wenn ich mich nicht völlig isoliere bzw. isolieren kann, merke ich, dass ich viel weniger Beschwerden habe, wenn ich Schadstoffe so gut wie möglich meide. Wie gesagt, ein normaler Alltag ist aber damit in dieser Umwelt nicht möglich.

Ich kann nach fast 30 Jahren (mit der Diagnose Fibromyalgie) und mehreren Selbstversuchen behaupten, dass alle Therapien nichts nützen, so lange wir uns weiterhin Schadstoffen aussetzen, das heisst, die Ursache nicht bekämpfen. Und diese sind sehr vielfältig und jeder muss für sich herausfinden, was es ist, was ihm Beschwerden bereitet. Tatsache ist, dass wir alle (ausser man ist von MCS betroffen, doch so weit muss es nicht kommen), vor allem und überall Duftstoffen ausgesetzt sind. Welch eine verheerende Wirkung Duftstoffe unter anderem auf unser Nervensystem haben und welche Beschwerden sie verursachen, ist bekannt und trotzdem weiss es kaum einer.

Ihr werdet euch nun fragen, was haben Schadstoffe mit Fibromyalgie zu tun? Klaus Dietrich Runow, einer der führenden Umweltmediziner in Deutschland, hat es in seinem Buch „wenn Gifte auf die Nerven gehen“ (2008) beschrieben, was Schadstoffe anrichten können, warum wir durch sie Schmerzen und Beschwerden haben, und was wir tun können (Körper entgiften, aufbauen und nicht mehr mit Schadstoffen belasten)https://www.antipsychiatrieverlag.de/versand/titel/runow.htm

Wer das Buch nicht lesen will, dem will ich den Mechanismus kurz erklären. Es gibt mehrere Schadstoffe wie z.B. Weichmacher (die wir überall finden) oder Stickoxide (in Abgasen), die unsere Schleimhäute durchlässiger machen. Diese werden dadurch wie ein Sieb. Durch dieses Sieb sickern nicht nur diese durchlässig machenden Schadstoffe, sondern auch noch all die anderen. Sie gelangen so direkt und ungefiltert in die Blutbahn. Sie greifen das Nerven- und Immunsystem an, wodurch wir Schmerzen und Beschwerden bekommen. Zusätzlich setzen gewisse Schadstoffe gewisse Enzyme in der Leber ausser Kraft, wodurch diese nicht mehr in der Lage ist, die ohnehin schon ungefiltert in den Körper gelangten Schadstoffe zu verarbeiten.

Ärzte und Therapeuten profitieren leider davon, dass es wirklich nur den wenigsten bekannt ist bzw. bekannt sein will, welche Auswirkungen Umweltschadstoffe haben; dass die Aufklärungsarbeit von jahrelang Betroffenen belächelt wird, die sich durch ihr Leid bei dem ihnen anfänglich niemand helfen konnte selbst informiert haben und sich ein umfassendes Wissen und Erfahrungswerte angeeignet haben; und dass es nur wenigen Erkrankten vergönnt ist, in einer fast schadstofffreien Umgebung zu leben. Leider werden auch Umweltmediziner wenig gehört. Alles was damit zusammen hängt, wird manchmal sogar in die „Verschwörungstheorie-Schublade“ geschoben.

Das medizinische Angebot im Bereich der Fibromyalgie ist sehr vielfältig, nebst dem, dass andere Symptome einfach nur behandelt werden, und dabei wird die Krankheit oftmals immer noch als mysteriös bezeichnet. Ob das nun gewollt ist oder nicht. Damit hält man die Patienten in einer Unsicherheit, die sie abhängig von den Therapieangeboten macht. Indem man den Umweltkrankheiten die Ursache abspricht – Erkrankte kämpfen zusammen mit Umweltmedizinern seit Jahren um Anerkennung der Krankheit – bzw. diese nicht erkennen und die Erkenntnisse nicht verbreiten will, hält man sich die Kunden/Kranken/Patienten warm, die immer wieder kommen (müssen), denn die Beschwerden bessern sich nicht, solange die Auslöser noch vorhanden sind, egal wie man sich auch anstrengt, wieviel Geld man dafür ausgibt und was man alles tut.
Ausserdem dient das Nicht-Erkennen und Verleugnen der Ursachen der Wirtschaft. Man stelle sich vor, was passieren würde, wenn man den Umweltschadstoffen ein solches Ausmass an Krankheiten zusprechen würde. Man tut es vereinzelt bereits, aber eben, man berichtet immer nur über einen Schadstoff, den man als gefährlich einstuft sei es Feinstaub, Schimmel, Glyphosat, Mikroplastik, Nanopartikel, Stickoxide usw. Kaum jemand spricht über den Schadstoffcocktail, dem wir tagtäglich ausgeliefert sind und in dem sich die Schadstoffe kumulieren, mit anderen vermischen und dadurch zu noch weitgehend unbekanntem Risiko werden, beim Namen zu nennen.
Frau Prof. Dr. Claudia Traidl Hoffmann, Umweltmedizinerin, hat es kürzlich in einer Fernsehsendung erklärt. Die Suppe, die ganze Suppe der Schadstoffe macht uns krank!!! Wobei jeder toxische Stoff bereits egal in welcher Konzentration für sich alleine eine Gefahr für unsere Gesundheit ist. Hier der Link zur Sendung (ca. ab 48:00)
https://www.youtube.com/watch?v=Y2FkuFiN6nk&t=3267s

Ich bin überzeugt davon, dass ich damals vor fast 30 Jahren, als die ersten Symptome der Fibromyalgie begonnen haben, ich noch vieles hätte retten können, wenn ich das gewusst hätte, was ich heute weiss. So aber hat sich nebst der Fibromyalgie eine starke MCS (multiple chemical sensitivity) entwickelt. Das ist dann, wenn nichts mehr geht.

Ihr solltet vielleicht auch noch wissen, dass viele Chemikalien als Chemosensibilisierer wirken. Das heisst, früher oder später strapazieren sie den Körper so, dass er auf das mit Beschwerden reagiert, was er vorher problemlos vertragen hat. Vor allem Duftstoffe sind allgegenwärtig. Jeder benutzt sie, sei es als Parfüm, im Waschmittel oder Weichspüler, in den Reinigungs- und Körperpflegeprodukten, als Lufterfrischer usw. Was alleine Duftstoffe mit unserem Körper machen erfährt man in diesem informativen Flyer:
http://www.umweltrundschau.de/cms/images/stories/file/flyer_dih.pdf

Nun, ihr könnt‘ einen Teil dieser erwähnten Schadstoff-Suppe verhindern bzw. ihr könnt‘ sie zum grossen Teil selbst auslöffeln, in dem ihr sie in eurer Wäsche, auf eurem Körper und in eurem Haushalt meidet. Ihr erreicht dadurch eine eindeutige Besserung eurer Beschwerden. Tut ihr es nicht, ist das was ihr an Therapien absolviert reine Sisyphus-Arbeit.

Duftstoffe können krank machen!

Solltet Ihr ständig unter diffusen Beschwerden leiden, wie z.B. Muskel- und Gelenkschmerzen, Migräne, Magen- Darmbeschwerden, Probleme mit den Atemwegen, Juckreiz auf der Haut, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, grippeähnliche Symptome, ständig belegte Stimme, Schlafstörungen usw. dann solltet Ihr Euer Leben überdenken.
Duftstoffe bzw. die Chemikalien mit denen sie hergestellt werden (Benzyl Alkohol, Toluol, Terpentinöl, Moschus-Keton, Diethylphthalat, p-Cymol, 4-Vinylphenol usw.) können schwere gesundheitliche Schäden anrichten. Das solltet Ihr einfach wissen.

Sie hängen lange in der Luft und kleben förmlich dort wo sie sich niederlassen. Viele Hersteller von Waschmitteln, Weichspülern, Kosmetikprodukten und Parfüms werben damit, dass Düfte lange zu riechen sind. All das gelangt aber durch Eure Nase, Euren Mund und Eure Haut in Euren Körper. Sie bleiben dort haften, setzen sich auf Euren Schleimhäuten fest und dringen in Euren Körper ein. So gelangen sie,  in geringsten Spuren zwar, aber an einem Tag sammelt sich da ziemlich was zusammen, in den Verdauungstrakt und in die Blutbahn. Es ist ein schleichender Vergiftungsprozess und endet mit einem riesigen Chaos im Körper. Die Verdauungsorgane, die ja im Mund beginnen, sind empfindliche Schleimhäute, die durch solche Stoffe gereizt werden und sich entzünden können. Dazu kommt, dass viele Produkte mit Stoffen belastet sind, z.B. Zahnpasten (Emulgator Polyethylenglykol), die die Schleimhäute durchlässiger machen, dazu gehören auch die Stickoxide aus Autoabgasen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Auch der Darm leidet und wird durchlässiger für andere Schadstoffe (Leaky-Gut-Syndrom).

Duftstoffe, die in Parfüms, Lufterfrischern, Kosmetika, Waschmitteln usw. in hohen Mengen vorkommen, sind zum Teil hoch toxisch, krebserregend, sie schädigen die Nieren, das Nerven- und Immunsystem und hemmen oft wichtige Entgiftungsenzyme in der Leber. Sie wirken als Chemo-Sensibilisierer. Kurz gesagt, sie gefährden schlicht und einfach unsere Gesundheit. Ein Parfüm besteht aus einem Cocktail an giftigen Stoffen, die zum grossen Teil noch nicht einmal getestet sind. Was schert die Duftstoffindustrie Eure Gesundheit! Ein Parfüm ist nicht lebensnotwendig, also wird den Inhaltsstoffen keine grosse Beachtung geschenkt. Die „Konsumindustrie“ geht ja schon mit unseren Lebensmitteln nicht zimperlich um (Lebensmittelzusatzstoffe). Da braucht man gar nicht darüber nachdenken, was die mit Artikeln machen, die nicht der Lebensmittelverordnung unterliegen, wo wenigstens noch ein bisschen kontrolliert wird. Ihr seid also selbst Schuld, wenn Ihr das Zeug mit den Duftstoffen verwendet und es euch krank macht. Nur wird Euch das keiner sagen. Es geht ganz einfach nicht um Eure Gesundheit, sondern ums Geld.

Überlegt einmal: Würdet Ihr Eurer Parfüm trinken wollen? Nein?
Warum sprüht Ihr es dann auf Eure Haut? Die Haut ist das grösste Organ des Menschen!
Warum atmet Ihr es dann freiwillig ein? Ihr hüllt Euch in eine Duftwolke, die euch den ganzen Tag umgibt (sie wird ständig eingeatmet) und mit der Ihr sogar noch im Freien die Atemluft kontaminiert. Die Chemikalien dringen in Euren Körper, in Eure Lungen und gelangen von dort in die Blutbahn. Und weil die meisten Duftstoffe und ihre Trägerstoffe nicht wasserlöslich, sondern fettlöslich sind, gehen sie auch beim Duschen nicht komplett weg. Abgesehen davon, Ihr duscht euch Stunden nach dem Auftragen des Parfüms und das tut ihr wahrscheinlich auch noch mit einem Duschgel, das wiederum Duftstoffe und schädliche Chemikalien enthält. Ihr müsstet Euren Körper mit reinem Öl einreiben, um die Chemikalien aus der obersten Hautschicht zu lösen. Aber dann ist es zu spät, denn diese sind schon lange durch Eure Haut in die Blutbahn gewandert. Dasselbe passiert auch, wenn Ihr den Duft „nur“ auf Eure Haare oder auf Eure Kleider sprüht. Ihr atmet es ein und das stundenlang. Dass das nicht gesund ist, wissen viele schon und es gibt unzählige Warnungen. Ein paar wenige Links dazu am Schluss des Artikels.

In den USA wird seit Jahren schwangeren Frauen bereits geraten, auf Ihr Parfüm während der Schwangerschaft zu verzichten, denn in Embryos wurden Stoffe nachgewiesen, die in Parfüms enthalten sind, die von der Mutter verwendet wurden. In einigen Ländern gibt es sogar ein Verbot von Duftstoffen in öffentlichen Gebäuden. Und dies nicht ohne Grund!

Wisst Ihr wie viele Chemikalien und toxische Stoffe in solchen Düften stecken? Seid Ihr Euch bewusst, wie Eure Atemluft in Eurer Wohnung mit Düften und Chemikalien belastet wird?
Nur ein Beispiel: Ihr verwendet in Eurem Haushalt Produkte wie Waschmittel, Weichspüler, Reinigungsmittel, Geschirrspültabs, Luft“erfrischer“, Parfüm, Shampoo, Seife, Duschgel, Körperlotion, Deodorant, Möbelpolitur, Entkaltungsspray und vieles mehr, und die meisten täglich. Ihr wascht euch damit, verwendet es für die Körperpflege, putzt damit, „erfrischt“ die Luft, reinigt den Teppich, wascht Eure Wäsche usw. In all diesen Artikeln sind viele Chemikalien und Duftstoffe enthalten. Sie sind in Eurer Atemluft und setzen sich auf Eurem Körper, in Euren Kleidern, Haaren, Teppichen, Vorhängen usw. ab. Dort bleiben sie lange haften und sie sind schädlich!
Ihr glaubt, was gut riecht kann nicht schädlich sein? Irrtum!

Solltet Ihr also unter diffusen Beschwerden leiden, dann macht doch einmal den Test. Verwendet mindestens einen Monat lang Produkte ohne Duftstoffe. Lasst alles weg, was Duftstoffe enthält und achtet zudem auf verträgliche Inhaltsstoffe. Wenn es Euch dann besser geht, habt ihr eine Erkenntnis gewonnen und etwas für die Umwelt getan, denn das Zeug gefährdet nicht nur Eure Gesundheit, sondern belastet auch die Umwelt. Es gelangt jeden Tag in unglaublichen Mengen in die Luft und in die Abwässer. Das ist ein Bumerang, der immer wieder zu uns zurück kommt. Die Kläranlagen schaffen es schon lange nicht mehr, all die Chemikalien aus dem Wasser zu filtern. Nur sagt uns das niemand. Die Anlagen für Abwasserreinigung werden einfach mit Millionenbeträgen aufgerüstet (was der Steuerzahler berappt) bis zur nächsten Erkenntnis, dass nichts mehr geht; denn jährlich erfindet die Chemieindustrie Tausende von neuen Stoffen, deren Wirkung auf die Umwelt und Schädlichkeit noch niemand voraussehen kann und die wiederum speziell gefiltert werden müssen. So gehen Tonnen von giftigen Chemikalien jetzt schon alleine durch die Haushalte tagtäglich in unsere Abwässer und es werden immer mehr. Reste davon befinden sich in unserem Trinkwasser.

Wer eine feine Nase hat, hat vielleicht schon einmal beobachtet, dass es nach Waschmittel riecht, wenn er an einem Fluss spazieren geht. Das Auge sieht dann unter Umständen auch noch die Schauminseln die auf den Flüssen schwimmen oder am Ufer eines See’s hängen bleiben.

Es geht auch ohne Duft, ohne Chemie und ohne schädliche Stoffe. Es ist gar nicht so schwer. Viele Bioläden, Reformhäuser, ja sogar schon diverse Discounter verkaufen bereits duftfreie, biologische und 100% abbaubare Produkte. Aber Vorsicht! Auch hier muss man wissen, was man kauft. Wer glaubt, in Bioprodukten stecken nur natürliche Stoffe, der wird sehr oft getäuscht. So z.B. enthalten viele Shampoos, die als „bio“ verkauft werden, schädliche Inhaltsstoffe wie z.B. Sodiumlaurylsulfat und Duftstoffe die alles andere als natürlich sind. 100% reine ätherische Öle sind ebenfalls nicht unbedenklich, aufgrund ihrer Konzentration und werden zum Teil sogar als toxisch bezeichnet. Wer für sich und seine Umwelt was tun will, sollte sich informieren, die Zusammensetzungen der Produkte lesen und sich darüber informieren, was sie bedeuten.
Unter http://www.codecheck.ch könnt Ihr nachlesen, was in den Produkten enthalten ist, die Ihr verwendet. Ihr werdet staunen! Unter http://www.giftzwerg.ch kann man sich informieren, wie Gifte die Umwelt belasten.

Und hier ein paar informative Links bezüglich Duftstoffe:

http://www.allergie.de/duft-liegt-in-der-luft/
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/142648/index.html
http://www.daab.de/haut/allergie-auf-duftstoffe/